Schlagwort-Archive: Weihnachten

Alle Jahre wieder lockt der Glühwein

Leuchtende Lichter, Zimtgeruch in der Luft und kalte Nasen- seit dem 29.11.2018 ist es nun auch in Mainz wieder so weit: der Weihnachtsmarkt ist einmal wieder in vollem Gange. Unter den lauten Stimmen der Menschenmenge, den warmen Düften der Stände tummeln sich hunderte Studenten auf der Suche nach Entspannung, Spaß und einer Sache: dem besten Glühwein des Jahres. Doch wo soll man da nur anfangen und erst recht wo aufhören? Der Antwort dieser Frage auf der Spur hat sich eine Gruppe von Studenten auf den Weg gemacht und die verschiedenen Stände erkundet.

Das Angebot: beinahe unendlich, die Aufgabe: angenommen.

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Zwischen Glitzer, Kitsch und Nostalgie

Es gibt viele Menschen, die sich beschweren, wenn im November in den Supermärkten die Schoko-Nikoläuse stehen und die erste Weihnachtsdeko ausgepackt wird. Andere freuen sich dann schon auf die kommende Weihnachtszeit. So auch Elmar Friedrichs. Der 38-Jährige ist Leiter des größten Stands auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt. Auf 75m² Verkaufs- und weiteren 75m² Lagerfläche, kann man bei Käthe Wohlfahrt alles kaufen, was das Dekoherz begehrt. Weiterlesen

Zwischen Tannen und Tradition

GIMG_5818oslar bezaubert mit seinen engen Gassen, Fachwerkhäusern und nostalgischen Flair. Inmitten dieser malerischen Kulisse der historischen Altstadt findet noch bis zum 30. Dezember der Goslarer Weihnachtsmarkt und Weihnachtswald statt.

Während des kalten Dezembermonats erstrahlt Goslar jährlich im festlichen Glanz. Der typische Weihnachtsmarkt-Duft liegt mit Zimt, Bratapfel und gebrannten Mandeln schon längst in der Luft. Man merkt, dass Weihnachten nicht mehr lange auf sich warten lässt. Weiterlesen

Prüfungsstress zwischen den Jahren

 

Warum Weihnachten für Studenten einen komischen Beigeschmack hat

Den meisten von uns ist vermutlich schon bei der Überschrift ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen. Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und schon fallen wir aus dem weich gebetteten Lager der Feiertage auf den harten Boden der Realität. Noch verkatert von der Silvesterparty schießen einem jeden Studenten die Gedanken an die bevorstehenden Prüfungen in den Kopf – das Schlechte daran: Weiterlesen

Die Welt steht Kopf – Weihnachten bei 30 Grad

– Ein Erfahrungsbericht von Nadine Beer –

Es ist kaum zu glauben, dass es schon ein ganzes Jahr her ist. Vor ziemlich genau zwölf Monaten befand ich mich noch am anderen Ende der Welt: Im schönen Neuseeland. Viel weiter weg von Zuhause hätte ich gar nicht sein können. Grundsätzlich gefiel mir der Gedanke, mal ganz weit weg von allem mir bekannten zu sein und ständig neue Orte und Leute kennenzulernen. Als Heiligabend jedoch langsam aber sicher näher rückte, machte sich in mir ein ungutes Gefühl breit. Dies würde das erste Weihnachten ohne meine Familie und die geliebten deutschen Weihnachtstraditionen sein.

vollbildaufzeichnung-17-12-2016-125558-bmpIn Neuseeland kam gar keine richtige Weihnachtsstimmung auf. Die Welt stand für mich Kopf. Es war zwar Dezember, aber trotzdem kein bisschen kalt. Für mich war es immer selbstverständlich, dass Weihnachten genau so abläuft, wie ich es von Zuhause kenne. Ich habe mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht, dass es in anderen Kulturen tatsächlich völlig normal ist Weihnachten zur Sommerzeit zu feiern. Hier gab es weder Weihnachtsmärkte mit Bratwurst und Glühwein, noch Sterne und Lichterketten in den Fenstern. Stattdessen waren es mollige 30 Grad und Sonnenschein. Vom Haus aus konnte man Strand, Palmen und Menschen in Bikini und Badehose erkennen. Ein Anblick, der für mich absolut nicht zur Weihnachtszeit passte.

Ich hatte damals jedoch das Glück Weihnachten mit einer jungen, waschechten Kiwi-Familie verbringen zu können, die mich ohne mich wirklich zu kennen, über die Feiertage herzlich bei sich aufnahm.  Somit durfte ich die typischen neuseeländischen Weihnachtstraditionen hautnah miterleben. Im Gegensatz zu uns Deutschen, packen die Neuseeländer ihre Geschenke nicht am Abend des 24. aus, sondern erst am Morgen des 25. Dezember. Mittags gehen sie zum gemeinsamen Spazieren, oder Schwimmen an den Strand und Abends gibt es als typisches Weihnachtsessen das traditionelle Barbecue.

Auch wenn ich Weihnachten im letzten Jahr nicht wie gewohnt mit meiner Familie verbringen konnte, hatte ich trotzdem ein sehr schönes und interessantes Weihnachtsfest. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung von einer fremden Familie so herzlich aufgenommen zu werden und die Weihnachtstraditionen einer anderen Kultur hautnah miterleben zu dürfen. In diesem Jahr freue ich mich trotzdem wieder auf die typische deutsche Weihnacht, mit hoffentlich kalten Temperaturen, einem Weihnachtsbaum, Plätzchen und allem was dazu gehört.

Weihnachten in Australien

Christin Jung
Gregor Mayer
Journalismus als Beruf
18. Dezember 2016

Weihnachten in Australien

Was gibt es schöneres zu Weihnachten als Schnee, leckeres Essen und zusammen mit Freunden und Familie gemütlich vorm Kamin zu sitzen ?
Vielleicht Sonne,Strand und Meer? Denn in Australien liegt Weihnachten nicht in der kalten Jahreszeit sondern mitten im Hochsommer. In Melbourne beispielsweise erreichte die Temperatur am 25.12.2015 einen stolzen Wert von 34°.img_0370

Halfmoon-Bay,Melbourne, 25.12.2015

Während wir hier in Deutschland meistens einen Braten, Raclette oder gar eine Weihnachtsgans zubereiten findet in den meisten australischen Familien ein Barbecue statt, vorzugsweise am Strand. Statt in Anzug und schickem Kleid wird man die meisten Australier über die Feiertage wohl in Badeshorts und Flipflops antreffen.Denn wie fast alles in Australien hat auch Weihnachten ein sehr entspanntes Flair. So ist es nicht ausschließlich ein Familienfest. Viele junge Leute treffen sich am 1. Weihnachtsfeiertag lieber mit ihren Freunden am Strand anstatt Familienbesuche zu absolvieren. Trotz der warmen Temperaturen orientieren sich australische Kaufhäuser überwiegend traditionell europäisch. So finden sich in den meisten Shopping-Centern um die Weihnachtszeit festlich geschmückte Nadelbäume und Santa Claus kommt mit dicken roten Mantel und weißem Rauschbad um sich die Wünsche der Kinder anzuhören.

 

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Als eine der wohl am sportbegeistertsten Nationen der Welt findet mit der Regatta Sydney-Hobart eines der wichtigsten sportlichen Ereignisse jährlich am 26. Dezember statt.
Allerdings passen die Australier einige Traditionen doch an ihr eigenes Land an. Beispielsweise das Lied ,,Jingle Bells’’

Wer Lust hat es sich mal selbst anzuhören findet das Lied unter dem folgenden Link

AUSTRALIAN JINGLE BELLS

Dashing through the bush,
in a rusty Holden Ute,
Kicking up the dust,
esky in the boot,
Kelpie by my side,
singing Christmas songs,
It’s Summer time and I am in
my singlet, shorts and thongs

Oh! Jingle bells, jingle bells, jingle all the way,
Christmas in Australia on a scorching summers day, Hey!
Jingle bells, jingle bells, Christmas time is beaut !,
Oh what fun it is to ride in a rusty Holden Ute.

Engine’s getting hot;
we dodge the kangaroos,
The swaggie climbs aboard,
he is welcome too.
All the family’s there,
sitting by the pool,
Christmas Day the Aussie way,
by the barbecue.

Oh! Jingle bells, jingle bells, jingle all the way,
Christmas in Australia on a scorching summers day, Hey!
Jingle bells, jingle bells, Christmas time is beaut!,
Oh what fun it is to ride in a rusty Holden Ute.

Come the afternoon,
Grandpa has a doze,
The kids and Uncle Bruce,
are swimming in their clothes.
The time comes ‚round to go,
we take the family snap,
Pack the car and all shoot through,
before the washing up.

Oh! Jingle bells, jingle bells, jingle all the way,
Christmas in Australia on a scorching summers day, Hey!
Jingle bells, jingle bells, Christmas time is beaut!,
Oh what fun it is to ride in a rusty Holden Ute

http://lyricsplayground.com/alpha/songs/xmas/australianjinglebells.shtml

Wer sich allerdings überhaupt nicht mit Weihnachten im Sommer anfreunden kann, trifft auch in Australien auf Gleichgesinnte. So ist es in einem Großteil der Bevölkerung verbreitet ein zweites Weihnachten im Juni zu feiern, dass durch winterliche Temperaturen mehr an das klassisch-traditionelle Weihnachtsbild in Europa erinnert.

Der Weihnachtsmann ist dem Nikolaus sein Tod

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Bald ist es wieder so weit: Heiligabend steht vor der Tür und in weniger als einer Woche dürfen groß und klein die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum auspacken. Warum werden aber die Geschenke ausgerechnet unter einen Baum gelegt und wieso bringt der Weihnachtsmann Rute und Spielzeug während auf dem Adventskranz genau vier Kerzen brennen?

Der große Weihnachtsstress beginnt vier Wochen vor Weihnachten mit dem Ersten Advent. Advent kommt vom lateinischen Wort adventus und bedeutet Ankunft. Die Menschen sollen sich aber nicht auf die Ankunft des Weihnachtmannes, sondern, nach christlicher Erzählung, auf die Ankunft des Herrn Jesus Christus vorbereiten.

p1060024Wieso dann ausgerechnet ein kleiner, lieber und dicker Mann im roten Mantel die Geschenke am Heiligen Abend bringt, ist eine längere Geschichte. Ursprünglich geht diese Tradition auf Nikolaus von Myra zurück, über den aber nur sehr wenig bekannt ist. Er lebte im 3. bis 4. Jahrhundert und beschenkte ursprünglich arme Menschen. Mit dem Weihnachtsmann, wie wir ihn heute kennen, hat er nur noch sehr wenig gemein. Dieser wurde erst berühmt, als sich Teile der New Yorker Oberschicht im 19. Jahrhundert auf die holländischen Traditionen ihrer Vorfahren besannen. Dort wurden im Dezember Feste für Sinterklaas gefeiert.
Ein paar Jahre später erschienen erste Gedichte über einen fröhlichen dicken Mann mit weißem Bart und rotem Mantel, der den Kindern Geschenke bringt. Als anschließend ein deutscher Einwanderer aus den USA Santa Claus zeichnete, wie er den Soldaten im amerikanischen Bürgerkrieg Geschenke verteilt, wurde der Mann mit weißem Bart berühmt. In den nächsten Jahrzehnten prägten viele weitere Zeichnungen dieses Einwanderers das Bild vom Weihnachtsmann als Freund der Kinder.
Spätestens seit 1931, als Haddon Sundblom den Weihnachtsmann zum ersten Mal für die Werbung von Coca-Cola malte, kennt jeder den lieben Mann, der die Geschenke bringt. Dabei war Coca-Cola nicht einmal der erste Konzern, der den Weihnachtsmann zu Werbezwecken nutze. Ursprünglich trinkt der alte Mann nämlich Bier der Brauerei White Rock.

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie schön sind deine Blätter!

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie schön sind deine Blätter!

Warum legt der Weihnachtsmann die Geschenke unter den Tannenbaum? Diese Tradition hat einen heidnischen Ursprung: Zur Wintersonnenwende wurden Zweige ins Haus geholt, die unter anderem das Leben symbolisieren sollten. Erst 1570 wurden in Bremer Zunfthäusern erstmals Bäume mit Nüssen und anderen Leckereien geschmückt. Und ungefähr 200 Jahre später standen die ersten Weihnachtsbäume mit Kerzen bei evangelischen Familien in der Stube. Konfessionsübergreifend konnte sich der Christbaum erst im 19. Jahrhundert als Symbol deutscher Tradition im Krieg gegen Napoleon durchsetzen.

 

 

 

Der Adventskranz mit vier Kerzen gehört für die meisten zur Weihnachtszeit einfach dazu

Der Adventskranz mit vier Kerzen gehört für die meisten zur Weihnachtszeit einfach dazu.

Der Adventskranz hat eine noch jüngere Geschichte: Er wurde 1839 von Johann Hinrich Wichern erfunden, der eine Art Adventskalender für die Kinder in seinem evangelischen Waisenheim in Hamburg bastelte. Um den Kleinen das Warten auf Weihnachten zu verkürzen, steckte er vier große Kerzen für die vier Adventssonntage und viele kleine Kerzen für die restlichen Adventstage auf ein Wagenrad. So konnten die Kinder die Tage vom Ersten Advent bis zum Heiligen Abend zählen. Der Adventskranz war geboren.