Schlagwort-Archive: Publizistik

Der Fachschaftsrat Publizistik

Die Sonne scheint recht schüchtern über die Dächer der Jugendherberge Don Bosco, als ich mich mit Stephan Thalmann (21), Mitglied des Fachschaftsrats für Publizistik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, unterhalte. Bereits seit dem Wintersemester 2015/16 ist Stephan nach einer kurzen Probezeit zu einem festen Teil des Fachschaftsrats geworden und engagiert sich seither mit den anderen circa 30 Publizistikstudierenden ehrenamtlich.

stephan

Stephan Thalmann kurz vor dem Beginn der Medienstudierendentagung

Doch was macht so eine Fachschaft überhaupt?

Die Fachschaft ist eine von den Studierenden selbstverwaltete Institution, die als Interessenvertretung agiert. Darüber hinaus, nehmen wir an studentischen Gremien teil, veranstalten Events und stehen in engem Kontakt mit dem Institut für Publizistik (IfP) und unseren Alumni.

Welche Events organisiert ihr denn für die Studierenden? Weiterlesen

Advertisements

Mainzer Sportdirektor und Erstis ganz privat.

Wenn Erstsemester-Studenten dem Sportdirektor Rouven Schröder (Mainz 05) Fragen stellen.

Michelle Stein, 09.11.2017

Es wird auf einmal ganz still im Raum, der Sportdirektor Rouven Schröder von Mainz 05 betritt das kleine Plateau im VIP-Bereich der OPEL-Arena. Denn wie jedes Jahr zum Semesterbeginn lädt der Fußballverein die neuen und vor allem fußballbegeisterten Studenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu einem Treffen ein. Im Fokus des Treffens am 9. November 2017 steht das Kennenlernen des Vereins sowie eine erhoffte Symphatienbildung.

Sportdirektor Rouven Schröder mit Moderator beim Interview

„Wer ist denn euer Lieblingsverein?“, leitet der Moderator das Interview ein und richtet sich damit an die circa 100 anwesenden Sport- und Medienstudenten. Viele im Raum sind Anhänger erfolgreicher Fußballvereine, wie dem FC Bayern München oder dem Dortmunder BVB. „Wir sind auf jeden Fan angewiesen, denn Mainz hat  für einen Bundesligaverein vergleichsweise wenige Fans. Das liegt aber auch daran, dass wir eine sehr kleine Stadt sind.“, spielt Schröder auf die geringe Mitgliederzahl an. „Ich würde mich freuen, Sie öfter im Stadion zu sehen und vielleicht wird Mainz ja irgendwann Ihr Zweitverein!“, wendet er sich hoffnungsvoll an die Studenten.

Sympathisch und ungewohnt offen für einen Sportdirektor im Profifußball antwortet er über eine Stunde lang auf alle Fragen, die die Studenten sich zum Thema Fußball und dem Verein ausgedacht haben. Da die Thematik rund um die erste Testphase des „Videobeweises“ in keiner Fußballrunde fehlen darf, wollen die Studenten wissen, wie Schröder dazu stehe. Seiner Meinung nach sei der Videobeweis „ein guter Schritt in Richtung Fairness und Gerechtigkeit im Fußball“, jedoch gäbe es noch „einige Baustellen zu bewerkstelligen“, so Schröder. Ein neugieriger Student meldet sich: „Herr Schröder, ich möchte Ihnen eine private Frage stellen. Wie wird man überhaupt Sportdirektor für einen Erstliga Verein?“. Daraufhin schmunzelt Schröder und antwortet selbstbewusst auf die Frage: „Da gehört ganz viel Glück dazu, aber vor allem muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Außerdem bin ich ehemaliger Profifußballer, da hat man dadurch auch ein paar Kontakte.“

OPEL-Arena, Sicht von der VIP-Tribüne

Publizistik Studentin Michelle Stein am Pressepult

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Nachgang des Interviews lädt Schröder die Studenten zu einer Stadionführung ein, bei dem sie einen Einblick in das Stadion, die Kabinen und sämtliche internen Vereinsabläufe erhalten. Besonders interessant für die Medienstudenten müsste wohl der Presseraum sein, welchen man regelmäßig – gefüllt mit Trainer und Spielern – sonst nur im Fernsehen zu Gesicht bekommt. Als Aperitif gibt es Stadiongutscheine für die Partie Mainz 05 gegen den FC Augsburg am 2. Dezember 2017, 15:30 Uhr Spielbeginn.

Alles in Allem ist der Fußballabend eine gelungene Möglichkeit, Studenten und Verein ein Stück weit näher zusammen zu führen. Bei dem einen oder anderen wird wohl ein Sympathiefunke für Mainz 05 übergesprungen sein, vielleicht ja sogar auch in beruflicher Zukunft.

 

 

Quelle: Eigene Fotos und Gedankenzitate