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„La Cage aux Folles“ im Mainzer Staatstheater

Seit Mitte Oktober wird am Mainzer Staatstheater das Musical „La Cage aux Folles“ aufgeführt. Das Stück wurde 1973 geschrieben, doch hat bis heute nichts an seiner Aktualität verloren.

Die Darsteller des „Cage aux Folles“ (c) Andreas Etter

Die Geschichte dreht sich um das schwule Paar George und Albin, die seit 20 Jahren zusammenleben. George ist Betreiber des erfolgreichen Nachtclubs „La Cage aux Folles“ (Käfig der Narren), in dem Albin als gefeierter Travestiekünstler auftritt. Für George kommt es sehr überraschend, als sein Sohn Jean-Michel verkündet, er wolle heiraten. Das Problem: Die Eltern seiner Freundin möchten erst seine Familie kennenlernen, bevor sie der Heirat zu stimmen. Der Vater ist allerdings ein konservativer Politiker, der George‘s Nachtclub schließen will. Jean-Michel möchte seine Familiensituation vertuschen und bittet seinen Vater, für den Besuch eine „normale“ Familie vorzuspielen, seine Mutter, eine Showgirl, mit dem George eine Affäre hatte, einzuladen und Albin für eine Nacht auszuquartieren. Wie zu erwarten ist Albin davon alles andere als begeistert…

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Ein Meisterwerk: „La La Land“

Mit 14 (!) Nominierungen gilt er als heißester Favorit der diesjährigen Oscars: Damien Chazelles „La La Land“ begeistert Publikum und Kritiker gleichermaßen. Dabei ist es erst die dritte Regiearbeit des Regisseurs, der 2014 mit „Whiplash“ bereits drei Auszeichnungen der Academy einheimsen konnte. Die Internet Movie Database führt den Film sogar schon auf Rang 34 der besten Filme aller Zeiten.

Bei „La La Land“ handelt es sich kurz gesagt um ein Filmmusical über Musik und Film. In Hollywood (wie der Titel schon vermuten lässt) begegnen sich die aufstrebende aber erfolglose Schauspielerin Mia (Emma Stone) und der leidenschaftliche Pianist Sebastian (Ryan Gosling) der von einem eigenen Jazzclub träumt, sich aber mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Die Handlung zeigt zum einen die Entwicklung der Beziehung der beiden Protagonisten, zum anderen wie beide ihre jeweiligen Träume verfolgen. Im Hintergrund vieler Szenen offenbart Chazelle zudem den Schein und Sein der „City of Stars“.

Eine ganz normale Liebesschnulze also – könnte man meinen! Was aber Emma Stone und Ryan Gosling aus ihren Rollen herausspielen, wie die Chemie zwischen den beiden förmlich greifbar wird und wie mitreißend die Geschichte erzählt wird, lässt die*en Zuschauer*in schlichtweg staunend im Kinositz zurück. Regissseur Chazelle zeigt, wie schon in „Whiplash“, dass Musik nicht nur Mittel zur Untermalung, sondern der eigentliche Star des Films sein kann.

Was einen Film letztlich auszeichnet ist vor allem die Fähigkeit das Publikum mitzureißen. Und das gelingt „La La Land“ auf voller Linie: Er rührt zu Tränen, fühlt sich an wie eine romantisch-melancholische Träumerei und will er lustig sein, bekommt sich das Publikum vor Lachen kaum wieder ein. Und dabei bleibt er in jedem Moment unvorhersehbar.

Auch handwerklich gibt es nicht das Geringste auszusetzen. Besonders fällt der herausragende, symbiotisch mit der Musik verbundene Schnitt auf, der trotzdem lange, anspruchsvolle Kamerafahrten und ungeschnittene Sequenzen zulässt. Genauso wie Protagonist Sebastian den traditionellen Jazz verehrt, setzt auch Chazelle gekonnt auf altmodische, fast vergessene Elemente wie Überblenden. Tatsächlich lässt sich die Faszination dieses Kunstwerks kaum in Worte fassen.

Vor allela-la-landm die Musik ist geradezu begeisternd! Gosling wirkt am Klavier so sehr in seinem Element, dass man meinen könnte, er habe nie etwas Anderes getan. Abgedeckt wird dabei nicht nur Chazelles Spezialgebiet – der Jazz, allerdings überzeugt er grade dabei doch besonders. So sehr sogar, dass manch ein*e Zuschauer*in womöglich ihre*seine Liebe zum Free Jazz entdecken wird.

Wem also ist dieser Film zu empfehlen? Für jeden Musicalfan ist „La La Land“ auf jeden Fall ein Muss. Genauso für Fans von Emma Stone oder Ryan Gosling. Außerdem für jede*n Jazzliebhaber*in, jede*n, die*en die „City of Stars“ fasziniert, jede*n Schauspielbegeisterte*n und insgesamt jede*n die*er eine Leidenschaft für irgendetwas empfindet. Kurz gesagt: Niemand sollte sich dieses Meisterwerk entgehen lassen! Chazelle hat mit „La La Land“ einen Film für die Ewigkeit geschaffen für das ich nicht weniger als 10 von 10 möglichen Punkten vergeben kann.

Glanzvolle Ohrwurm Gala

Januar, Nieder-Olm. Am Anfang dieses Jahres war es soweit: „The World of Musicals“ zu Gast in der Ludwig-Eckes Halle in Nieder-Olm. Acht professionell ausgebildete Musicalschauspieler haben sich auf eine große Deutschlandtournee gemacht, um mit ihrem Musical Medley die Leute zu begeistern.

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