Schlagwort-Archive: Glühwein

Zwischen Tannen und Tradition

GIMG_5818oslar bezaubert mit seinen engen Gassen, Fachwerkhäusern und nostalgischen Flair. Inmitten dieser malerischen Kulisse der historischen Altstadt findet noch bis zum 30. Dezember der Goslarer Weihnachtsmarkt und Weihnachtswald statt.

Während des kalten Dezembermonats erstrahlt Goslar jährlich im festlichen Glanz. Der typische Weihnachtsmarkt-Duft liegt mit Zimt, Bratapfel und gebrannten Mandeln schon längst in der Luft. Man merkt, dass Weihnachten nicht mehr lange auf sich warten lässt. Weiterlesen

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Der Fachschaftsrat Publizistik

Die Sonne scheint recht schüchtern über die Dächer der Jugendherberge Don Bosco, als ich mich mit Stephan Thalmann (21), Mitglied des Fachschaftsrats für Publizistik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, unterhalte. Bereits seit dem Wintersemester 2015/16 ist Stephan nach einer kurzen Probezeit zu einem festen Teil des Fachschaftsrats geworden und engagiert sich seither mit den anderen circa 30 Publizistikstudierenden ehrenamtlich.

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Stephan Thalmann kurz vor dem Beginn der Medienstudierendentagung

Doch was macht so eine Fachschaft überhaupt?

Die Fachschaft ist eine von den Studierenden selbstverwaltete Institution, die als Interessenvertretung agiert. Darüber hinaus, nehmen wir an studentischen Gremien teil, veranstalten Events und stehen in engem Kontakt mit dem Institut für Publizistik (IfP) und unseren Alumni.

Welche Events organisiert ihr denn für die Studierenden? Weiterlesen

Die Welt steht Kopf – Weihnachten bei 30 Grad

– Ein Erfahrungsbericht von Nadine Beer –

Es ist kaum zu glauben, dass es schon ein ganzes Jahr her ist. Vor ziemlich genau zwölf Monaten befand ich mich noch am anderen Ende der Welt: Im schönen Neuseeland. Viel weiter weg von Zuhause hätte ich gar nicht sein können. Grundsätzlich gefiel mir der Gedanke, mal ganz weit weg von allem mir bekannten zu sein und ständig neue Orte und Leute kennenzulernen. Als Heiligabend jedoch langsam aber sicher näher rückte, machte sich in mir ein ungutes Gefühl breit. Dies würde das erste Weihnachten ohne meine Familie und die geliebten deutschen Weihnachtstraditionen sein.

vollbildaufzeichnung-17-12-2016-125558-bmpIn Neuseeland kam gar keine richtige Weihnachtsstimmung auf. Die Welt stand für mich Kopf. Es war zwar Dezember, aber trotzdem kein bisschen kalt. Für mich war es immer selbstverständlich, dass Weihnachten genau so abläuft, wie ich es von Zuhause kenne. Ich habe mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht, dass es in anderen Kulturen tatsächlich völlig normal ist Weihnachten zur Sommerzeit zu feiern. Hier gab es weder Weihnachtsmärkte mit Bratwurst und Glühwein, noch Sterne und Lichterketten in den Fenstern. Stattdessen waren es mollige 30 Grad und Sonnenschein. Vom Haus aus konnte man Strand, Palmen und Menschen in Bikini und Badehose erkennen. Ein Anblick, der für mich absolut nicht zur Weihnachtszeit passte.

Ich hatte damals jedoch das Glück Weihnachten mit einer jungen, waschechten Kiwi-Familie verbringen zu können, die mich ohne mich wirklich zu kennen, über die Feiertage herzlich bei sich aufnahm.  Somit durfte ich die typischen neuseeländischen Weihnachtstraditionen hautnah miterleben. Im Gegensatz zu uns Deutschen, packen die Neuseeländer ihre Geschenke nicht am Abend des 24. aus, sondern erst am Morgen des 25. Dezember. Mittags gehen sie zum gemeinsamen Spazieren, oder Schwimmen an den Strand und Abends gibt es als typisches Weihnachtsessen das traditionelle Barbecue.

Auch wenn ich Weihnachten im letzten Jahr nicht wie gewohnt mit meiner Familie verbringen konnte, hatte ich trotzdem ein sehr schönes und interessantes Weihnachtsfest. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung von einer fremden Familie so herzlich aufgenommen zu werden und die Weihnachtstraditionen einer anderen Kultur hautnah miterleben zu dürfen. In diesem Jahr freue ich mich trotzdem wieder auf die typische deutsche Weihnacht, mit hoffentlich kalten Temperaturen, einem Weihnachtsbaum, Plätzchen und allem was dazu gehört.

„Mainzer Glühwein darf nicht zu süß sein“

 Auf der Suche nach echten Originalen auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt

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Im Weihnachtsdorf

Lichterglanz, Weihnachtsmusik und natürlich Glühwein! Das sind die drei Zutaten, die für eine fröhliche vorweihnachtliche Stimmung auf dem Mainzer Marktplatz sorgen. An über hundert festlich geschmückten Ständen werden  Geschenkideen und Leckereien angeboten. Auf unserer Suche nach echten Originalen haben wir hier einige Leute nach dem besten Mainzer Glühwein gefragt.

Erstaunlicherweise waren die Meinungen gespalten: Die meisten Befragten haben für unterschiedliche Glühweinstände abgestimmt. Drei „echten Meenzern“ zufolge, habe das Weingut Bodtke den besten Glühwein. Er sei dort nicht so süß, wie bei anderen Ständen. Dieselbe Gruppe hat sich auch für die Schwenkbraterei Spinnler ausgesprochen. „Beim Spinnler gibt es sogar Bier“, äußerte sich einer der drei Besucher, „da freuen wir uns jedes Jahr drauf“. Die Gruppe meinte noch, dass sie mit dem Glühweintest der Allgemeinen Zeitung, der bereits durchgeführt wurde, nicht einverstanden war. Beim Weingut Huf, dem Testsieger der AZ, sei alles viel zu süß.

Zwei jungen Leuten, die zum ersten Mal den Weihnachtsmarkt besuchten, wurde die „Schwarzwaldstube“ empfohlen. Mit dem Glühwein schienen sie zufrieden zu sein. Sie waren schon die Zweiten, die keinen süßen Wein bevorzugen.

Der Stand des Weinguts Dohlmühle schien außerdem viele Fans zu haben. „Mainzer Glühwein darf  nicht zu süß sein“ stellten zwei Frauen fest, die seit zwei Jahren immer dort ihren Glühwein trinken. Der Wein soll angeblich der etablierteste auf dem Marktplatz sein. „Er schmeckt außerdem lecker und nicht so süß wie Punsch“.

Im Weihnachtsdorf hat die Schwenkbraterei Spinnler ihren eigenen Glühweinstand. Dort wird sogar Glühwein mit verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten. Um uns selbst einen Eindruck zu verschaffen, haben wir drei verschiedene Sorten probiert: Apfel-Zimt, Kirsch und den klassischen Glühwein. Der Apfel-Zimt Glühwein hat uns positiv überrascht. Er schmeckte würzig und nicht zu süß. Der Kirsch- Glühwein schmeckte uns hingegen nicht so gut. Er hatte ein sehr künstliches Aroma und einen aufdringlichen Nachgeschmack mit einem Abgang, der sehr herb und bitter war. Der klassische Glühwein schmeckte uns allen wieder. Er hatte den Geschmack eines typischen Weihnachtsmarkt-Glühweins. „Nicht zu süß, nicht zu herb, genau das Richtige!“. Die Sitzmöglichkeiten in den aneinandergereihten Holzfässern und am Lagerfeuer sorgen außerdem für ein sehr gemütliches Ambiente.

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Lichterglanz im Schatten des Doms

Da wir am Ende keine eindeutige Tendenz über den besten Glühwein bei den Leuten feststellen konnten und wir nicht so trinkfest waren, um jeden Glühwein des Weihnachtsmarkts zu kosten, empfehlen wir jedem selbst hinzugehen und zu probieren!

Außer dem zentralen Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz gibt es auch weitere Orte in Mainz, an denen man seinen Glühwein genießen kann. Ob Schillerplatz, Neubrunnenplatz oder der Vorplatz vor dem Hauptbahnhof, jeder dieser Plätze bietet den Besuchern in diesem Jahr sein eigenes weihnachtliches Flair an. Und das nicht ohne Grund: Hintergrund ist ein früherer Streit um die Vergabe der begehrten Standplätze auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Dom, der sogar vor Gericht ging. Das Gericht urteilte, dass die fünfjährigen Vertragslaufzeiten der Stände eindeutig zu lang waren und forderte eine neue Ausschreibung. So bewarben sich circa 300 Unternehmen für 100 Stände. Da viele Traditionsbetriebe keinen Platz mehr auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Dom bekamen, entschied sich die Stadt Mainz für das Einrichten von Alternativstandorten.

Von Seiten der Besucher gibt es positive Rückmeldungen. Außerdem kann es somit Freunden des Glühweins nicht langweilig werden. Bis sie allen Glühweinständen einen Besuch abgestattet haben, ist Weihnachten schon vorbei!

Weihnachtliches Second-Hand-Shopping

In Weihnachtsstimmung versetzen und Schnäppchen machen

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Bild: Campus Mainz

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Raffinierte Verkaufsstrategien. Bild: Campus Mainz

Mainz. Gestöbert, gefeilscht und gekauft wurde am Freitag fleißig beim Campus Flohmarkt der Johannes Gutenberg-Universität.
Von 14 bis 19 Uhr waren die Stände für zahlreiche Gäste im Philosophicum geöffnet. Und diese kamen in Scharen um allerlei Dinge zu finden: Bücher, Kleidung, Schallplatten, Accessoires, Gesellschaftsspiele, Elektronische Artikel, und vieles mehr. Mit dabei waren erstmals auch ein Kindersachenbasar im ersten Obergeschoss sowie eine Ecke des Autonomen Elternreferates für Eltern des AStA der Universität Mainz – kurz „Aurel“. Diese neuen Angebote zogen viele Eltern an, ihre Kinder konnten rutschen, in einem Bällebad toben und auf einem Gummiesel reiten. Sie wurden bespaßt, während ihre Mütter und Väter sie und sich selbst währenddessen für den Winter ausstatten konnten. Es war ein großer Trubel, die Verkäufer – nicht nur Studenten, sondern auch Verwandte und Universitätsmitarbeiter – konnten sich über großen Andrang freuen. Aus manch einer Ecke klang Musik und in der Luft lag ein Duft aus Glühwein, Waffeln und Muffins, mit denen ein paar Verkäuferinnen ihre Kunden überzeugen wollten. „Ab drei Teilen gibt’s einen Muffin gratis,“ lautete ihre außergewöhnliche Verkaufsstrategie, die wohl den ein oder anderen Käufer anlockte. Der Glühwein und die Waffeln wurden von den Veranstaltern – des Campus Mainz und des Stadtmagazins „StuZ“ – selbst organisiert. An ihren Ständen konnte man sich bei der ersten winterlichen Kälte aufwärmen und sich in Weihnachtsstimmung versetzen und informieren. Auch einige der Verkaufsstände erinnerten bereits an Weihnachten, da sie Dekoration anboten. Giulia Ali, die an der JGU Erziehungswissenschaften studiert, interessiert sich sehr für solche Artikel: „Mich persönlich interessieren Dekoration, Bücher, Tassen und ähnliches immer am meisten.“ Und gerade Bücher konnte man fast an jedem Stand entdecken. „So ein Flohmarkt an der Uni ist eine schöne Sache. Auch dass er im Gebäude stattfand wegen der Kälte war sehr zuvorkommend. Leider habe ich davon erst viel zu spät erfahren und hatte daher sehr wenig Zeit mich umzusehen.“ Publizistikstudentin Marei Rossbach freut sich über das Angebot des Flohmarkts, „ich nehme solche Veranstaltungen immer gerne mit, wenn ich davon höre“. Die angebotenen Artikel versprächen viel, allerdings „sollte man vielleicht die eine oder andere Regel aufstellen, was nicht verkauft werden sollte. Ich würde zum Beispiel niemals gebrauchten Nagellack oder Strumpfhosen kaufen,“ bemerkt die 20-Jährige. Die nächste Möglichkeit Second-Hand-Ware zu kaufen und verkaufen gibt es bereits im nächsten Semester. „Ich überlege schon, was ich alles ausmisten kann. Vielleicht bin auch ich beim nächsten Mal hinter einem Stand dabei,“ freut sich Alica Bergmann, die diesmal nur als Gast kam und ein paar Kleinigkeiten erwerben konnte. Die Veranstalter selbst sind glücklich über den Verlauf des Basars: „Danke für einen tollen Flohmarkt. Es hat auch uns viel Spaß gemacht,“ posteten sie noch am Abend auf ihrer Facebook-Homepage.

Mainz. Tag & Nacht – Geheimtipp: Ein Bierchen für unterwegs… Oder auch zwei?

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Ein Bierchen für unterwegs… Oder auch zwei?

Der Hype um das Bierbike lockt Besucher aus ganz Deutschland an.

„Motivatiooooon!“, schreit die Fahrerin des Glühweinbikes uns zu und bimmelt wie verrückt an ihrer Motivationsglocke. Wir strampeln so schnell wir können, doch mit steigendem Alkoholpegel wird das zunehmend schwerer. Wir befinden uns irgendwo in der Mainzer Innenstadt und gegen Ende der Tour schwindet nach und nach die Koordinations- und Leistungsfähigkeit.

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Weihnachtsmärkte: Umsätze und Beweggründe

Die wirtschaftlichen Effekte von Weihnachtsmärkten sind hoch. Durch die Besucher werden Umsätze in Milliardenhöhe generiert.

Der jährlich erzielte Umsatz beläuft sich auf 3-5 Milliarden Euro. Pro Person ergibt sich ein Durchschnitt von 27-30 Euro. Der Umsatz verteilt sich auf die Händler, umliegende Geschäfte, Taxi-Unternehmen, sowie den Nahverkehr und die Hotels. Für viele Anbieter macht dies ¼ ihres Gesamt-Jahres-Umsatzes aus. Hervorzuheben gilt besonders der Glühwein-Verkauf. Pro Händler werden in der Saison bis zu 50.000 Euro umgesetzt. Entsprechend hoch ist die Nachfrage der Bewerber Glühwein zu verkaufen (70-80%). Umsatzschwache Anbieter werden mittels höherer Mieten der Glühwein-Verkäufer subventioniert. In Nürnberg ist der größte Glühwein Händler ansässig (Firma Gerstacker), der 80% des Glühweinbedarfs der Weihnachtsmärkte abdeckt.

Zu den Besuchern der Weihnachtsmärkte im Allgemeinen zählen Angestellte, Studenten, sowie Rentner, die zusammen 75 % des Besucheraufkommens ausmachen. 84 % der Besucher kommen in Begleitung (Stand 2001). Zu den Motiven der Besucher zählen vorrangig das Essen / Trinken, gefolgt vom Geschenkekauf, Bummeln und Schlendern, sowie das Treffen von Freunden.

Der Weihnachtsmarkt in Mainz lockt das Publikum unter Anderem mit der größten Glühweintasse der Welt, einem Weihnachtsdorf mit Lagerfeuerromantik vor dem Druckladen des Gutenberg Museums, sowie der traditionellen Märchenaufführung im Mainzer Staatstheater. Des Weiteren wird handgemachtes Spielzeug angeboten. Lebensgroße handgeschnitzte Krippenfiguren befinden sich vor der Gotthardkapelle des Domes St.Martin. Die neun Meter hohe, sich drehende Spieluhr ist ebenfalls ein attraktiver Programmpunkt.

Weihnachtsmärkte bieten stets ein breitgefächertes und interessantes Angebot. Auf diese Weise gelingt es, die vorab erwähnten hohen Umsätze durch hohe Besucherzahlen zu erzielen.

Quellen:

http://www.mainz.de
http://www.Spiegel.de (09.12.0214)
http://www.IMOHA.de (Institut zur Erforschung und Förderung des mobilen Handels GmbH)