Archiv der Kategorie: Universität

Der Fachschaftsrat Publizistik

Die Sonne scheint recht schüchtern über die Dächer der Jugendherberge Don Bosco, als ich mich mit Stephan Thalmann (21), Mitglied des Fachschaftsrats für Publizistik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, unterhalte. Bereits seit dem Wintersemester 2015/16 ist Stephan nach einer kurzen Probezeit zu einem festen Teil des Fachschaftsrats geworden und engagiert sich seither mit den anderen circa 30 Publizistikstudierenden ehrenamtlich.

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Stephan Thalmann kurz vor dem Beginn der Medienstudierendentagung

Doch was macht so eine Fachschaft überhaupt?

Die Fachschaft ist eine von den Studierenden selbstverwaltete Institution, die als Interessenvertretung agiert. Darüber hinaus, nehmen wir an studentischen Gremien teil, veranstalten Events und stehen in engem Kontakt mit dem Institut für Publizistik (IfP) und unseren Alumni.

Welche Events organisiert ihr denn für die Studierenden? Weiterlesen

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Ab ins Ausland – mit ERASMUS in die Welt

Für viele Studenten ist es ein Traum, ein Semerster lang im Ausland zu studieren. Das von der EU geförderte Finanzierungsprogramm ERASMUS, macht dies möglich. Viele Studenten überlegen, nächstes Semester ihren Auslandsaufenthalt zu absolvieren,  doch wie läuft so etwas eigentlich ab?

Eine Studentin,die ein Semester lang in Frankreich war, ist Bianca. Die 25 jährige Jura Studentin aus Mainz war 2015 für sechs Monate im Ausland. Gegenüber dem Blog Onlinejournalismus, hat sie eifrig von Ihren Erfahrungen berichtet.

Wie würdest du kurz zusammengefasst deine Erfahrungen in Frankreich beschreiben?

Die Erfahrung in Frankreich war unbeschreiblich schön. Man wird vor so viele Herausforderungen gestellt, wie zum Beispiel ein Bankkonto im Ausland eröffnen, neue Freunde finden und sich ein Sozialleben aufbauen. Es ist fast so, als würde man in eine andere Welt geworfen werden. Als ich über Weihnachten nach Hause gefahren bin, hat sich das total fremd angefühlt, wie als würde man in zwei Welten leben. Das ist mir auch am Anfang echt schwer gefallen.

 

Was war für dich die größte Herausforderung in Frankreich?

Die größte Herausforderung war für mich die Sprache. Ich habe Nächte lang am Küchentisch gesessen und mit meiner Mitbewohnerin französisch geübt. Vor der Zeit in Frankreich hatte ich ein Sprachlevel von B1 und nach den sechs Monaten ein Sprachlevel von C1. Somit hatte sich mein französisch um eine ganze Stufe verbessert. Nach den ersten Monaten, konnte ich dann auch den Vorlesungen besser folgen sowie die Hausaufgeben einfacher erledigen. Das ist schön und motiviert einen sehr, wenn man bei sich selbst Fortschritte erkennt. Wenn es aber um Fachsprache geht, hatte ich auch nach dem Jahr noch einige Probleme, aber das hat sich zum Glück in Grenzen gehalten. Man wird aber in dieser Zeit so erwachsen, da man vor so viele neue Herausforderungen gestellt wird, was aber im Nachhinein total positiv war.

Du warst ja am Anfang ganz alleine dort. Wie hast du dort Anschluss gefunden? Weiterlesen

Der schnellste Sport auf zwei Beinen

Der neue Hochleistungssport Lacrosse

(c) mainzmusketeers

Lacrosse ist die neu aufkommende Sportart in Deutschland. Sie wird seit langem in den USA betrieben und geliebt. Nun hat dieses Fieber Deutschland ergriffen.

Lacrosse beinhaltet Elemente aus vielen verschiedenen Sportarten, wie American Football, Basketball, Feld- und Eishockey und Fußball.

Es spielen zwei Mannschaften gegeneinander, die bei den Damen je aus 12 Spielern bestehen und bei den Herren aus 10. Gespielt wird mit einem speziellen Schläger, der „Stick“ genannt wird.

Das Ziel ist es mit sehr viel Laufarbeit und geschickten Passspiel mehr Tore zu erzielen, als der Gegner. Der Ball darf mit dem Stick geworfen, gefangen, vom Boden aufgenommen und beliebig weit getragen werden. Weiterlesen

Wenn Lernen krank macht

Januar – viele verbinden mit diesem Monat wahrscheinlich nicht mehr als den Start in ein neues Jahr und die kalte Jahreszeit. Doch für Studenten bedeutet der erste Monat im Jahr: Lernen, lernen, lernen. Denn im Februar beginnen für die meisten die Prüfungen. Und neben den hunderten Folien, die gelernt werden müssen, gibt es auch noch Präsentationen zu halten und Hausarbeiten zu schreiben. Wie gehen Studierende mit diesen Belastungen um und wie gestresst sind sie wirklich?

stresslevel-studierendeEine Studie aus dem letzten Jahr zeigt: Studenten in Deutschland sind im Vergleich zur gesamten Bevölkerung überdurchschnittlich gestresst. Mit 53,1 Prozent wiesen mehr als die Hälfte der Befragten Studierenden ein hohes Stresslevel auf. Damit sind sie sogar gestresster als Beschäftigte in der Arbeitswelt. Weiterlesen

Irgendwas mit Medien

Eine ehemalige Studentin der Kommunikationswissenschaft berichtet über die Qual der Wahl in der Medienbranche.

Anna Stephan-Odenthal hat dieses Jahr ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaften an der Universität Hohenheim in Stuttgart beendet. Zur Überbrückung der Zeit zwischen ihrem Bachelor- und Masterstudium möchte sie die Zeit mithilfe von Praktika nutzen, um herauszufinden wie die beruflichen Perspektiven in der Medienbranche sind.

Warum hast du dich für den Studiengang Kommunikationswissenschaften entschieden?

A: Entschieden habe ich mich dafür, weil ich während meiner Schulzeit in der Leverkusener Redaktion des Kölner Stadt Anzeigers als Junge Zeiten-Redakteurin gearbeitet habe. Dort habe ich meine ersten journalistischen Erfahrungen gesammelt.
Das Schreiben liegt mir und macht mir auch Spaß, aber durch diese Erfahrung wusste ich, dass mich Journalismus interessierte, aber ich mir nicht vorstellen könnte im späteren Berufsleben für eine Lokalredaktion zu arbeiten. In der Schule haben wir einen Studienführer der Bundesagentur für Arbeit bekommen, in dem ich dann nach Studiengängen, die etwas mit Medien zutun haben gesucht habe bis ich auf diesen Studiengang kam. Ich fand heraus, dass die Kommunikationswissenschaften breit gefächert sind und dachte mir, dass mir damit verschiedene Türen offen stehen könnten.

Haben sich deine Erwartungen letztendlich erfüllt?

A: Ja, das kann man so sagen. Dadurch, dass wir verschiedene Module und Vertiefungen hatten, konnte ich einen Einblick in unterschiedliche Medienbereiche wie PR, Werbung, Marketing und Medienrecht bekommen. Außerdem haben wir einige Forschungsprojekte sowie praktische Seminare gemacht. In den Seminaren hat mir besonders der praktische Bezug gefallen.

Du hast ja im Sommersemester diesen Jahres deinen Bachelor Abschluss gemacht.
Was machst du jetzt damit?

A: Den Bereich des Journalismus wollte ich fürs Erste nicht weiter verfolgen. Ich wusste aber, dass mir das Schreiben immer noch gefiel. Eine Vertiefung in PR, die ich sehr spannend fand, zeigte mir wie vielfältig das Fach der PR ist. Ich entschloss mich dazu zwischen Bachelor und Master ein Jahr Pause zu machen, um berufliche Erfahrung zu sammeln und um mich selbst zu fragen was will ich, was kann ich und vor allen Dingen was will ich nicht. Ich bekam ein Praktikum für drei Monate in der PR-Agentur fischerAppelt in Hamburg und habe dort in dem Bereich der Produkt- und Kampagnen-kommunikation für Pharmaunternehmen gearbeitet. Ab Dezember werde ich ebenfalls in Hamburg für weitere drei Monate noch ein Praktikum in der PR-Agentur Edelman im Bereich der Food and Beverage Markenkommunikation machen.
Vorerst habe ich mich gegen Journalismus entschieden, weil es mir zu beschränkt erscheint, während ich in der PR mehr Abwechslung finde, aber dennoch redaktionell tätig bin.

Hat es dich abgeschreckt in den Bereich des Journalismus zu gehen, weil viele sagen, dass dieser keine Zukunft mehr hätte?

A: Gute Frage. Ja schon, also ich habe in der Zeitung und auch während meines Praktikums beim ZDF mitbekommen, dass Journalisten kaum fest eingestellt werden.
Als Freiberufler wäre für mich auf Dauer als einziges Standbein keine Lösung, gerade in Bezug auf Familiengründung in der Zukunft würde ich mich damit nicht abgesichert genug fühlen.

Du sagtest du hast dich nach dem Studium dazu entschlossen ein Praktikum in einer PR Agentur zu machen. Gab es einen Grund weshalb es in einer Agentur und nicht in einem Unternehmen war?

A: Also ich möchte an sich gerne beide Seiten kennen lernen. Mir wär es wichtig, dass ich in dieser Zwischenzeit viel lerne und habe gehört, dass dies am besten in einer Agentur sei. Außerdem könnte ich durch diese Erfahrung wertvoller für Unternehmen sein, wenn ich dann in die Unternehmenskommunikation ginge.

Findest du, dass dein Studium dich für das zukünftige Berufsleben genug vorbereitet hat?

A: Ja das finde ich schon. Obwohl wir im Vergleich zu einer Ausbildung oder einer Fachhochschule praktisches an der Uni kaum gemacht haben, hat das theoretische Wissen mir sehr geholfen ein Verständnis für die Arbeit zu bekommen. Dadurch, dass wir viele Forschungsprojekte hatten, glaube ich, hat das einen enormen Vorteil gegenüber anderen Mitbewerbern.

Weißt du jetzt schon wo deine berufliche Zukunft liegt?

A: Ich glaube sie liegt in der PR, da sie sehr vielfältig und kreativ ist und man alltäglich mit verschiedenen Kunden und Projekten zutun hat. Ein weiterer Vorteil meiner Meinung nach ist, dass ich festeingestellt werden kann, was mir ein größeres Sicherheitsgefühl gibt und es bestehen mehr Karrieremöglichkeiten.

Zum Schluss würde ich dich gerne noch fragen: Was würdest du Studienanfängern mit auf den Weg geben?

A: Seid aufmerksam und guckt was euch interessiert, damit ihr direkt den richtigen Weg einschlagen könnt. Probiert so viel wie möglich aus, macht das worauf ihr Bock habt und nicht vieles einfach um was gemacht zu haben. Ganz wichtig viele Praktika! Das ist das was uns in dieser Branche auszeichnet. Für die, die sich auch für den Bereich der PR interessieren, sollte man beachten, dass man in einer Agentur Dienstleister, man schafft und kreiert Kommunikation. Im Unternehmen hingegen ist man selbstständig und steuert die Kommunikation.

Vielen Dank für das Interview.

Interview: Alleine wohnen in Mainz

 

Hallo Alicia. Schön, dass du dir die Zeit nimmst uns von deinem Leben hier in Mainz zu erzählen .

Du wohnst in einer Einzimmer-Wohnung in Mainz-Bretzenheim. War das eine bewusste Entscheidung ?

Durch diverse Internetplattformen habe ich Einblicke in verschiedene Lebensweisen erhalten. Unterschiedliche Personen haben hier ihre Erfahrungen mit Wohngemeinschaften (auch Zweck-WGs) geteilt. Da die überwiegende Argumentation der User für eine Einzimmerwohnung sprach, habe ich mich damit auseinandergesetzt, was für mich am besten ist. Die endgültige Entscheidung traf ich allerdings gemeinsam mit meinen Eltern.

Wo siehst du Vorteile im alleine leben? Was vermisst du?

Die Vorteile einer Einzimmer-Wohnung sind für mich ganz klar: Ich als Frau brauche natürlich morgens etwas länger im Bad- da ist es angenehmer, sich morgens in Ruhe fertig machen zu können, ohne dass ungeduldige Mitbewohner das Badezimmer „stürmen“ möchten. Außerdem bin ich um einiges eigenständiger, da ich für mich alleine sorge, und alle anfälligen Hausarbeiten selbst erledige(n muss). Ich denke, dass mir das wirklich beim erwachsen werden hilft. Natürlich ist ein weiterer Pluspunkt insbesondere in der Klausurphase, dass ich jederzeit ungestört lernen kann.

Auf der anderen Seite kann es allerdings leicht dazu kommen, dass man sich schnell etwas einsam fühlt. Wenn man nach einem anstrengenden Uni-Tag nachhause kommt ist es schön, dass man sich Zeit für sich selbst nehmen kann. Jedoch wünsche ich mir manchmal eine Person, die mich abends mit einem Lächeln im Gesicht begrüßt und danach fragt, wie mein Tag war.

Denkst du, dass ,,alleine wohnen’’,vor allem während des Studiums schwieriger oder leichter ist als in einer Wohngemeinschaft? Warum ?

Ich denke, dass es gerade im Studium schwieriger ist,alleine zu wohnen. Einfach weil sich der Student in einer Lebensphase befindet, in der er sich selbst finden muss. Soziale Kontakte (Mitbewohner einbezogen) helfen einem jungen Menschen oft dabei den richtigen Weg zu finden.

.Viele „Neu-Mainzer“ lernen ja vor allem durch ihre Mitbewohner neue Freunde kennen. Welche anderen Möglichkeiten kannst du empfehlen,um auch außerhalb des Studiums Freundschaften zu schließen ?

Als ich eine „Neu-Mainzerin“ war, kannte ich kaum Leute in meiner neuen Wahlheimat. Es ist besonders wichtig,offen zu sein und auf andere zuzugehen. Sei es im neuen Minijob, im Fitnessstudio oder beim Unisport. Man hat überall die Möglichkeit tolle neue Menschen kennenzulernen, gerade weil in Mainz so viele junge Studenten leben.

Vielen lieben Dank für deine Zeit Alicia und weiterhin alles Gute für deine Zeit hier bei uns in Mainz.

„Mein Ziel ist es, die Studenten zum Nachdenken anzuregen.“ – über den Alltag im AStA

Vom Allgemeinen Studierendenausschuss, kurz AStA, hat jeder Student schon einmal gehört. Er vertritt die Studierenden und stellt die ‚Regierung‘ dieser dar. Aber was genau macht der AStA eigentlich? Die Studentin Carla U. bekleidet ein Ehrenamt im Allgemeinen Studierendenausschuss der Hochschule Bingen und berichtet von ihrer Arbeit.

Carla, du bist selbst im AStA der Technischen Hochschule Bingen. Wie genau sehen die Aufgaben des Allgemeinen Studierendenausschusses vor Ort aus?

„Der AStA hat ganz verschiedene Aufgaben. Zum einen sind wir in verschiedene Referate unterteilt, zum Beispiel das Kultur-, Sozial- oder auch Umweltreferat. In dem bin ich auch selbst tätig. Da werden Veranstaltungen geplant und durchgeführt. Weil die Hochschule in Bingen verhältnismäßig klein ist, haben wir hier keine Fachschaften. Der AStA übernimmt deshalb auch die Planung von Partys, dafür gibt es bei uns sogar ein eigenes Referat. Ein internationales Referat gibt es auch, dort wird zum Beispiel ausländischen Studenten die Integration an der Uni erleichtert. Öffentlichkeitsarbeit gehört auch mit dazu, schließlich muss man ja auch für die Veranstaltungen und den AStA selbst werben.“

 

Wie kamst du dazu, Teil des AStAs zu werden? Welche Vorstellungen hattest du von der Arbeit dort?

„Wie meine Vorstellungen aussahen…schwer zu sagen (lacht). Ich habe vor dem Studium ein FÖJ (Freiwilliges ökologisches Jahr) gemacht, dort musste ich auch immer wieder Veranstaltungen organisieren. Das hat mir schon damals Spaß gemacht. Natürlich habe ich mich nicht einfach an einem Tag dazu entschieden, beim AStA zu arbeiten. Die Sitzungen sind ja alle öffentlich, also habe ich mir da ein bisschen was angeschaut und habe mich dann nach und nach dazu entschieden. Durch die Sitzungen und die Erfahrungen aus dem FÖJ hatte ich schon eine ungefähre Vorstellung davon, was mich erwarten könnte. Das stimmte dann letztlich auch.“

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