Archiv der Kategorie: Internationales Studium

„Ich lerne für mich und meine Zukunft“

Das ist Marvin. Er ist 25 Jahre alt und lebt im Westerwald in Rheinland-Pfalz.Marvin 2

Er hat das, wovon viele in seinem Alter noch weit entfernt sind: seinen Traumjob gefunden. Und nicht nur das. Neugierde, Motivation und Ehrgeiz brachten ihm wertvolle Erfahrungen, die ihn nicht nur beruflich, sondern auch persönlich prägten.

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Ins Ausland mit Erasmus-ein Überblick

MAINZ.  Auch dieses Semester bietet die Johannes Gutenberg-Universität in Mainz wieder zahlreiche Möglichkeiten an einen Aufenthalt im Ausland zu verbringen. Dabei können Studenten zwischen verschiedensten Orten und Universitäten wählen.

Doch wie plant man so ein Vorhaben genau? Wir haben uns am Institut für Publizistik schlau gemacht und die Informationsveranstaltung am 06.11.2017 besucht.

Frühe Planung ist alles- das wurde uns nach wenigen Minuten des Zuhören klar. So endet die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2018/2019, sowie das Sommersemester 2019 am 12.12.2017. Aus gegebenem Anlass ist es daher sinnvoll sich rechtzeitig zu informieren.

Die JGU kooperiert hierbei mit dem EU-Programm ERASMUS, welches Studenten in zahlreicher Hinsicht im Ausland unterstützt. Studiengebühren entfallen, im Ausland selbst wird man bei der Koordination an der Partneruniversität unterstützt und man erhält finanzielle Unterstützung. Diese beläuft sich auf bis zu 180 Euro monatlich. Derzeit gibt es für Publizistik Studierende 61 Plätze zu belegen. Zur Auswahl stehen folgende Länder: Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Lettland, Niederlande, Schweden, Österreich, Polen, die Tschechische Republik und Ungarn. Frei wählen kann man jedoch nicht, denn für jedes Land sind entsprechende Sprachkenntnisse nachzuweisen. Vorausgesetzt ist ein Sprachniveau von B1. Dies ist wichtig, da die Kurse meist in der landeseigenen Sprache gehalten werden. Allerdings gibt es auch Universitäten deren Unterrichtssprache Englisch ist, obwohl die gesprochene Sprache des Landes eine andere ist.

Die Bewerbung selbst erfolgt über ein online auszufüllendes Bewerbungsformular. Hierbei müssen die aktuellen Noten des Studienfaches angegeben werden, sowie der oben genannte Sprachnachweis. Wichtig ist auch ein Motivationsschreiben, welches den eigenen Antrieb für ein Auslandssemester darlegt. Im Auswahlprozess wird jedoch nach Durchschnittsnote entschieden. Das Motivationsschreiben gilt dann als Auswahlkriterium, falls zwei Studenten mit der selben Note sich auf einen Platz beworben haben.

Wenn die Bewerbung erfolgreich war beginnt die Planung mit dem Studienbüro der JGU. Es werden entsprechende Kurse an der ausländischen Universität gewählt. Anschließend wird auch die Anrechnung der Studienleistungen festgelegt. Die Kommunikation mit dem Studienbüro ist sehr wichtig, da es eventuell auch zu Kursüberschneidungen kommen kann. Ist man rechtzeitig mit der Planung stellt dies aber kein Problem dar. Hausarbeiten können beispielsweise an der JGU in Absprache mit dem Dozenten vorher abgegeben werden.

Wer sich also für einen Aufenthalt an einer Partneruniversität interessiert sollte schnell handeln. Für nähere Informationen lassen sich auch Beratungstermine vereinbaren. Einzelfälle können hierbei besprochen werden und noch offene Fragen können umfangend geklärt werden. Auch auf der Webseite des Instituts für Publizistik kann man sich umfassend informieren.

 

 

Welche App lohnt sich wirklich?

Spielerisch Sprachen lernen mit diesen drei Apps

Ohne viel Aufwand neue Sprachen zu lernen ist der Traum vieler Deutschen. Mit so vielen anderssprachigen Ländern direkt vor der Tür ist das nur verständlich. Da nicht jeder Zeit und Lust hat in einen teuren Sprachkurs zu gehen, sind hier drei Apps vorgestellt, die euch das Leben leichter machen können. Weiterlesen

Pasta vs. Käsebrot

Luca Filosi (23) aus Italien verbringt mit dem europaweiten Erasmus-Programm ein Semester in Mainz und berichtet über seine Erfahrungen, Begegnungen und amüsante Essenstraditionen.

Von Chiara Hiller

Luca, du wohnst nun schon seit zwei Monaten in Mainz. Wo kommst du ursprünglich her und was studierst du?

Ich wohne mit meiner Familie in Trient, das liegt zwischen Bozen und Verona und ist die Hauptstadt von Trentino-Südtirol. Ich studiere Geschichte und bin jetzt im letzten Masterjahr.

Warum hast du dich dafür entschieden in Deutschland zu studieren?

Um mein Deutsch zu verbessern. Ich werde meine Masterarbeit über den Ersten Weltkrieg schreiben. Trient war zu dieser Zeit unter österreichischer Herrschaft, darum sind die meisten für mich relevanten Texte auf Deutsch. Außerdem ist es schön, Deutsch sprechen zu können.

Und warum Mainz?

Eine Freundin von mir hat hier vor zwei Jahren studiert und hat mir davon erzählt. Auch meine Professorin hatte mir die Universität Mainz empfohlen.

Was für Erwartungen hattest du von Deutschland?

Ich dachte, dass es viel kälter wird (lacht). Deutschland gilt in Italien als sehr starker europäischer Staat mit einer stabilen Politik und vielen guten Universitäten. Und die Menschen sollen sehr zielstrebig sein. Angst hatte ich nur vor dem deutschen Essen. Bei uns in Italien heißt es: „Die Deutschen essen nur Kartoffeln“ (lacht).

Wie war deine Ankunft in Mainz? Hast du schnell Anschluss gefunden?

In meiner ersten Woche habe ich nur etwas mit anderen Erasmus-Studenten unternommen, weil meine Mitbewohner noch nicht zurück in Mainz waren. Ich wohne mit drei anderen Studenten in einer WG im Wohnheim Kisselberg. Durch das Erasmus-Programm und gemeinsame Ausflüge an den Wochenenden habe ich schnell Leute kennengelernt.

Wie findest du Mainz als Studentenstadt?

Mainz ist toll! Einfach eine schöne Stadt und ideal für Studenten, mit vielen Bars, Clubs und einem schönen Weihnachtsmarkt. Und sehr gutem Glühwein (lacht). Der große Unicampus ist wirklich cool, weil fast alle Fakultäten an einem Ort sind und mit dem Semesterticket kommt man überall hin.

Haben sich deine Vorstellungen über die Deutschen bestätigt?

Die Deutschen sind wirklich sehr zielgerichtet und vor allem pünktlich. Und sie essen nur Brot mit Käse. (lacht)

Gibt es Unterschiede zwischen dir und deinen deutschen Freunden?

Ja, vor allem beim Essen! Für uns Italiener ist das Abendessen die wichtigste Mahlzeit am Tag und das wird erst ab 21 Uhr gekocht, während meine Mitbewohner pünktlich um 18 Uhr ihr Abendbrot essen. Aber auch ich habe neue Dinge für mich entdeckt: Müsli, Butter mit Marmelade und Spekulatius.

Zum Schluss: Würdest du anderen Studenten ein Erasmus-Programm weiterempfehlen?

Auf jeden Fall! Jeder, der die Möglichkeit dazu hat, sollte das ausprobieren. Man lernt dabei unglaublich viel und verbessert seine Sprachkenntnisse. Man lernt einerseits viel über Selbstständigkeit und andererseits Leute und Kulturen aus der ganzen Welt kennen.

Vielen Dank für deine Antworten!

Studieren in Mainz – Wie ausländische Studierende es erleben

Ariadna Blanch Lópes ist Studentin der Johannes-Gutenberg Universität Mainz. Sie studiert Publizistik im ersten Semester, mit Soziologie im Beifach. Ursprünglich kommt sie aus Barcelona. In einem Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen in Deutschland und vor allem an der Universität in Mainz.

Du bist jetzt schon eine ganze Weile hier in Deutschland. Wie gefällt es dir hier?

Ariadna: Es gefällt mir bisher sehr gut. Die Leute hier sind alle total lieb und ich fühle mich gut integriert. Bisher sind mir alle offen und ohne  Vorurteile begegnet.

Wie bist du auf die Johannes-Gutenberg Universität in Mainz gekommen?

Ariadna: Ich habe mich bei verschiedenen Universitäten in ganz Deutschland beworben. Neben Mainz auch in Stuttgart, Berlin und Karlsruhe. Eigentlich wollte ich nach Berlin, aber mein Vater wollte, dass ich nach Mainz gehe. Wir haben hier in Mainz Freunde, bei denen ich dann anfangs auch gewohnt habe. Jetzt wohne ich in einem Wohnheim in Weisenau. Außerdem war Berlin die einzige Uni, die mich nicht angenommen hat.

Inwiefern hatte deine Wahl der Universität auch etwas mit dem Studiengang zu tun?

Ariadna: Ich habe mich an jeder der Universitäten für den gleichen oder sehr ähnlichen Studiengang beworben. Die Richtung stand schon seit dem letzten Jahr fest, ich wusste genau was ich studieren wollte. Medien und Kommunikation sind in Barcelona sehr beliebte Studiengänge. Viele wollen in diese Richtung. Ich habe nur gehofft, dass ich genommen werde. Mainz war dabei eigentlich nicht meine erste Wahl. Jetzt bin ich aber sehr glücklich hier zu sein.

Wieso wolltest du gerne in Deutschland studieren, gerade weil es in Spanien ja eigentlich nicht üblich ist, dass man zum Studieren weggeht?

Ariadna: Ich bin in Barcelona auf eine deutsche Schule gegangen. Dort habe ich sowohl das deutsche, als auch das spanische Abitur abgelegt. Für mich ist es jetzt wichtig, dass ich die deutsche Sprache nicht verliere. Ein Studium in Deutschland hilft mir dabei. Außerdem wollte ich ein bisschen eigenständiger werden und es wäre mir zu langweilig geworden, wenn ich weiterhin in Barcelona geblieben wäre. Im Vergleich zu Spanien sind auch die Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland viel besser. Es ist in Barcelona wirklich sehr schwierig einen Minijob neben dem Studium zu bekommen und das Studium ist sehr teuer.

Möchtest du für immer in Deutschland bleiben?

Ariadna: Das weiß ich noch nicht. Für mein Studium auf jeden Fall, aber danach bin ich mir nicht sicher. Meine Abschlüsse, die ich hier mache sind auch in Spanien gültig, da es ein sehr internationaler Studiengang ist. Außerdem gibt es viele deutsche Unternehmer in Barcelona. Da habe ich gute Aussichten auf einen Job.

Gibt es etwas, das du besonders vermisst?

Ariadna: Mir fehlt das Großstadtleben. In Barcelona gibt es so vieles zu unternehmen. Man kann durch die Straßen laufen und an jeder Ecke etwas erleben. Für jeden ist etwas dabei. Deshalb wollte ich auch eigentlich nach Berlin. Die meisten meiner Freunde und Mitschüler sind aus Barcelona weggegangen. Viele sind auch nach Deutschland gezogen zum Studieren. Das ist sehr modern an den deutschen Schulen in Spanien. Wir stehen alle in Kontakt.

Du sprichst wirklich sehr gut deutsch. Bereitet dir die Sprache trotzdem manchmal noch Probleme?

Ariadna: Ich verstehe fast alles. Manchmal fällt es mir schwer sehr lange Texte mit vielen Nebensätzen zu lesen. Auch beim Schreiben von Texten muss ich immer über die Grammatik nachdenken. Die habe ich nicht automatisch, richtig im Kopf. Das Sprechen und Verstehen fällt mir aber viel leichter.

Nutzt du eines der verschiedenen Programme, welche die Uni für ausländische Studierende anbietet? Zum Beispiel das Sprachcafé?

Ariadna: Nein bisher nicht, aber ich fühle mich auch nicht wirklich fremd hier. Dadurch, dass ich in einer deutschen Schule war habe ich viel weniger Schwierigkeiten mit der Sprache. Ich fühle mich nicht  wie eine Ausländerin, eher wie einfach nur in einer neuen Stadt. Ich denke so geht es auch den meisten Deutschen hier. Ganz viele Studierende kommen aus anderen Städten, zum Beispiel Frankfurt oder Hanau. Ich war auch mit der Schule schon sehr oft in Deutschland und kenne die Kultur.

Vielen Dank für deine Zeit und die Antworten. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute in Deutschland und bei deinem Studium.