Archiv der Kategorie: Hochschulgruppen

Hochschulpolitik: Ein Gesicht dahinter (Teil II)

Beim Schlendern über dem Campus bin ich auf Annas Wahlplakat für die Senatwahlen an der JGU aufmerksam geworden.

Warum es schwierig ist, Studierende mit Hochschulpolitik zu erreichen und ob ein Muster-Profil als Jura-Studentin ein Muss ist: Anna Wang im Gespräch.

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Hochschulpolitik: Ein Gesicht dahinter

Beim Schlendern über dem Campus bin ich auf Annas Wahlplakat für die Senatwahl an der JGU aufmerksam geworden. Wie die Jura-Studentin auf ihr hochschulpolitisches Engagement gekommen ist und was diese Arbeit ausmacht: Anna Wang im Gespräch. (Zweiteilige Interviewreihe)

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Der Fachschaftsrat Publizistik

Die Sonne scheint recht schüchtern über die Dächer der Jugendherberge Don Bosco, als ich mich mit Stephan Thalmann (21), Mitglied des Fachschaftsrats für Publizistik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, unterhalte. Bereits seit dem Wintersemester 2015/16 ist Stephan nach einer kurzen Probezeit zu einem festen Teil des Fachschaftsrats geworden und engagiert sich seither mit den anderen circa 30 Publizistikstudierenden ehrenamtlich.

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Stephan Thalmann kurz vor dem Beginn der Medienstudierendentagung

Doch was macht so eine Fachschaft überhaupt?

Die Fachschaft ist eine von den Studierenden selbstverwaltete Institution, die als Interessenvertretung agiert. Darüber hinaus, nehmen wir an studentischen Gremien teil, veranstalten Events und stehen in engem Kontakt mit dem Institut für Publizistik (IfP) und unseren Alumni.

Welche Events organisiert ihr denn für die Studierenden? Weiterlesen

Engagement neben dem Studium: Die Fachschaften und ihre Aufgaben

Sie organisieren Partys, helfen bei Fragen rund um das Studium und sind Bindeglied zwischen studentischen Interessen und den Lehrstühlen von Universitäten. Die Rede ist von Fachschaften. Doch was genau ist eine Fachschaft, wer kann ihr beitreten und was für Aufgaben hat sie?

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Solidarisch, kulinarisch, knallig – Internationales Abendessen im Peng

Uganda, Russland, Türkei und Indien … in Mainz! Unmöglich? Beim Internationalen Abendessen am Donnerstag, dem 10. Dezember anlässlich des Tags der Menschenrechte durfte man im Peng genau dieses Feeling haben.

Muss nur noch kurz die Welt retten /
und gleich danach bin ich wieder bei dir /
irgendwie bin ich spät dran /
fang schon mal mit dem Essen an

Mit dem Essen anfangen? Tim Bendzko meint in seinem Lied „Nur noch kurz die Welt retten“ vielleicht die ganzen Hochschulgruppen, die am Donnerstag, den 10.12. im Peng zusammen speisten, einander kennenlernten, zusammen Spaß hatten und mit ihren vorgestellten Programmen auf ihre ganz eigene Art und Weise versuchen, die Welt ein Stückchen zu retten. Am Internationalen Tag der Menschenrechte fanden sich unter anderem Greenpeace, Amnesty International, stay, Viva con Agua und Teachers on the road in den Räumlichkeiten des Peng zusammen. Weiterlesen

Zauberer, Kurzsichtigkeit und Hip Hop

Bei der 200. Sendung des Campus TV Mainz kommt jeder auf seine Kosten

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Mainz. „Ich freue mich sehr auf meine erste Live-Sendung,“ sagt Marvin Neumannn, der neue Moderator des „Campus TV Mainz“, mit einem Leuchten in den Augen. Die heute, am 19. Dezember, ausgestrahlte Sendung ist nicht nur besonders, weil sie live ist, sondern auch weil es die 200. Sendung des Studierenden-Senders ist. Das seit 1999 bestehende „Campus TV Mainz“ ist eine Initiative von Studenten verschiedenster Fachbereiche. Wöchentlich freitags um 18.30 Uhr werden Sendungen zu unterschiedlichen Themen, die im Allgemeinen das Studium oder das Studentenleben in Mainz behandeln, beim Sender „OK:TV Mainz“ gezeigt. Wer diese verpasst, kann sich die Beiträge regelmäßig auch im Internet anschauen. Ebenso funktioniert es bei der heutigen Live-Sendung: Um 18.30 Uhr kann man sie sowohl im Fernsehen als auch im Internet verfolgen. Dabei deckt das Team eine Bandbreite von Themen ab, von Sport im Freien, über Zauberer, bis hin zu Kurzsichtigkeit werden viele Geschmäcker bedient. Außerdem steht die Frage „was passiert mit dem Inter1, müssen die Studenten ihre Wohnung räumen, da es zum Medienhaus umgebaut wird?“ im Mittelpunkt der Sendung, weil sie für viele Mainzer Studenten von Interesse sein wird.
Ein Highlight der Sendung werde auch der Auftritt der Hip Hop Combo „47 Garage Gang“ sein. „Die Hip-Hop Artists haben wir uns ausgesucht, weil wir zum Einen noch nie Hip Hop in der Sendung hatten und zum Anderen die Texte von ihnen echt lustig sind,“ freut sich Neumann. Zusätzlich dazu werde der Moderator als Zauberer „Gandalf“ aus der Filmtrilogie „Herr der Ringe“ auftreten. Man könne sich also „auf eine wirklich unterhaltsame Sendung gefasst machen, die auch noch die ein oder andere Überraschung parat hat.“

Dass Campus TV Team freue sich auf die Live-Sendung und hoffe auf zahlreiche Zuschauer. Für diese gibt es auch etwas zu gewinnen: Noch bis 18 Uhr kann man auf der facebook-Seite des Senders eines von jeweils drei Büchern „Endlich Mainz“ und „Endlich Studium“ gewinnen.

Den Stream zur Live-Sendung und weitere Informationen findet man unter http://www.campus-tv.uni-mainz.de/.

Menschenrechtsmob macht mächtig Radau

Raif Badawi wurde zu 1.000 Peitschenhieben verurteilt - und das nur, weil er in Saudi-Arabien sagte, was er wollte: © Amnesty International

Raif Badawi wurde zu 1.000 Peitschenhieben verurteilt – und das nur, weil er in Saudi-Arabien sagte, was er wollte: © Amnesty International

Das Café Awake im Herzen der Mainzer Altstadt ist am Mittwochabend des 3. Dezembers von angeregtem Getuschel erfüllt. Unter dem Motto „Make some noise!“ veranstaltete die Hochschulgruppe Amnesty International eine Lesung zum Tag der Menschrechte im warmen Wohnzimmerflair des verglasten Etablissements.

Mainz. 19.30 Uhr, draußen ist es bereits stockdunkel, die Dezemberfrostwinde geben ihr Bestes, allen Menschen eine Erkältung zu verpassen. Die Möblierung des Café Awake mitten in der Mainzer Altstadt erinnert gleich an Wohnzimmer, dunkle Ledercouch, Tischlampen, verzierter Wandspiegel. Und mitten in diesem heimeligen Hausrat verteilt sich eine circa 30-köpfige Gruppe von engagierten jungen Leuten der Amnesty International Hochschulgruppe der Uni Mainz.

Angeregtes Getuschel, lebhaftes Rascheln von Papier, heiteres Geplauder der übrigen Gäste. Die Lesung der Amnesty International Hochschulgruppe im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember beginnt unter dem Motto „Make some noise!“, was so viel heißt wie „Macht ein bisschen Lärm!“. An diesem Abend stehen Texte zu Freiheit, Menschenrechten, Rassismus und anderen Themen auf dem Plan. Prosa, Drama, Lyrik, ganz egal.

Mirko Luthermann von der Amnesty-Gruppe tritt hervor, es kehrt Ruhe ein, er beginnt mit dem bissigen Gedicht „Hymne auf die Zukunft“ von Ann Cotten, einer deutschsprachigen Schriftstellerin. In ihr kritisiert die Autorin mit scharfzüngigem Zynismus den Hochmut Europas gegenüber der internationalen Gemeinschaft, die ungerechte Wohlstandsverteilung, die Ausbeutung in den globalen Produktionsketten, Frontex und nicht zuletzt die Heuchelei im Ölgeschäft.

Eine andere Geschichte mit dem Titel „Spaghetti für zwei“, geschrieben von Federica de Cesco aus dem Jahr 1975, liest eine junge Dame vor. In der Kurzgeschichte unterliegt der 14-Jährige Heinz dem sehr peinlichen Missverständnis, dass die Suppe, die er im Schnellrestaurant bestellt hatte, schamlos von einem schwarzen Jungen, ohne überhaupt um Erlaubnis zu bitten, mitgegessen wird. Er versucht sich selbst durch Vorurteile zu erklären, wieso der Junge seine Suppe verspeist und denkt dann, dass dies bei Asylbewerbern aus Afrika nun mal üblich sein wird. Das geht bald soweit, dass Heinz herausfordernd zu einem Löffel greift und die Suppe ohne jegliche Worte mitisst. Sein Gegenüber am Tisch bestellt anschließend ebenso wortlos Spaghetti, diesen verspeisen die beiden auch wieder. Heinz entdeckt seine kaltgewordene Suppe am Nachbarstisch, wird puterrot und der Junge bricht in schallendes Gelächter aus. Der schwarze Junge heißt Marcel und verabschiedet sich in perfektem Deutsch.

Der nächste Text ist ein schrecklich homophober Artikel von Matthias Matussek. Bei der Vorlesung hatte man schon fast den Eindruck, der Artikel sei reine Ironie, denn die Argumentation ist verachtend, selbstentlarvend und radikal katholizistisch. Was man bei dem Titel „Ich bin wohl homophob. Und das ist auch gut so“ nicht sehr viel anders hätte erwarten können. Vielen wird klar, eine derartige Einstellung ist weder förderlich für die Stärkung der Menschenrechte, noch dem Respekt vor der Vielfalt menschlichen Lebens.

Viele andere interessante Texte regen weiter zum Nachdenken an. Dann wird noch auf den weltweiten Briefmarathon von Amnesty International hingewiesen, dieses Jahr sollen damit bis zum 17. Dezember Millionen von Briefen verschickt werden, die Menschen, welche justizieller und politischer Willkür ausgesetzt sind, zur Befreiung verhelfen sollen. Unter ihnen sind Whistleblower Chelsea Manning aus den USA, Bürgerrechtsaktivistin Liu Peng aus China, Gewaltopfer Paraskevi Kokoni und ihr Sohn aus Griechenland, Raif Badawi aus Saudi-Arabien und Folteropfer Moses Akatugba aus Nigeria. Dem Briefmarathon kann man sich auch online über die Homepage von Amnesty International anschließen.

Am Mittwoch, den 10. Dezember endet die Veranstaltungsreihe am Tag der Menschenrechte mit einem internationalen Abendessen im „Pengland“ Mainz. Jeder ist herzlich eingeladen, sich zu informieren, Fragen zu stellen und miteinander auszutauschen.

Den Eindruck macht die bunte Hochschulgruppe an diesem Abend allemal.