Archiv der Kategorie: Theater

Drama auf Tschechisch

Seit der Premiere am 19. Januar 2019 ist Leoš Janáčeks Oper Kátja Kabanová im Staatstheater Mainz zu sehen. Die tschechische Oper in drei Akten basiert auf dem Drama „Gewitter“ von Alexander Ostrowski. Inszeniert von Lydia Steier, baut die Produktion auf der Opernvorstellung des Staatstheaters Oldenburg von 2012 auf.

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Knapp bei Kasse aber kein Problem: Ein Guide für Studenten

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Studenten sind bekanntlich alles andere als reich. Zwischen Studiengebühren, Miete und Geld für Essen bleibt oft wenig übrig für kreative Freizeitgestaltung die mehr kostet als ein Netflix-Abo. Für alle, die chronisch leere Taschen haben oder einfach gerne ihr Sparschwein mästen, hier ein paar Tipps um trotz geringem Budgets das Leben voll zu genießen.

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Herrengedeck – „Wow, einfach nur wow“

Am 02. Dezember feierte der selbst proklamierte „witzigste Podcast Europas“ Herrengedeck – der Podcast mit Ariana und Laura seinen ersten Geburtstag im Columbia Theater in Berlin.

Unter dem Motto „Eine Fahrt nach Parchim“ gestalteten die beiden Frauen eine Folge ihres Podcasts und nahmen die Zuhörer in Arianas famosen Smart mit auf eine Autofahrt nach Parchim. Parchim ist eine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern und Lauras Heimat. Weiterlesen

Ohrfeige, Origami und Orangenkuchen – Ein Tag auf der Mainzer Büchermesse

Das Publikum wartet geduldig, bis Khider in ihrer Mitte Platz nimmt. Er schaut sich die Zuhörer an, die ihn umrunden und fängt schließlich anzu sprechen. Seine Stimme ertönt laut und deutlich über das Mikrofon. Lediglich der irakische Akzent führt hin und wieder zu einem kurzen Stocken. Die Zuschauer scheint es nicht zu stören, alle hören gebannt zu.  

Abbas Khider hat am Samstag den 18.November 2017 im Rahmen der Mainzer Büchermesser aus seinem Roman „Ohrfeige“ gelesen. Weiterlesen

„La Cage aux Folles“ im Mainzer Staatstheater

Seit Mitte Oktober wird am Mainzer Staatstheater das Musical „La Cage aux Folles“ aufgeführt. Das Stück wurde 1973 geschrieben, doch hat bis heute nichts an seiner Aktualität verloren.

Die Darsteller des „Cage aux Folles“ (c) Andreas Etter

Die Geschichte dreht sich um das schwule Paar George und Albin, die seit 20 Jahren zusammenleben. George ist Betreiber des erfolgreichen Nachtclubs „La Cage aux Folles“ (Käfig der Narren), in dem Albin als gefeierter Travestiekünstler auftritt. Für George kommt es sehr überraschend, als sein Sohn Jean-Michel verkündet, er wolle heiraten. Das Problem: Die Eltern seiner Freundin möchten erst seine Familie kennenlernen, bevor sie der Heirat zu stimmen. Der Vater ist allerdings ein konservativer Politiker, der George‘s Nachtclub schließen will. Jean-Michel möchte seine Familiensituation vertuschen und bittet seinen Vater, für den Besuch eine „normale“ Familie vorzuspielen, seine Mutter, eine Showgirl, mit dem George eine Affäre hatte, einzuladen und Albin für eine Nacht auszuquartieren. Wie zu erwarten ist Albin davon alles andere als begeistert…

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„Es ist eine andere Welt.“

Ballett: Zwischen Hochleistungssport und Kunst, zwischen blutigen Füßen und Eleganz

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Nach dem Abitur Studieren oder doch ein Auslandsjahr? Diese Frage stellt sich nicht jedem.
Sarah Altherr hat vor zwei Jahren parallel zum Abitur  ihre Ausbildung zur Balletttänzerin abgeschlossen. Sie berichtet vom etwas anderen Lebensweg.
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Diagnose: Völlig durchgeknallt!

Mit Pension Schöller bringt das Staatstheater Mainz eine besonders skurrile Komödie auf die Bühne und damit nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Schauspieler selbst zum Lachen.

pension-schoellerhttp://www.staatstheater-mainz.com/web/veranstaltungen/schauspiel1617/pension-schoeller

„Ein super unterhaltsames Stück mit skurrilen Outfits, toller Maske und einem guten Maß an Übertreibung“ – Völlig begeistert kommt Theaterbesucherin Johanna Feth aus dem Theatersaal. Auch die anderen Zuschauer verlassen das kleine Haus des Staatstheaters mit einem amüsierten Grinsen auf den Lippen. Was ist wohl die letzten drei Stunden auf der Bühne geschehen?

Die Komödie handelt von der Berliner Familienpension Schöller und deren Gäste: Eine im höchsten Maß aufdringliche Schriftstellerin, ein Schauspieler mit einem ultra-lustigen Sprachfehler, ein Major, der auch in der Pensionierung das Befehlen nicht lassen kann und ein Löwenjäger, der das Abenteuer sucht. Hinzu kommen der völlig verwirrte Pensionsbesitzer und dessen hübsche Tochter, die als Butler in Männerklamotten die Pension ihres verwirrten Vaters am Laufen zu halten versucht.

Besonderes Merkmal der Produktion: Kostüm, Maske und Bühnenbild sind in Comic-Design gestaltet und jeder Charakter begleitet ein unverkennbares Geräusch.

Alfred und sein wohlhabender Onkel Klapproth, der ebenfalls ein wenig verwirrt zu sein scheint, treffen sich in besagter Pension Schöller. Während sich Alfred mit einem Fotoatelier selbstständig machen will, verlangt sein Onkel im Gegensatz zu dessen finanzieller Unterstützung seinerseits einen Abend im Irrenhaus. Alfred präsentiert seinem Onkel den Gesellschaftsabend der Pension Schöller – und gibt vor, es handele sich um eine Irrenanstalt – nicht zuletzt aus dem Grund, dass er in die Tochter des Pensionsbesitzers verliebt ist. Sein Onkel ist begeistert und völlig überzeugt von den ihm präsentierten Irren: Vom Major, mit dem er sich zum Duell herausfordert, über den Löwenjäger, der ihm eine Giraffe und Tigerbabys zuschicken lässt und ihn zu seiner nächsten Reise mitnehmen will, bis hin zur verrückten Schriftstellerin und dem Schauspieler mit dem amüsanten Sprachfehler – Klapproth ist überzeugt, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Irrenanstalt handelt.

Wenig später aber tauchen all diese Charaktere in seinem eigenen Haus auf und führen zu mehrfachen Verwicklungen. Klapproth wird seinerseits als verrückt erklärt.

Geschrieben von den Mainzer Autoren Carl Laufs und Wilhelm Jacoby bietet die Komödie Pension Schöller alles für einen gelungenen Abend: Irrwitzige Dialoge, amüsante Verwechslungen und publikumsbezogene Szenen, die nicht nur die fast ausverkauften Zuschauerreihen zum Kichern bringen, sondern auch die mitwirkendenden Schauspieler auf der Bühne in ungewolltes Gelächter ausbrechen lassen.

Absolut sehenswert!

Chiara Hiller