Archiv der Kategorie: Politik

Kommentar: Ich verstehe die Welt nicht mehr…

Ich verstehe die Welt einfach nicht mehr.

Hier sitze ich also an meinem Laptop, umgeben von Lernzettel, Vorlesungen, Schoko-Lebkuchen (don’t judge me) und den Nachrichten im Fernseher. Man möge es kaum glauben, aber bis vor mehr als einem Jahr habe ich noch nicht einmal die Nachrichten geschaut, geschweige denn mehrmals am Tag verfolgt. Das Adjektiv politikverdrossen hat mich wirklich am besten beschrieben.

Jetzt aber muss ich mich davor zügeln Spiegel Online, die Welt etc. jede halbe Stunde zu checken und zu sehen, was so alles auf der Welt geschieht. Woher dieser Wandel kam? Ganz einfach: Ich habe ein ganzes Jahr in den Vereinigten Staaten mit einer politisch-aktiven republikanischen Familie verbracht. In diesem Jahr wurde ich so stark desillusioniert, dass ich schon gar nicht mehr verstehe, wie ich nur so abgekapselt von dem allgemeinen politischen Kima, nicht nur hier in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt, sein konnte. Meine komplette naive Weltanschauung hat sich von mir ohne eine Vorwarnung verabschiedet.

Und jetzt, wo ich endlich so informiert bin, frage ich einfach mal in die Runde:

What the fuck is going on?

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Trumps Amtseinführung

Donald Trump wird 45. Präsident der Vereinigten Staaten.

Washington, 20.01.2017. Diesen Morgen ist Trump offiziell als 45. US-Präsident ins Weiße Haus eingezogen. Präsident Barack Obama begleitet seinen Amtsnachfolger zum Kapitol. Dort beginnen die Feierlichkeiten mit Musik. Die Nachwuchssängerin Jackie Evancho singt die Nationalhymne. Um 18:00 Uhr legt Donald Trump auf den Stufen des Kapitols den Amtseid ab und hält seine Eröffnungsrede. In seiner Rede sagt er, dass Amerika bei seinen Entscheidungen an erster Stelle käme und auch innenpolitisch richtet er sich ganz nach seinem Wahlkampfspruch „Make America Great Again“. Im Anschluss wird Trumps Vize Mike Pence ins Amt geschworen.  Am Abend wurde dann die Parade zum Weißen Haus durchgeführt, in der es zu vielen Protesten von Demonstranten kam.

Bo und Sunny ziehen um

Mit den Obamas verlassen auch ihre beiden Portugiesischen Wasserhunde das Weiße Haus

Als Barack Obama im November 2008 zum neuen amerikanischen Präsidenten gewählt wurde stand schnell fest, dass das Weiße Haus bald einen weiteren, in diesem Fall vierbeinigen Bewohner bekommen würde. Die Versprechen, die Obama während seines Wahlkampfes machte, waren nicht nur von politischer Natur. Seinen beiden Töchtern versprach er nämlich, einen Hund anzuschaffen, sollte er die Wahl für sich entscheiden.

Im April 2009 war es dann soweit. Die Familie erhielt den Hund als Geschenk des mittlerweile verstorbenen ehemaligen Senators Edward Kennedy. Dieser unterstützte Obama im Wahlkampf und wurde zu einem engen Vertrauten der Familie. Bo, so der Name des portugiesischen Wasserhundes, der am 9. Oktober 2008 zur Welt kam, wurde zum neuen „First Dog“. In kürzester Zeit stellte er nicht nur einen festen Bestandteil der ehemaligen „First Family“ dar, sondern eroberte auch die Herzen vieler Hundefans weltweit.

Die Rasse der Portugiesischen Wasserhunde, auf Portugiesisch „Cao de Agua Portugues“, erlangte schnell einen höheren Bekanntheitsgrad als noch in den Jahren zuvor. Aus eigener Erfahrung ist das Interesse an der Rasse in der Öffentlichkeit sehr groß, auch wenn die Hunde trotz allem eher eine Seltenheit bleiben. Wurde man nach April 2009 gefragt, um welche Rasse es sich denn handelt, konnte man sich sicher sein, dass die Leute mit: „Das ist ein Hund der Rasse, wie ihn Obamas auch haben“, etwas anfangen konnten.

Ab 2013 war Bo nicht mehr der einzige Vierbeiner im Weißen Haus, er bekam Sunny, ebenfalls Portugiesische Wasserhündin, an seine Seite gestellt. Gemeinsam hatte das Duo einen vielfältigen Dienstplan. Mit großer Freude standen sie für Fotos mit Fans bereit, Michelle Obama machte es sich zur Aufgabe, die Termine für die beiden Hunde zu koordinieren. Bo gilt als begeisterter Gärtner, immer wieder war er als Begleitung der Gartenbaufirma auf dem Gelände rund um das Weiße Haus zu sehen, wie er die Pflanzen mitbegutachtete. Auch bei offiziellen Terminen von Michelle Obama, wie dem jährlichen Besuch von Kindern in Krankenhäusern kurz vor Weihnachten oder dem Treffen mit verwundeten ehemaligen Soldaten, waren die Hunde anwesend und sorgten immer wieder für große Freude.

Die Geschichte der Portugiesischen Wasserhunde ist bemerkenswert. Als sehr arbeitswillige und intelligente Hunde halfen sie früher Familien in Portugal, den Lebensunterhalt mit der Fischerei zu ermöglichen, indem sie beispielsweise die Fischernetze wieder an Land zogen. Die wasserverrückten Tiere sind nicht nur treue Begleiter und eignen sich sehr gut als Familienhunde, sie haaren auch nicht. Dies war ein ausschlaggebender Punkt für die Obamas bei der Auswahl ihres Hundes, denn Michelle Obama leidet unter einer Tierhaarallergie.

Bo (links) und Sunny (rechts) im Herbst 2015

Bo (links) und Sunny (rechts) im Herbst 2015

Die Ära der „Portugiesen“ im Weißen Haus ist jetzt erst einmal vorüber. Fest steht, dass Bo und Sunny einen guten Job als „First Dogs“ abgeliefert haben und ihrer Rolle gerecht wurden. Nicht ohne Grund haben es die beiden Hunde auf Wikipedia, mehrfach auf Facebook und sogar als Besucher in zwei der größten US-Talkshows geschafft.  Nun bleibt es abzuwarten, ob die beiden Lieblinge unter Trump als neuer US-Präsident einen oder mehrere Nachfolger bekommen. Aus Regierungskreisen heißt es nur, dass darüber bisher keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.

„Sie sind überall und umkreisen mich“-ein Besuch bei den Kannibalen

Es ist der 20.01.2017, der Tag, an dem ich mich mit drei Freunden auf den Weg zu einem Konzert von Kannibalen mache. Genauer gesagt: Es geht zu KIZ, den Kannibalen in Zivil. Die Jungs Tarek, Maxim, Nico und ihr DJ, alle vier geliebt und gefürchtet für ihren satirischen Hip-Hop-Rap, geben ein Zusatzkonzert. Anlässlich ihrer Tour „Hurra, die Welt geht immernoch unter“ zieht es sie in die Stadthalle nach Offenbach.

Aliengehirn und Zwergkanninchen-ein langer Weg zu den Kannibalen

Die Zugverbindung von Mainz nach Offenbach dauert ohne Umstieg circa eine Stunde.
Wer seine Konzertkarten für knapp 35€ bei Eventim () gekauft hat, der kann sich über eine kostenlose An-und Abreise am Tag des Events freuen (Vorausgesetzt, man liest das Kleingedruckte auf den Karten.) Nachdem wir die Deutsche Bahn unterstützt haben, kommen wir schließlich am Marktplatz in Offenbach an. Wir treffen Menschen, die den gleichen Weg wie wir vor uns haben und nutzen den Supermarkt Rewe, um uns für den Weg zur Stadthalle einzudecken. Ich bin begeistert vom Tomatenangebot und erstatte eine seltsam geformte Tomate, die wir liebevoll „Aliengehirn“ nennen.
Der Fußweg vom Bahnhof zur Stadthalle dauert dreißig Minuten und führt an diversen Tierhandlungen mit süßen Zwerkanninchen vorbei. Zum Glück gibt es Google Maps und einen Menschen mit vollem Datenvolumen, denn keinerlei Wegschilder weisen uns den Weg zu KIZ. Immerhin, man muss nirgendwo abbiegen sondern läuft der Nase nach zur Stadthallen, falls, wie gestern, alle Buslinien streiken.

„Soll ich hier vor die Bühne pinkeln?“ „Klar, mach doch“

Vor der Stadthalle finden wir glücklicherweise keine Riesenschlange vor und kommen nach Vorzeigen des Tickets und einer kurzen Taschenkontrolle schnell in die Halle. Die Garderobe kostet 1,50€. Sowohl dort, als auch vor der Toilette sieht man keine Riesenschlange.
Die Riesenschlange ist im eigentlichen Konzertraum. Sie hat blondgefärbte Haare und trägt einen Nasenpiercing. Noch vor dem Konzert lässt sie keinen Menschen vorbei und beschwert sich, wenn Konzertbesucher sich an ihr vorbeidrängen, um auf die Toilette zu gehen. Dabei ist der Konzertsaal nicht einmal allzu voll und viele KIZ Fans sitzen auf bereitgestellten Stühlen.
Die Infrastruktur in der Stadthalle ist theoretisch ideal, leider kann man mit der Höflichkeit der Fans nicht immer rechnen. Dazu später mehr.

Der Papst reist an

Pünktlich um 19 Uhr beginnt die Vorgruppe Audio 88 und Yassin mit ihrer Show. Die Artists sind als kirchliche Oberhäupter wie Papst und Bischof verkleidet und unterhalten das Publikum mit Songs, die alle mitsingen können. Die Kostüme passen zu ihrem aktuellen Hit „Halleluja“ und stimmen die Menge, die offenbar nicht streng katholisch ist, ein.
Nach einer viertelstündigen Pause nach den Kirchenleuten sind sie schließlich da, die Kannibalen.

Hier eine kleine Songauswahl der Vorgruppe:
„Halleluja“
„Schellen“
„Asia Box“

Mein erster Moshpit

Zugegeben muss man sagen, dass Konzerte nicht der Ort sind, den man aufsuchen sollte, wenn man klaustrophobisch veranlagt ist. Wenn die Stimmung bei Audio 88 und Yassin schon brodelte, kocht sie über bei der Ankunft von KIZ. Vier riesige Statuen der Band stehen auf der Bühne, vornedran ihre menschlichen Versionen. Währen ich versuche, das simple und beeindruckende Bühnenbild auf mich wirken zu lassen und gerade anfangen will, die erste Line mitzurappen, springt mir ein Fremder ins Kreuz. Ich drehe mich um und sehe, dass ich umringt von einigen Leuten bin, die sich anrempeln. Sie sind überall und umkreisen mich. Ich denke mir: „Gut, das ist also ein Moshpit, du rempelst mal zurück.“ Ich habe den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, da hüpft ein übergewichtiger Mann ohne T-Shirt auf mich zu. „Urlaub fürs Gehirn“- der Song, der gerade gespielt wird, spiegelt meine geistige Lage. Ich hüpfe ihm entgegen und habe das Gefühl wie Harry Potter gegen eine Wand zu laufen. Leider lande ich nicht am Gleis 9 ¾ sondern auf dem Boden. Der Hänkel meiner Handtasche ist gerissen und Leute trampeln darauf herum. Ich habe das Gefühl, dass gleich noch eine wichtige Sehne von mir reißt und ich krabbel auf dem Boden, um meine Tasche zu suchen. Nun gut, jetzt ist die Tasche ja schon hinüber, dann kann ich ja auch weitermachen.“Spast“, das ist der nächste Song. Ja, ich weiß, auch mit diesem Song kann ich mich im Moment identifizieren. Ich halte meine Tasche in den Händen und springe gegen fremde Menschen.

Hier eine Auswahl an Songs, die KIZ gespielt hat:
„Urlaub fürs Gehirn“
„Spast“
„Geld essen“
„Verrückt nach dir“
„Hurra, die Welt geht unter“
„Boom, Boom, Boom“
„Kannibalenlied“
„Wir“
„Käfigbett“

Nackte Frauen, Terroristen und ein Baby

Wie schon erwähnt stehen während dem gesamten Auftritt vier Statuen der Rapper im Hintergrund.
Zum „Kannibalenlied“ treten vier weitere Männer auf die Bühne, die Plastikkanonen in den Händen halten und aussehen, als würden sie gleich die Halle sprengen. Angesichts der zeitigen Lage ist diese Inszenierung sehr, fast schon zu provokant. Vielleicht ist dies aber auch die Taktik, die KIZ ausmacht.
Beim Song „Käfigbett“ werden überdimensionale gespreizte Beine einer Frau aus Pappe aufgebaut. Einer der Rapper trägt eine Windel und ist mit Blut verschmiert, quasi wie ein Säugling der gerade auf die Welt kommt.
Während des Konzerts ertönen des Öfteren Kanonengeschosse und orange-weiße Fäden regnen von der Decke.
Die Rapper verhalten sich so, als seien sie unter Freunden und nicht unter Fans: Nico, einer der Rapper, steckt sich mehrfach Zigaretten trotz des Rauchverbotes an und kippt Bier und Sekt in die Menge. Auch sagt er: „Ich will im Moshpit endlich mal Verletzte sehen.“ Ich kann nur hoffen, dass diese Bitte ein schlechter Scherz ist und eine ungünstige Formulierung für : „Ihr dürft ruhig ein bisschen wilder sein.“ Glücklicherweise kommt es nicht zu Verletzten.
Von Seiten der Zuschauer regnet es Bier und es riecht vermehrt nach Marihuana. Man bekommt das Gefühl, als wollen sie die Zuschauer der Gesetzlosigkeit des Konzertes anpassen.
Nun gut, Geschmäcker sind verschieden, aber eins muss man festhalten: KIZ hat keine Show gemacht, um ihren Auftritt besonders zu machen, Provokanz macht sie aus und das spiegeln sie auch in ihrem Bühnenbild und ihren Fans wider.

Die Jan Böhmermann Krise

Sind KIZ wirklich durch und durch Rebellen? Jein. Tarek von KIZ entschuldigte sich offiziell bei den Gästen für eine Phrase, die er auf einem vergangenen Konzert gesagt habe.
Er bezeichnete Jan Böhmermann, den Satiriker, als pädophil. Diese Aussage nimmt Tarek zurück.
Leider wird seine Entschuldigung etwas entschärft. Beim Song „Hurra, die Welt geht unter“ rappt er anstelle „Die Kinder gruseln sich, denn ich erzähle vom Papst“: „Die Kinder gruseln sich, denn ich erzähle von Jan Böhmermann“.
Gut, ob es jetzt schlimmer ist, den Papst oder einen ZDF Moderator zu beleidigen, das kann jetzt jeder für sich selbst entscheiden.

Alles hat ein Ende, nur die Schlange hat keins

Nach dem dreistündigen Konzert mit etlichen Zugaben, unter anderem mit dem Papst (von Audio 88), drängte sich die Menge zu den Garderoben. Ein Securitymann steht Spalier vor der Tür zur Garderobe und lässt eine geringe Anzahl von Leuten in den Raum. Die Konsequenz: Menschen stehen dicht gedrängt aneinander und drücken in Richtung Tür. Ich muss sagen, diese Erfahrung war schlimmer als im Moshpit. Hiermit appelliere ich offiziell an die Vernunft von einigen Konzertbesuchern: Es geht nicht schneller, wenn man sich beschimpft, anrempelt oder schubst. Die Veranstalter haben ein System vorgegeben, aber ein System ist nutzlos, wenn es nicht angenommen wird.
Leider muss ich aber auch die Veranstalter kritisieren. Ein Wasser für 5 € zu verlangen grenzt an einer Unverschämtheit. Allerdings kann man sich über frisch belegte Brötchen freuen, wenn man nach dem Konzert noch ein bisschen Hunger hat.

Bin ich zum Partypatriot geworden?

Alles in allem kann ich sagen, dass ich mit dem Auftritt von KIZ sehr zufrieden war. Sie haben sich genauso gezeigt, wie ihre Songs sind: frech, ehrlich, talentiert und lustig.
Ich würde ein KIZ Konzert nur den Leuten empfehlen, die keine Berührungsängste haben und sich nicht über jeden Vekalausdruck aufregen. Nehmt nicht alle Aussagen zu ernst und fühlt euch persönlich angegriffen. Dass KIZ ihre Fans am Herzen liegen, erkennt man schon daran, dass sie uns keine Minute haben warten lassen und pünktlich mit der Show begonnen haben. Hart aber herzlich-so würde ich die Jungs beschreiben.Wer nicht unbedingt Teil eines Moshpits sein möchte, sucht sich am besten einen Sitzplatz oder einen Stehplatz am Rand.
Nach dem Konzert postet KIZ folgendes Statement auf Instagram: „Offenbach, das war ganz in Ordnung“.

Danke, Jungs, für diese Erfahrung. Ich fand euch mehr als in Ordnung.

Elbphilharmonie offiziell eröffnet!

Hamburg präsentiert den teuersten Konzertsaal der Welt.

Hamburg, 11.01.2017. Nach zehnjähriger Bauzeit ist die Hamburger Elbphilharmonie am Mittwoch Abend mit 2100 eingeladenen Gästen, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, Außenminister Frank-Walter Steinmeier, sowie Bundespräsident Joachim Gauck, eröffnet worden. Die gesamten Kosten für das Konzerthaus beliefen sich auf knapp 800 Millionen Euro, weshalb es seit Jahren strittig war, ob dieser Bau eine wirkliche Investition für die Hansestadt wäre. Doch die Streitigkeiten schienen an dem Abend durch das Musikerlebnis wie erloschen. Bundespräsident Gauck sagte, er könnte sich vorstellen, dass sie „das Wahrzeichen einer weltoffenen, vielfältigen Metropole – und ein Juwel der Kulturnation Deutschland“ werden könne. Der Abend begann mit einem Festakt und anschließend mit einem Konzert. Das Eröffnungskonzert durfte das NDR Elbphilharmonie Orchester, der NDR Chor und der Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung des Chefdirigenten Thomas Hengelbrock geben. Motto des Abends war Zum Raum wird hier die Zeit nach Richard Wagner und umfasste Kompositionen von der Renaissance bis in die Gegenwart. Das Programm wurde mit dem Finalsatz aus Beethovens 9. Sinfonie und dessen Schlusschor Freude schöner Götterfunken abgeschlossen.

„Mein Ziel ist es, die Studenten zum Nachdenken anzuregen.“ – über den Alltag im AStA

Vom Allgemeinen Studierendenausschuss, kurz AStA, hat jeder Student schon einmal gehört. Er vertritt die Studierenden und stellt die ‚Regierung‘ dieser dar. Aber was genau macht der AStA eigentlich? Die Studentin Carla U. bekleidet ein Ehrenamt im Allgemeinen Studierendenausschuss der Hochschule Bingen und berichtet von ihrer Arbeit.

Carla, du bist selbst im AStA der Technischen Hochschule Bingen. Wie genau sehen die Aufgaben des Allgemeinen Studierendenausschusses vor Ort aus?

„Der AStA hat ganz verschiedene Aufgaben. Zum einen sind wir in verschiedene Referate unterteilt, zum Beispiel das Kultur-, Sozial- oder auch Umweltreferat. In dem bin ich auch selbst tätig. Da werden Veranstaltungen geplant und durchgeführt. Weil die Hochschule in Bingen verhältnismäßig klein ist, haben wir hier keine Fachschaften. Der AStA übernimmt deshalb auch die Planung von Partys, dafür gibt es bei uns sogar ein eigenes Referat. Ein internationales Referat gibt es auch, dort wird zum Beispiel ausländischen Studenten die Integration an der Uni erleichtert. Öffentlichkeitsarbeit gehört auch mit dazu, schließlich muss man ja auch für die Veranstaltungen und den AStA selbst werben.“

 

Wie kamst du dazu, Teil des AStAs zu werden? Welche Vorstellungen hattest du von der Arbeit dort?

„Wie meine Vorstellungen aussahen…schwer zu sagen (lacht). Ich habe vor dem Studium ein FÖJ (Freiwilliges ökologisches Jahr) gemacht, dort musste ich auch immer wieder Veranstaltungen organisieren. Das hat mir schon damals Spaß gemacht. Natürlich habe ich mich nicht einfach an einem Tag dazu entschieden, beim AStA zu arbeiten. Die Sitzungen sind ja alle öffentlich, also habe ich mir da ein bisschen was angeschaut und habe mich dann nach und nach dazu entschieden. Durch die Sitzungen und die Erfahrungen aus dem FÖJ hatte ich schon eine ungefähre Vorstellung davon, was mich erwarten könnte. Das stimmte dann letztlich auch.“

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