Archiv der Kategorie: Neujahr

Kommentar: Ich verstehe die Welt nicht mehr…

Ich verstehe die Welt einfach nicht mehr.

Hier sitze ich also an meinem Laptop, umgeben von Lernzettel, Vorlesungen, Schoko-Lebkuchen (don’t judge me) und den Nachrichten im Fernseher. Man möge es kaum glauben, aber bis vor mehr als einem Jahr habe ich noch nicht einmal die Nachrichten geschaut, geschweige denn mehrmals am Tag verfolgt. Das Adjektiv politikverdrossen hat mich wirklich am besten beschrieben.

Jetzt aber muss ich mich davor zügeln Spiegel Online, die Welt etc. jede halbe Stunde zu checken und zu sehen, was so alles auf der Welt geschieht. Woher dieser Wandel kam? Ganz einfach: Ich habe ein ganzes Jahr in den Vereinigten Staaten mit einer politisch-aktiven republikanischen Familie verbracht. In diesem Jahr wurde ich so stark desillusioniert, dass ich schon gar nicht mehr verstehe, wie ich nur so abgekapselt von dem allgemeinen politischen Kima, nicht nur hier in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt, sein konnte. Meine komplette naive Weltanschauung hat sich von mir ohne eine Vorwarnung verabschiedet.

Und jetzt, wo ich endlich so informiert bin, frage ich einfach mal in die Runde:

What the fuck is going on?

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Loch im Kalender? Die Zeit zwischen den Jahren

Koffer gepackt und ab auf die Insel! 

Endlich mal erholen vom ganzen „Weihnachtsstress“: von Heilig Abend an bis zum 2. Weihnachtsfeiertag sind wir schließlich nur von einem Besuch zum anderen, von Kirche zum Braten und von einem Menü-Gang zum nächsten gehetzt. Davor noch schnell Geschenke besorgt und verpackt, Plätzchen gebacken und das Haus weihnachtlich dekoriert. Und dann – endlich – die Zeit zwischen den Jahren. Weiterlesen

Vorsätze für das Jahr 2017

Kennt ihr das? Ihr fasst euch an Neujahr gute Vorsätze – und vergesst sie dann kurze Zeit später wieder.

Damit das dieses Jahr nicht passiert, hier ein paar Tipps:

1. Setzt euch konkrete Ziele:

Je konkreter eure Ziele, desto besser sind eure Erfolgschancen. Wollt ihr beispielsweise mehr Sport machen, setzt euch klare Ziele wie „Zweimal die Woche Laufen gehen“. Die meisten Menschen können sich für konkrete Ziele einfacher motivieren und geben seltener auf.

2. Seid bescheiden:

Steckt eure Ziele nicht zu hoch. Das überfordert euch nur und führt innerhalb kürzester Zeit dazu, dass ihr aufgebt. Notiert euch bei großen Zielen stattdessen Zwischenziele und wie ihr sie erreichen könnt. Ganz wichtig sind auch Ausnahmen, durch die man sich weniger eingeschränkt fühlt und es meistens länger schafft durchzuhalten, z.B. bei einer Diät.

3. Schreibt eure Ziele auf:

Schreibt eure Ziele auf Zettel und befestigt sie am Kühlschrank. So werdet ihr täglich an eure Vorsätze erinnert und könnt sie nicht vergessen. Außerdem sind die Verpflichtung, sich an seine Ziele zu halten, und das schlechte Gewissen, wenn man es nicht getan hat, größer. Das spornt zusätzlich zum Weitermachen an.

4. Träumt von euren Vorteilen:

Stellt euch vor, wie es wäre, wenn ihr euer Ziel erreicht hättet. Überlegt euch, welche Vorteile es gäbe und schreibt sie unter eure Vorsätze. So habt ihr, wenn ihr eure Ziele betrachtet, auch immer die positiven Wirkungen im Kopf. Das gibt euch ein positives Gefühl.

5. Plant Rückschläge ein:

Denkt nicht, dass ihr eure Ziele ganz ohne Misserfolge erreicht. Das führt nur dazu, dass ihr nach dem ersten Rückschlag, der auf jeden Fall kommen wird, aufgebt. Man muss seine Ziele nicht beim ersten Anlauf erreichen, man darf bloß nicht aufgeben.

6. Sucht euch einen Verbündeten oder erzählt Familie und Freunden von euren Zielen:

Kennt ihr einen Freund, der das gleiche Ziel hat wie ihr? Dann geht es zusammen an. Zu zweit sind die Verpflichtung und der Ansporn durchzuhalten noch größer. Wenn es niemanden gibt, der das gleiche Ziel hat, erzählt eurer Familie und euren Freunden von eurem Vorsatz. Meistens fällt es auch dann schwerer aufzugeben, weil meine seine Niederlage nicht zugeben möchte.

7. Belohnt euch:

Das ist das allerwichtigste. Sobald ihr kleine Ziele erreicht habt, belohnt euch. Meistens sind es die kleinen Belohnungen und Freuden, die einen anspornen weiterzumachen.

In diesem Sinne: Viel Erfolg für das Jahr 2017 und eure Vorsätze, ihr schafft das.

Dem Neujahr auf der Spur

Feuerwerk, Glücksbringer, Bleigießen: Schon morgen ist es wieder soweit – Die Welt läutet ein neues Jahr ein. Wie jedes Jahr gibt es rund um Silvester viele Bräuche und Traditionen, die oftmals zum Fest gehören, ohne dass wir wissen, woher sie kommen.

Silvester selbst als die Bezeichnung für den letzten Tag des Jahres geht auf den am 31. Dezember 314 n. Chr. verstorbenen Papst Silvester I. zurück. Ausgehend von der römisch-katholischen Kirche wird nun überall auf der Welt mit Silvester gleichzeitig der Todestag des verstorbenen Papstes gefeiert, welcher als Heiliger verehrt wird. Das obligatorische Feuerwerk hingegen geht auf erocket-461750_640inen vorchristlichen Glauben zurück. Mit dem lauten Knall sollten böse Geister, Dämonen und das damit einhergehende Pech vom neuen Jahr ferngehalten werden. Damals benutzte mal natürlich kein Feuerwerk, sondern zum Beispiel Peitschen oder Schellen. Heute wird mit den bunten Farben und Effekten außerdem die Freude über das nächste Jahr ausgedrückt.

Mit Freunden und Familien wird um Mitternacht dann angestoßen und „Prosit Neujahr“ gewünscht. Auch dieser Brauch ist nicht neu. Das Wort „Prosit“ bedeutet im Lateinischen „lass es gelingen“. Der „gute Rutsch“, welcher vor Silvester gewünscht wird, kommt hingegen aus dem jiddischen („Gut Rosch“) soll einen guten Anfang für das nächste Jahr wünschen. Bleigießen und Glücksbringer gehören bei vielen ebenfalls dazu: Beim Bleigießen geht es vor allem darum zu sehen, was das nächste Jahr für den Bleigießer bereithält. Der Brauch stammt allerdings schon aus dem antiken Rom, wo er als Methode für Orakel genutzt wurde. Glücksbringer hingegen haben, je nach Form, verschiedene Funktionen. So soll ein Glückspfennig beim Beschenkten für Reichtum sorgen, das Hufeisen soll das Haus vor Fremden schützen. Nach einem Aberglauben soll Linsensuppe für Geld im folgenden Jahr sorgen. Wäsche hingegen soll nicht über Silvester aufgehängt werden, da sie einem Aberglauben nach für Pech bei der Arbeit im kommenden Jahr führen soll. Vorchristliche Erklärungen sind darüber hinaus, dass der germanische Gott Wodan am Jahresende mit seinem Götterheer durch die Lande zieht und ungehindert vorankommen soll.

Insgesamt ist Silvester eingebettet in viele Traditionen und Bräuche, die, mal mehr, mal weniger häufig in der Gesellschaft vertreten sind. Sie machen das Fest zu etwas besonderem und persönlichem für den Einzelnen und sorgen mitunter für die ausgelassene Stimmung. In diesem Sinne „Prosit Neujahr“ und „Gut Rosch“!