Archiv der Kategorie: Gruppe 4

Kommentar: Ich verstehe die Welt nicht mehr…

Ich verstehe die Welt einfach nicht mehr.

Hier sitze ich also an meinem Laptop, umgeben von Lernzettel, Vorlesungen, Schoko-Lebkuchen (don’t judge me) und den Nachrichten im Fernseher. Man möge es kaum glauben, aber bis vor mehr als einem Jahr habe ich noch nicht einmal die Nachrichten geschaut, geschweige denn mehrmals am Tag verfolgt. Das Adjektiv politikverdrossen hat mich wirklich am besten beschrieben.

Jetzt aber muss ich mich davor zügeln Spiegel Online, die Welt etc. jede halbe Stunde zu checken und zu sehen, was so alles auf der Welt geschieht. Woher dieser Wandel kam? Ganz einfach: Ich habe ein ganzes Jahr in den Vereinigten Staaten mit einer politisch-aktiven republikanischen Familie verbracht. In diesem Jahr wurde ich so stark desillusioniert, dass ich schon gar nicht mehr verstehe, wie ich nur so abgekapselt von dem allgemeinen politischen Kima, nicht nur hier in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt, sein konnte. Meine komplette naive Weltanschauung hat sich von mir ohne eine Vorwarnung verabschiedet.

Und jetzt, wo ich endlich so informiert bin, frage ich einfach mal in die Runde:

What the fuck is going on?

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Wonder Waffel – Ein Paradies für Erwachsene?

Wonder Waffeln – wer Waffeln liebt, ist bei Wonder Waffel genau richtig aufgehoben.

Das Logo

Das Logo

Das Original aus Berlin hat sich als Franchiseunternehmen mittlerweile an vielen Standorten in Deutschland aufgestellt. Ich durfte am Wochenende mit meiner besten Freundin zusammen in Köln nun endlich selber testen, ob die Waffeln ihre Bekanntheit nur wegen ihres Aussehens erlangen haben oder auch geschmacklich punkten können.

Bunt, schrill und laut.

Bunt, schrill und laut.

Als wir im Laden ankamen war es bereits extrem voll und wir mussten an der Schlange anstehen. Der Laden ist sehr bunt und alternativ eingerichtet – eben typisch berlinerisch. Während wir an der Schlange anstanden, konnten wir uns die Karte anschauen. Dort findet man bereits zusammengestellte Waffeln, die „Favourites“, oder man kann sich eine selber zusammen-stellen. Der Preis einer Waffel fing ab 4,90 Euro an. In dieser konnte man zuerst eine Soße        ( Nutella, Bitterschokolade, …) wählen,       dann durfte man zwei bis drei Früchte (Banane, Erdbeeren + 60 Cent) aussuchen und zum Schluss noch ein bis zwei Toppings (Schokoraspeln, Kokosraspeln, Krokant, …) nehmen.       Wenn man aus der Kategorie Specials etwas auswählen wollte, sowie bei wenigen anderen Ausnahmen, musste man jeweils 60 Cent draufzahlen. Wer kein Freund von Waffeln ist, der könnte sich ansonsten auch einen Shake, Heiß- bzw. Kaltgetränk oder Eis bestellen.

Eine Besonderheit: Jede Waffel wird für den Kunden personalisiert.

Eine Besonderheit: Jede Waffel wird für den Kunden personalisiert.

Fazit: Insgesamt finde ich es ein cooles Konzept und die schrille Einrichtung hat ein gewisses Etwas. Mir fiel auf, dass vor allem junge Leute den Laden frequentieren. Das ganze Konzept muss man sagen ist sehr amerikanisiert. Wer auf Süßes steht, der wird auch Wonder Waffel lieben; die Auswahl ist wirklich wie ein Paradies für Erwachsene. Die Waffeln waren sehr lecker und frisch zubereitet. Der Preis ist nicht günstig, aber die Portion ist gut serviert und könnte daher eine süße Hauptspeise für manchen sein. Daher kann ich auch gut nachvollziehen warum diese Waffeln von so vielen „gehyped“ werden, sie sehen nicht nur toll aus, sondern schmecken auch noch sehr lecker! Bleibt zu hoffen, dass vielleicht bald einer in Mainz eröffnen wird… ;-)

Trumps Amtseinführung

Donald Trump wird 45. Präsident der Vereinigten Staaten.

Washington, 20.01.2017. Diesen Morgen ist Trump offiziell als 45. US-Präsident ins Weiße Haus eingezogen. Präsident Barack Obama begleitet seinen Amtsnachfolger zum Kapitol. Dort beginnen die Feierlichkeiten mit Musik. Die Nachwuchssängerin Jackie Evancho singt die Nationalhymne. Um 18:00 Uhr legt Donald Trump auf den Stufen des Kapitols den Amtseid ab und hält seine Eröffnungsrede. In seiner Rede sagt er, dass Amerika bei seinen Entscheidungen an erster Stelle käme und auch innenpolitisch richtet er sich ganz nach seinem Wahlkampfspruch „Make America Great Again“. Im Anschluss wird Trumps Vize Mike Pence ins Amt geschworen.  Am Abend wurde dann die Parade zum Weißen Haus durchgeführt, in der es zu vielen Protesten von Demonstranten kam.

„Es ist eine andere Welt.“

Ballett: Zwischen Hochleistungssport und Kunst, zwischen blutigen Füßen und Eleganz

sarah

Nach dem Abitur Studieren oder doch ein Auslandsjahr? Diese Frage stellt sich nicht jedem.
Sarah Altherr hat vor zwei Jahren parallel zum Abitur  ihre Ausbildung zur Balletttänzerin abgeschlossen. Sie berichtet vom etwas anderen Lebensweg.
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„Sie sind überall und umkreisen mich“-ein Besuch bei den Kannibalen

Es ist der 20.01.2017, der Tag, an dem ich mich mit drei Freunden auf den Weg zu einem Konzert von Kannibalen mache. Genauer gesagt: Es geht zu KIZ, den Kannibalen in Zivil. Die Jungs Tarek, Maxim, Nico und ihr DJ, alle vier geliebt und gefürchtet für ihren satirischen Hip-Hop-Rap, geben ein Zusatzkonzert. Anlässlich ihrer Tour „Hurra, die Welt geht immernoch unter“ zieht es sie in die Stadthalle nach Offenbach.

Aliengehirn und Zwergkanninchen-ein langer Weg zu den Kannibalen

Die Zugverbindung von Mainz nach Offenbach dauert ohne Umstieg circa eine Stunde.
Wer seine Konzertkarten für knapp 35€ bei Eventim () gekauft hat, der kann sich über eine kostenlose An-und Abreise am Tag des Events freuen (Vorausgesetzt, man liest das Kleingedruckte auf den Karten.) Nachdem wir die Deutsche Bahn unterstützt haben, kommen wir schließlich am Marktplatz in Offenbach an. Wir treffen Menschen, die den gleichen Weg wie wir vor uns haben und nutzen den Supermarkt Rewe, um uns für den Weg zur Stadthalle einzudecken. Ich bin begeistert vom Tomatenangebot und erstatte eine seltsam geformte Tomate, die wir liebevoll „Aliengehirn“ nennen.
Der Fußweg vom Bahnhof zur Stadthalle dauert dreißig Minuten und führt an diversen Tierhandlungen mit süßen Zwerkanninchen vorbei. Zum Glück gibt es Google Maps und einen Menschen mit vollem Datenvolumen, denn keinerlei Wegschilder weisen uns den Weg zu KIZ. Immerhin, man muss nirgendwo abbiegen sondern läuft der Nase nach zur Stadthallen, falls, wie gestern, alle Buslinien streiken.

„Soll ich hier vor die Bühne pinkeln?“ „Klar, mach doch“

Vor der Stadthalle finden wir glücklicherweise keine Riesenschlange vor und kommen nach Vorzeigen des Tickets und einer kurzen Taschenkontrolle schnell in die Halle. Die Garderobe kostet 1,50€. Sowohl dort, als auch vor der Toilette sieht man keine Riesenschlange.
Die Riesenschlange ist im eigentlichen Konzertraum. Sie hat blondgefärbte Haare und trägt einen Nasenpiercing. Noch vor dem Konzert lässt sie keinen Menschen vorbei und beschwert sich, wenn Konzertbesucher sich an ihr vorbeidrängen, um auf die Toilette zu gehen. Dabei ist der Konzertsaal nicht einmal allzu voll und viele KIZ Fans sitzen auf bereitgestellten Stühlen.
Die Infrastruktur in der Stadthalle ist theoretisch ideal, leider kann man mit der Höflichkeit der Fans nicht immer rechnen. Dazu später mehr.

Der Papst reist an

Pünktlich um 19 Uhr beginnt die Vorgruppe Audio 88 und Yassin mit ihrer Show. Die Artists sind als kirchliche Oberhäupter wie Papst und Bischof verkleidet und unterhalten das Publikum mit Songs, die alle mitsingen können. Die Kostüme passen zu ihrem aktuellen Hit „Halleluja“ und stimmen die Menge, die offenbar nicht streng katholisch ist, ein.
Nach einer viertelstündigen Pause nach den Kirchenleuten sind sie schließlich da, die Kannibalen.

Hier eine kleine Songauswahl der Vorgruppe:
„Halleluja“
„Schellen“
„Asia Box“

Mein erster Moshpit

Zugegeben muss man sagen, dass Konzerte nicht der Ort sind, den man aufsuchen sollte, wenn man klaustrophobisch veranlagt ist. Wenn die Stimmung bei Audio 88 und Yassin schon brodelte, kocht sie über bei der Ankunft von KIZ. Vier riesige Statuen der Band stehen auf der Bühne, vornedran ihre menschlichen Versionen. Währen ich versuche, das simple und beeindruckende Bühnenbild auf mich wirken zu lassen und gerade anfangen will, die erste Line mitzurappen, springt mir ein Fremder ins Kreuz. Ich drehe mich um und sehe, dass ich umringt von einigen Leuten bin, die sich anrempeln. Sie sind überall und umkreisen mich. Ich denke mir: „Gut, das ist also ein Moshpit, du rempelst mal zurück.“ Ich habe den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, da hüpft ein übergewichtiger Mann ohne T-Shirt auf mich zu. „Urlaub fürs Gehirn“- der Song, der gerade gespielt wird, spiegelt meine geistige Lage. Ich hüpfe ihm entgegen und habe das Gefühl wie Harry Potter gegen eine Wand zu laufen. Leider lande ich nicht am Gleis 9 ¾ sondern auf dem Boden. Der Hänkel meiner Handtasche ist gerissen und Leute trampeln darauf herum. Ich habe das Gefühl, dass gleich noch eine wichtige Sehne von mir reißt und ich krabbel auf dem Boden, um meine Tasche zu suchen. Nun gut, jetzt ist die Tasche ja schon hinüber, dann kann ich ja auch weitermachen.“Spast“, das ist der nächste Song. Ja, ich weiß, auch mit diesem Song kann ich mich im Moment identifizieren. Ich halte meine Tasche in den Händen und springe gegen fremde Menschen.

Hier eine Auswahl an Songs, die KIZ gespielt hat:
„Urlaub fürs Gehirn“
„Spast“
„Geld essen“
„Verrückt nach dir“
„Hurra, die Welt geht unter“
„Boom, Boom, Boom“
„Kannibalenlied“
„Wir“
„Käfigbett“

Nackte Frauen, Terroristen und ein Baby

Wie schon erwähnt stehen während dem gesamten Auftritt vier Statuen der Rapper im Hintergrund.
Zum „Kannibalenlied“ treten vier weitere Männer auf die Bühne, die Plastikkanonen in den Händen halten und aussehen, als würden sie gleich die Halle sprengen. Angesichts der zeitigen Lage ist diese Inszenierung sehr, fast schon zu provokant. Vielleicht ist dies aber auch die Taktik, die KIZ ausmacht.
Beim Song „Käfigbett“ werden überdimensionale gespreizte Beine einer Frau aus Pappe aufgebaut. Einer der Rapper trägt eine Windel und ist mit Blut verschmiert, quasi wie ein Säugling der gerade auf die Welt kommt.
Während des Konzerts ertönen des Öfteren Kanonengeschosse und orange-weiße Fäden regnen von der Decke.
Die Rapper verhalten sich so, als seien sie unter Freunden und nicht unter Fans: Nico, einer der Rapper, steckt sich mehrfach Zigaretten trotz des Rauchverbotes an und kippt Bier und Sekt in die Menge. Auch sagt er: „Ich will im Moshpit endlich mal Verletzte sehen.“ Ich kann nur hoffen, dass diese Bitte ein schlechter Scherz ist und eine ungünstige Formulierung für : „Ihr dürft ruhig ein bisschen wilder sein.“ Glücklicherweise kommt es nicht zu Verletzten.
Von Seiten der Zuschauer regnet es Bier und es riecht vermehrt nach Marihuana. Man bekommt das Gefühl, als wollen sie die Zuschauer der Gesetzlosigkeit des Konzertes anpassen.
Nun gut, Geschmäcker sind verschieden, aber eins muss man festhalten: KIZ hat keine Show gemacht, um ihren Auftritt besonders zu machen, Provokanz macht sie aus und das spiegeln sie auch in ihrem Bühnenbild und ihren Fans wider.

Die Jan Böhmermann Krise

Sind KIZ wirklich durch und durch Rebellen? Jein. Tarek von KIZ entschuldigte sich offiziell bei den Gästen für eine Phrase, die er auf einem vergangenen Konzert gesagt habe.
Er bezeichnete Jan Böhmermann, den Satiriker, als pädophil. Diese Aussage nimmt Tarek zurück.
Leider wird seine Entschuldigung etwas entschärft. Beim Song „Hurra, die Welt geht unter“ rappt er anstelle „Die Kinder gruseln sich, denn ich erzähle vom Papst“: „Die Kinder gruseln sich, denn ich erzähle von Jan Böhmermann“.
Gut, ob es jetzt schlimmer ist, den Papst oder einen ZDF Moderator zu beleidigen, das kann jetzt jeder für sich selbst entscheiden.

Alles hat ein Ende, nur die Schlange hat keins

Nach dem dreistündigen Konzert mit etlichen Zugaben, unter anderem mit dem Papst (von Audio 88), drängte sich die Menge zu den Garderoben. Ein Securitymann steht Spalier vor der Tür zur Garderobe und lässt eine geringe Anzahl von Leuten in den Raum. Die Konsequenz: Menschen stehen dicht gedrängt aneinander und drücken in Richtung Tür. Ich muss sagen, diese Erfahrung war schlimmer als im Moshpit. Hiermit appelliere ich offiziell an die Vernunft von einigen Konzertbesuchern: Es geht nicht schneller, wenn man sich beschimpft, anrempelt oder schubst. Die Veranstalter haben ein System vorgegeben, aber ein System ist nutzlos, wenn es nicht angenommen wird.
Leider muss ich aber auch die Veranstalter kritisieren. Ein Wasser für 5 € zu verlangen grenzt an einer Unverschämtheit. Allerdings kann man sich über frisch belegte Brötchen freuen, wenn man nach dem Konzert noch ein bisschen Hunger hat.

Bin ich zum Partypatriot geworden?

Alles in allem kann ich sagen, dass ich mit dem Auftritt von KIZ sehr zufrieden war. Sie haben sich genauso gezeigt, wie ihre Songs sind: frech, ehrlich, talentiert und lustig.
Ich würde ein KIZ Konzert nur den Leuten empfehlen, die keine Berührungsängste haben und sich nicht über jeden Vekalausdruck aufregen. Nehmt nicht alle Aussagen zu ernst und fühlt euch persönlich angegriffen. Dass KIZ ihre Fans am Herzen liegen, erkennt man schon daran, dass sie uns keine Minute haben warten lassen und pünktlich mit der Show begonnen haben. Hart aber herzlich-so würde ich die Jungs beschreiben.Wer nicht unbedingt Teil eines Moshpits sein möchte, sucht sich am besten einen Sitzplatz oder einen Stehplatz am Rand.
Nach dem Konzert postet KIZ folgendes Statement auf Instagram: „Offenbach, das war ganz in Ordnung“.

Danke, Jungs, für diese Erfahrung. Ich fand euch mehr als in Ordnung.

Fake-News auf der Spur

Berlin, 15.01.2017. Das Berliner Recherchebüro Correctiv soll zukünftig falsche Nachrichten auf Facebook aufdecken. Das gab Facebook vergangenen Sonntag bekannt.

Nutzerinnen und Nutzern soll es in Zukunft möglich sein, Nachrichten auf Facebook als falsch zu markieren. Häufig markierte Nachrichten werden an Correctiv weitergeleitet und geprüft. Correctiv-Geschäftsführer David Schraven beschreibt die Arbeit der unabhängigen und spendenfinanzierten Organisation gegenüber der taz als „ganz normale Recherchearbeit“. Können die Informationen nicht bestätigt werden, werden die Nachrichten auf Facebook auch rückwirkend entsprechend gekennzeichnet. Weiterlesen

Irgendwas mit Medien

Eine ehemalige Studentin der Kommunikationswissenschaft berichtet über die Qual der Wahl in der Medienbranche.

Anna Stephan-Odenthal hat dieses Jahr ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaften an der Universität Hohenheim in Stuttgart beendet. Zur Überbrückung der Zeit zwischen ihrem Bachelor- und Masterstudium möchte sie die Zeit mithilfe von Praktika nutzen, um herauszufinden wie die beruflichen Perspektiven in der Medienbranche sind.

Warum hast du dich für den Studiengang Kommunikationswissenschaften entschieden?

A: Entschieden habe ich mich dafür, weil ich während meiner Schulzeit in der Leverkusener Redaktion des Kölner Stadt Anzeigers als Junge Zeiten-Redakteurin gearbeitet habe. Dort habe ich meine ersten journalistischen Erfahrungen gesammelt.
Das Schreiben liegt mir und macht mir auch Spaß, aber durch diese Erfahrung wusste ich, dass mich Journalismus interessierte, aber ich mir nicht vorstellen könnte im späteren Berufsleben für eine Lokalredaktion zu arbeiten. In der Schule haben wir einen Studienführer der Bundesagentur für Arbeit bekommen, in dem ich dann nach Studiengängen, die etwas mit Medien zutun haben gesucht habe bis ich auf diesen Studiengang kam. Ich fand heraus, dass die Kommunikationswissenschaften breit gefächert sind und dachte mir, dass mir damit verschiedene Türen offen stehen könnten.

Haben sich deine Erwartungen letztendlich erfüllt?

A: Ja, das kann man so sagen. Dadurch, dass wir verschiedene Module und Vertiefungen hatten, konnte ich einen Einblick in unterschiedliche Medienbereiche wie PR, Werbung, Marketing und Medienrecht bekommen. Außerdem haben wir einige Forschungsprojekte sowie praktische Seminare gemacht. In den Seminaren hat mir besonders der praktische Bezug gefallen.

Du hast ja im Sommersemester diesen Jahres deinen Bachelor Abschluss gemacht.
Was machst du jetzt damit?

A: Den Bereich des Journalismus wollte ich fürs Erste nicht weiter verfolgen. Ich wusste aber, dass mir das Schreiben immer noch gefiel. Eine Vertiefung in PR, die ich sehr spannend fand, zeigte mir wie vielfältig das Fach der PR ist. Ich entschloss mich dazu zwischen Bachelor und Master ein Jahr Pause zu machen, um berufliche Erfahrung zu sammeln und um mich selbst zu fragen was will ich, was kann ich und vor allen Dingen was will ich nicht. Ich bekam ein Praktikum für drei Monate in der PR-Agentur fischerAppelt in Hamburg und habe dort in dem Bereich der Produkt- und Kampagnen-kommunikation für Pharmaunternehmen gearbeitet. Ab Dezember werde ich ebenfalls in Hamburg für weitere drei Monate noch ein Praktikum in der PR-Agentur Edelman im Bereich der Food and Beverage Markenkommunikation machen.
Vorerst habe ich mich gegen Journalismus entschieden, weil es mir zu beschränkt erscheint, während ich in der PR mehr Abwechslung finde, aber dennoch redaktionell tätig bin.

Hat es dich abgeschreckt in den Bereich des Journalismus zu gehen, weil viele sagen, dass dieser keine Zukunft mehr hätte?

A: Gute Frage. Ja schon, also ich habe in der Zeitung und auch während meines Praktikums beim ZDF mitbekommen, dass Journalisten kaum fest eingestellt werden.
Als Freiberufler wäre für mich auf Dauer als einziges Standbein keine Lösung, gerade in Bezug auf Familiengründung in der Zukunft würde ich mich damit nicht abgesichert genug fühlen.

Du sagtest du hast dich nach dem Studium dazu entschlossen ein Praktikum in einer PR Agentur zu machen. Gab es einen Grund weshalb es in einer Agentur und nicht in einem Unternehmen war?

A: Also ich möchte an sich gerne beide Seiten kennen lernen. Mir wär es wichtig, dass ich in dieser Zwischenzeit viel lerne und habe gehört, dass dies am besten in einer Agentur sei. Außerdem könnte ich durch diese Erfahrung wertvoller für Unternehmen sein, wenn ich dann in die Unternehmenskommunikation ginge.

Findest du, dass dein Studium dich für das zukünftige Berufsleben genug vorbereitet hat?

A: Ja das finde ich schon. Obwohl wir im Vergleich zu einer Ausbildung oder einer Fachhochschule praktisches an der Uni kaum gemacht haben, hat das theoretische Wissen mir sehr geholfen ein Verständnis für die Arbeit zu bekommen. Dadurch, dass wir viele Forschungsprojekte hatten, glaube ich, hat das einen enormen Vorteil gegenüber anderen Mitbewerbern.

Weißt du jetzt schon wo deine berufliche Zukunft liegt?

A: Ich glaube sie liegt in der PR, da sie sehr vielfältig und kreativ ist und man alltäglich mit verschiedenen Kunden und Projekten zutun hat. Ein weiterer Vorteil meiner Meinung nach ist, dass ich festeingestellt werden kann, was mir ein größeres Sicherheitsgefühl gibt und es bestehen mehr Karrieremöglichkeiten.

Zum Schluss würde ich dich gerne noch fragen: Was würdest du Studienanfängern mit auf den Weg geben?

A: Seid aufmerksam und guckt was euch interessiert, damit ihr direkt den richtigen Weg einschlagen könnt. Probiert so viel wie möglich aus, macht das worauf ihr Bock habt und nicht vieles einfach um was gemacht zu haben. Ganz wichtig viele Praktika! Das ist das was uns in dieser Branche auszeichnet. Für die, die sich auch für den Bereich der PR interessieren, sollte man beachten, dass man in einer Agentur Dienstleister, man schafft und kreiert Kommunikation. Im Unternehmen hingegen ist man selbstständig und steuert die Kommunikation.

Vielen Dank für das Interview.