Archiv der Kategorie: Gruppe 3

„Wir sind Kettcar und wir sind zurück!“

Seit Januar touren Kettcar nach fünfjähriger Pause mit ihrem neuen Album „Ich vs. Wir“ durch Deutschland. Am 2. Februar kamen sie für einen unvergesslichen Abend zurück in den Schlachthof Wiesbaden.

Wiesbaden. Die einen stehen noch am Bierstand, die anderen drängen sich am Wellen­brecher. Als die Vorband auf die Bühne kommt, quetschen sich die Ersten in die vordersten Reihen, um Schulter an Schulter auf Kettcar zu warten. Von Anfang Zwanzig bis Ende Vierzig ist alles vertreten in der großen Halle des Schlachthofs in Wiesbaden. Kettcar zieht ein buntes Publikum an, das nicht so richtig in eine gemeinsame Schublade passen mag. Die jüngeren Konzertbesucher verbinden mit Kettcar eine Band, der man häufiger bei Festivals begegnet ist – irgendwas zwischen Pop und Punk, die auch mal „So eine Chance kommt nie wieder“ auf „Du gehst tränenreich in eine höhere Liga“ reimen. Mit Liedern wie „48 Stunden“ oder „Nacht“ betäubten Verliebte ihren ersten Liebeskummer und hörten den Texten von Markus Wiebusch zu, als wären sie alte Weisheiten. In der Hoffnung, die Welt ein bisschen besser zu verstehen.

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Prunkfremdensitzung des MCV

Am 27.01.2018 verzauberte der MCV seine Gäste auf der zweiten Prunkfremdensitzung unter dem Motto : „So wie der Mond die Nacht erhellt, strahlt Mainzer Fastnacht in die Welt“ in der Rheingoldhalle. Das Spektakel beginnt um 19:11 Uhr und dauert bis zu 6 Stunden.

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Hygge – Die dänische Lebensweise in Mainz

Hygge. Das Trendwort schlechthin zur Zeit kommt aus dem dänischen und lässt sich ungefähr mit „Gemütlichkeit“ übersetzen. Man liest es inzwischen in Zeitschriften, Büchern, auf Blechschildern, oder eben über der Tür des kleinen Mainzer Cafés.  Weiterlesen

Freizeit-Hotspot Loreley Freilichtbühne -Legenden auf dem Loreleyfelsen.

Ein Interview mit Ulrich Lautenschläger, Geschäftsführer der Loreley Venue Management GmbH, Betreibergesellschaft der Freilichtbühne.

Michelle Stein, Mainz

Die Geschichte der Loreley, gedichtet von Heinrich Heine ist weltweit bekannt. Der berühmte Felsen im Rheintal zieht jährlich viele Besucher in ihren Bann. Die Loreley hat allerdings nicht nur Geschichte und Tourismus zu bieten, denn auf der Freilichtbühne finden im Sommer Open-Air Konzerte und Festivals mit vielen namenhaften Akts statt.

Stein: Wie waren die Anfänge der Freilichtbühne?

Lautenschläger: Angefangen hat alles mit dem Rockpalast. Der Rockpalast war in den 80igern die erfolgreichste Musiksendung aller Zeiten. Damals hat der WDR eine Eurovision-Sendung auf der Loreley veranstaltet, für mich war das das aller Größte. Ich erinnere mich noch, als ich ungefähr dreizehn war und der Rockpalast angekündigt war, da ist mein 4 Jahre älterer Cousin zu mir gekommen, wir haben uns das immer zusammen angeguckt. Wir hatten damals einen Farbfernseher und eine Stereoanlage. Das Stereo-Signal bekam man über das Radio und das Bild bekam man über den Fernseher. Das kann man sich in der heutigen Zeit gar nicht mehr vorstellen. Der Rockpalast auf der Loreley wurde damals live in zig Ländern übertragen. Er machte die Loreley international bekannt und das war der Anfang von allem.

Woran ich mich noch erinnere ist U2, die kennen Sie bestimmt auch. Die Band hatte ihren Durchbruch auf der Loreley. Die Loreley, kann man sagen, war in den 70er und 80er Jahren die trendsetzende Bühne weltweit. Dort sind die größtem Stars der damaligen Zeit aufgetreten. Was mich ganz besonders stolz macht. Mittlerweile haben wir sogar Besucher aus Taiwan, Skandinavien, den Niederlanden, und vielen anderen Ländern, die extra die Reise auf sich nehmen, um unsere Festivals und Konzerte zu besuchen. Die Musik der Loreley zieht Menschen aus der ganzen Welt an.

S: Aus meinem damaligen Kinderzimmer, das auf dem Berg gegenüber der Loreley lag, konnte ich im Sommer, wenn der Wind gut stand immer alle Konzerte mithören. Das war für mich immer ein großes Highlight. Was war Ihr persönliches Highlight?

L: Letztes Jahr fand das Night Of The Prog Festival statt. Dort durfte ich Rick Wakeman live hinter der Bühne miterleben. Er ist ein bekannter Keyboarder der Band YES. Als ich zwölf oder dreizehn Jahre alt war, war ich ein großer Fan von ihm. Rick Wakeman war für mich wie ein Gott, mein großes Idol. Letztes Jahr war es dann so weit, dass ich ihn hinter der Bühne treffen durfte. Wir sind total respektvoll miteinander umgegangen und ich habe ihn dann sogar nach einem Foto gefragt. Das war mir eine große Ehre.

Aber nicht zu vergessen sind auch Placido Domingo, Steve Hacket – der Gitarrist von Genesis,  The Kelly Family und PUR, die müssten Sie kennen.

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RockFels Festival Loreley 2017, Bildnachweis Frey Pressebild

S: Ja, allerdings. Mit der Kelly Family und PUR bin ich in den 90igern aufgewachsen. Was war für Sie bisher der beste Akt, der auf der Freilichtbühne aufgetreten ist?

L: Mir fällt jetzt kein spezieller Akt ein, aber ein Highlight in jedem Jahr ist das Loreley Tattoo Festival. Das geht in die Richtung Military Bands. Das ist immer ein Treffen, wie unter Freunden. Die Besucher kommen aus Großbritannien, Frankreich und anderen Ländern. Da wird Frieden wirklich gelebt! Schwer zu beschreiben, das muss man einfach mal erlebt haben. Wir merken auch, dass wir immer mehr junge Leute begeistern können, einfach weil Gänsehaut-Momente entstehen.

S: Auf welchen Künstler freuen Sie sich dieses Jahr besonders?

L: Dieses Jahr ist wieder ein Konzert der Kelly Family. Da freuen wir uns drauf, weil es eigentlich zur Pflicht der Kelly Family gehört, auf die Loreley zu kommen. Denn deren erfolgreichsten Konzerte fanden auf der Loreley statt und das Musikvideo was damals hier gedreht wurde, war das erfolgreichste Musikvideo der Band.

S: Welche Festivals und Konzerte sind für dieses Jahr geplant?

L: Festivals:

  • Loreley Tattoo Festival: Military Music
  • The Crossroads Festival: Blues und Gitarren
  • RockFels Festival: Hardrock und Heavy Metal mit Eskimo Callboy
  • Night Of The Brock Festival: Progressive Rock

Open-Air-Konzerte:

  • A-ha
  • Kelly Family
  • Westernhagen MTV Unplugged Tour
  • Fury in the Slaughterhouse

Das Programm für 2018, mit allen Terminen sowie Tickets finden Sie hier: https://www.loreley-freilichtbuehne.de/programm-2018/

S: Zusammen mit dem Land Rheinland Pfalz und der Stadt St. Goarshausen wurde die Freilichtbühne 2017 ertüchtigt. Was ist neu?

L: Das Dach über der Bühne ist umgebaut und vergrößert. Außerdem haben wir ein neues Eingangsgebäude bekommen und im gesamten Gelände wurden die Wege optimiert und ganz wichtig: Barrierefreiheit geschaffen. 2019 wird unser Biergarten dann noch überarbeitet. Also es wird in den nächsten Monaten und Jahren noch einiges passieren.

S: Wie ist die Loreley mit Bus und Bahn für Schüler/Studenten zu erreichen?

L: Am besten ist es, die linksrheinische Strecke der Bahn nehmen, mit der Fähre rüberzusetzen und dann gibt es einen Busshuttle am Fähranleger von St. Goarshausen bis auf die Loreley und zurück. Dieser kostet 5,50 Euro für die Hin- und Rückfahrt.

Informationen zur An- und Abfahrt finden Sie hier: https://www.loreley-freilichtbuehne.de/info/anfahrt/

S: Möchten Sie abschließend noch etwas sagen?

L: Gerne. Wir würden uns freuen, wenn uns noch mehr junge Leute besuchen. Wir haben noch so viele neue Festivals geplant und möchten damit noch mehr Publikum auf die Loreley holen.

S: Vielen Dank Herr Lautenschläger, dass Sie sich Zeit für ein Interview genommen haben.

Alle weiteren Informationen zur Loreley Freilichtbühne finden Sie unter: https://www.loreley-freilichtbuehne.de

 

Ist das wirklich alles „Realismus“? Mit Delacroix, Courbet und Ribot zurück ins 19. Jahrhundert.

Noch bis zum 6. Mai 2018 befördert das Museum Wiesbaden seine Besucher zurück ins Frankreich des 19. Jahrhunderts. Die Sonderausstellung „Delacroix — Courbet — Ribot. Positionen französischer Kunst des 19. Jahrhunderts“ behandelt dabei nicht nur die Klassiker, sondern spiegelt auch die romantische Ader der Epoche wieder.

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