Archiv der Kategorie: Fussball

Stögers Debüt bei der Borussia.

Peter Bosz hat den BVB nach nur 5 Monaten verlassen, ihn ersetzt der ehmalige Trainer des 1. FC Köln Peter Stöger.

Michelle Stein, Mainz

Rückblick

Peter Stöger war von 2013 bis 2017 Trainer des 1. FC Kölns, er war ein Symphatisant und vor allem Identifikationsfigur für die rheinische Mannschaft. In der Saison 16/17 verschaffte er sich durch seinen Ehrgeiz mit 49 Punkten den 5. Tabellenplatz der Bundesliga sowie einen Europa League Platz. Die Sensation war geglückt und Peter Stöger wurde in den Himmel gelobt. Ein paar Monate später hätte das Bild nicht konträrer sein können. Köln steht aktuell mit 3 Punkten auf dem Abstiegsplatz und in der Europa League sind sie international ebenfalls gescheiertet. Sie wollten zu viel und haben sich wahrscheinlich mit der Doppelbelastung überschätzt. Schlussendlich wurde Peter Stöger am 3. Dezember freigestellt.

Der eine Peter geht, der andere Peter kommt.

Beim BVB lief es zwar nicht ganz so dramatisch ab, jedoch waren die Dortmunder Bosse Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc ebenfalls nicht zufrieden mit ihrer Situation auf Tabellenplatz 6 und ihrem Scheitern in der Champions League. Auch hier sah man nur eine Konsequenz: Trainerwechsel. Auf der Pressekonferenz am 10. Dezember erklärte Geschäftsführer Watzke und Manager Zorc die Freistellung von Trainer Peter Bosz.

Laut Eurosport erklärte Zorc: “Irgendwann ist was mit der Mannschaft passiert, was auch wir ehrlicherweise nicht ganz erklären können. Aber Peter kann Mannschaften zusammenführen.“

Die aktuelle Situation die Stöger in Köln hinterlassen hatte, konnte selbst Watzke nicht außen vor lassen. „Es geht nicht darum, dass Peter in Köln drei Punkte geholt hat. Es geht darum, wie er arbeitet. Peter hat vier Jahre lang eine großartige Arbeit geleistet. Wenn du mit dem 1. FC Köln Fünfter wirst, dann ist das so, als wenn du mit einem großen Klub Meister wirst. Wir haben mit niemand anderem gesprochen als Peter Stöger.“

Peter Stöger, der ebenfalls der Pressekonferenz beiwohnte, zeigte sich optimistisch und sah seine neue Aufgabe als Chance. “Es geht jetzt darum, mit den Jungs zu sprechen und zu erfahren, wo die Problemzonen liegen. Man wird nicht bis zum nächsten Spiel gleich meine Handschrift erkennen. Es werden spannende Tage mit wenig Zeit.“

IMG_8970 Kopie

12.12.2017 in der Opel Arena: 1. FSV Mainz 05 gegen Borussia Dortmund

Am 12. Dezember dieser Woche bestritt Peter Stöger sein erstes offizielles Bundesliga Spiel an der Seitenlinie der Dortmunder. Es ging gegen den 1. FSV Mainz 05 um mehr als nur 3 Punkte. Es ging vor allem darum sich zu beweisen. Vor den Fans, der Mannschaft, der Führungsebene, aber auch vor allem vor der Presse und den Kölnern.

Stöger veränderte Boszs 4-3-3 Aufstellung nur mit einem kleinen Detail, er schob die Aufstellung nur wenige Meter weiter in die Defensive. Somit gewann die Borussia souverän das Spiel mit einem 0:2 gegen Mainz in der Opel Arena. Peter Stöger dürfte nach seinem ersten Sieg der Saison ein erleichterndes Gefühl gehabt haben. Nach dem Spiel zeigte er sich bodenständig und fair: „ein Teil dieses Sieges gehört Peter Bosz!“

Advertisements

Mainzer Heim-Erfolgsserie bricht ab.

Nachbericht des 14. Spieltages der Partie Mainz 05 gegen den FC Augsburg aus der OPEL Arena.

Michelle Stein, Mainz

Mainz – Der 14. Spieltag startete unter anderem mit der Partie Mainz 05 gegen den FC Augsburg (02.12.2017, 15:30 Uhr) in der knackig kalten OPEL Arena, bei Nullgraden. Die Mainzer Fans waren sichtlich positiv gestimmt und sorgten für warme Stimmung in der Arena. Ganze fünf Heimspiele hatten die Mainzer nun in Folge eine Glückssträhne und konnten ihren Sieg mit den Fans zu Hause feiern. Diese Glückssträhne riss allerdings im Spiel gegen den FC Augsburg ab. Dafür sorgten Mainz Keeper Zentner sowie der Augsburger Finnbogason.

Der erste Treffer galt Michael Gregoritsch, dem in der 22. Minute ein Treffer durch einen Rückpass von Spieler Max ins rechte Eck gelang. Der Spielverlauf war allerdings eher träge, da der Fluss des Spiels durch viele Fehlpässe oder Schüsse ins Aus unterbrochen wurde. Der Mainzer Keeper Zentner patzte und ließ einen Torschuss von Max durch seine Finger gleiten, dieser ging jedoch am Tor vorbei. Star des Spiels war allerdings Finnbogason. Der Isländer traf ganze zwei Mal in der Partie. Nach einem Foul in der 42. Minute von Keeper Zentner an Gregoritsch gab es einen Elfmeter für die Augsburger, den Finnbogason gekonnt in die linke Ecke schoß.

Nach dem Rückstand ließen sich die Mainzer in der 2. Halbzeit jedoch nicht verunsichern und spielten aggressiver und kompakter in Richtung des gegnerischen Tors. Das Team von Trainer Manuel Baum spielte jedoch eine sehr dominante zweite Halbzeit und hatte weitestgehend die Kontrolle gewonnen. In der 75. Minute galt die Aufmerksamkeit jedoch den mitgereisten Fans der Augsburger. Sie zündeten mehrere Bengalos an und polarisierten um ihre Vorsprung zu feiern.

IMG_8304.PNG

Bengalos der Augsburger Ultras im Gästeblock

In der 85. Minute des Spiels wurden die Mainzer endlich durch einen weiten Pass von Berggreen erlöst, den Gerrit Holtmann verwandelte. Die Freude der Fans war jedoch nur von kurzer Dauer. Eine Minute später (86. Minute) setzte der Augsburger Finnbogason mit einem Torschuss aus sechs Metern den Schlusspunkt der Partie. Die Augsburger haben nun den glücklichen Tabellenplatz Nr. 7 mit 22 Punkten eingenommen, somit können sie in der aktuellen Situation auf einen Europaleague-Platz hoffen. Wohingegen die Mainzer aktuell mit 15 Punkten auf Tabellenplatz 14 stehen. Sie schauen zurzeit Richtung Tabellenende, weshalb die Anhänger der 05er noch lange nicht den Kopf hängenlassen. Denn mit Ehrgeiz und der Unterstützung der Fans ist noch alles möglich, das haben sie in der Vergangenheit immer wieder bewiesen.

Fakten:

Tore: 0:1 Gregoritsch; 0:2 Finnbogason; 1:2 Holtmann; 1:3 Finnbogason

Gelbe Karten: Fischer; Bell (beide Mainz 05)

Den kompletten Spielbericht gibt es zum Nachlesen bei kicker.de.

Die nächsten Gegner der Mainzer sind Leipzig (9.12., 15:30) und Dortmund (12.12., 20:30).

Mainzer Sportdirektor und Erstis ganz privat.

Wenn Erstsemester-Studenten dem Sportdirektor Rouven Schröder (Mainz 05) Fragen stellen.

Michelle Stein, 09.11.2017

Es wird auf einmal ganz still im Raum, der Sportdirektor Rouven Schröder von Mainz 05 betritt das kleine Plateau im VIP-Bereich der OPEL-Arena. Denn wie jedes Jahr zum Semesterbeginn lädt der Fußballverein die neuen und vor allem fußballbegeisterten Studenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu einem Treffen ein. Im Fokus des Treffens am 9. November 2017 steht das Kennenlernen des Vereins sowie eine erhoffte Symphatienbildung.

Sportdirektor Rouven Schröder mit Moderator beim Interview

„Wer ist denn euer Lieblingsverein?“, leitet der Moderator das Interview ein und richtet sich damit an die circa 100 anwesenden Sport- und Medienstudenten. Viele im Raum sind Anhänger erfolgreicher Fußballvereine, wie dem FC Bayern München oder dem Dortmunder BVB. „Wir sind auf jeden Fan angewiesen, denn Mainz hat  für einen Bundesligaverein vergleichsweise wenige Fans. Das liegt aber auch daran, dass wir eine sehr kleine Stadt sind.“, spielt Schröder auf die geringe Mitgliederzahl an. „Ich würde mich freuen, Sie öfter im Stadion zu sehen und vielleicht wird Mainz ja irgendwann Ihr Zweitverein!“, wendet er sich hoffnungsvoll an die Studenten.

Sympathisch und ungewohnt offen für einen Sportdirektor im Profifußball antwortet er über eine Stunde lang auf alle Fragen, die die Studenten sich zum Thema Fußball und dem Verein ausgedacht haben. Da die Thematik rund um die erste Testphase des „Videobeweises“ in keiner Fußballrunde fehlen darf, wollen die Studenten wissen, wie Schröder dazu stehe. Seiner Meinung nach sei der Videobeweis „ein guter Schritt in Richtung Fairness und Gerechtigkeit im Fußball“, jedoch gäbe es noch „einige Baustellen zu bewerkstelligen“, so Schröder. Ein neugieriger Student meldet sich: „Herr Schröder, ich möchte Ihnen eine private Frage stellen. Wie wird man überhaupt Sportdirektor für einen Erstliga Verein?“. Daraufhin schmunzelt Schröder und antwortet selbstbewusst auf die Frage: „Da gehört ganz viel Glück dazu, aber vor allem muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Außerdem bin ich ehemaliger Profifußballer, da hat man dadurch auch ein paar Kontakte.“

OPEL-Arena, Sicht von der VIP-Tribüne

Publizistik Studentin Michelle Stein am Pressepult

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Nachgang des Interviews lädt Schröder die Studenten zu einer Stadionführung ein, bei dem sie einen Einblick in das Stadion, die Kabinen und sämtliche internen Vereinsabläufe erhalten. Besonders interessant für die Medienstudenten müsste wohl der Presseraum sein, welchen man regelmäßig – gefüllt mit Trainer und Spielern – sonst nur im Fernsehen zu Gesicht bekommt. Als Aperitif gibt es Stadiongutscheine für die Partie Mainz 05 gegen den FC Augsburg am 2. Dezember 2017, 15:30 Uhr Spielbeginn.

Alles in Allem ist der Fußballabend eine gelungene Möglichkeit, Studenten und Verein ein Stück weit näher zusammen zu führen. Bei dem einen oder anderen wird wohl ein Sympathiefunke für Mainz 05 übergesprungen sein, vielleicht ja sogar auch in beruflicher Zukunft.

 

 

Quelle: Eigene Fotos und Gedankenzitate

 

Mainz. Tag & Nacht – Persönlich: Zwischen Europapokal und Exzess

NEU_Persönlich

Uli Borowka erzählt von seiner Krankheit – und einer rücksichtslosen Gesellschaft

Begeisterung, Wut, Spannung – das ist Fußball, das Goldkind der Deutschen. Was zwischen Ruhm, Milliarden und Leistungsdruck mit den Menschen passiert, ist aber eigentlich kaum bekannt. Und Uli Borowka zufolge will es auch niemand wissen.

Weiterlesen