Archiv der Kategorie: Finanzierung im Studium

„Ich lerne für mich und meine Zukunft“

Das ist Marvin. Er ist 25 Jahre alt und lebt im Westerwald in Rheinland-Pfalz.Marvin 2

Er hat das, wovon viele in seinem Alter noch weit entfernt sind: seinen Traumjob gefunden. Und nicht nur das. Neugierde, Motivation und Ehrgeiz brachten ihm wertvolle Erfahrungen, die ihn nicht nur beruflich, sondern auch persönlich prägten.

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Geld sparen und Klimawandel bekämpfen?

Geht das überhaupt? An der Uni Mainz auf jeden Fall!

Als Student ist der Geldbeutel nicht immer gefüllt und man muss sich gut überlegen wofür man sein Geld ausgeben möchte. Miete, Semesterbeitrag, Partys, Kaffee und … – schon ist Schluss für den Monat. Wie wäre es drei wunderbare Ziele zu verbinden: Weiterlesen

Knapp bei Kasse aber kein Problem: Ein Guide für Studenten

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Studenten sind bekanntlich alles andere als reich. Zwischen Studiengebühren, Miete und Geld für Essen bleibt oft wenig übrig für kreative Freizeitgestaltung die mehr kostet als ein Netflix-Abo. Für alle, die chronisch leere Taschen haben oder einfach gerne ihr Sparschwein mästen, hier ein paar Tipps um trotz geringem Budgets das Leben voll zu genießen.

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Hochschulpolitik: Ein Gesicht dahinter

Beim Schlendern über dem Campus bin ich auf Annas Wahlplakat für die Senatwahl an der JGU aufmerksam geworden. Wie die Jura-Studentin auf ihr hochschulpolitisches Engagement gekommen ist und was diese Arbeit ausmacht: Anna Wang im Gespräch. (Zweiteilige Interviewreihe)

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Die Universität als Arbeitgeber

Die Universität: Für die meisten Studenten ist sie Dreh- und Angelpunkt ihres Lebens. Gleichzeitig müssen sich viele Studenten früher oder später mit der Frage beschäftigen, wie sie das Leben rund um das Studium finanzieren können. Eine Möglichkeit ergibt sich aus dem BAföG. Wem das allerdings zu wenig ist oder wenn man es erst gar nicht bekommt, läuft die Finanzierung schnell auf einen Nebenerwerb hinaus. Dabei erweist sich die Universität nicht nur als Bildungsstätte, sie kann auch der zukünftige Arbeitgeber sein. Weiterlesen

BAföG – geschenktes Geld oder Zeitverschwendung?

Aus dem Elternhaus ausziehen, studieren, für sich selbst sorgen – all das ist mit Kosten verbunden, die der Durchschnittsstudent selten alleine tragen kann. Die Möglichkeiten und Probleme der Finanzierung sind ein wichtiges Thema, wenn es um das Studium geht.

Und das, obwohl die allgemeinen Studiengebühren an staatlichen Hochschulen in Deutschland längst abgeschafft wurden. Ein Semesterbeitrag ist für die meisten Studierenden jedoch immer noch fällig – zusammen mit Miete und sonstigen Lebenshaltungskosten. Die 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zeigt: Deutsche Studenten geben im Durchschnitt 794 € im Monat aus.

Doch woher kommt dieses Geld? Zum Großteil von den Eltern, fand die Sozialerhebung heraus. BAföG steht erst an dritter Stelle studentischer Einnahmequellen, nach dem Geld aus eigenem Verdienst. So bezieht 2012 circa jeder dritte Student BAföG. Weiterlesen

Kein One-Way-Ticket für mich!

4.30Uhr, der Wecker klingelt und reißt mich aus dem Schlaf. Noch deutlich benommen tapse ich ins Bad und beginne mich fertig zu machen. 5.15Uhr: Weiter geht’s, die Treppe nach unten und Richtung Kühlschrank. Nächster Punkt: Frühstück. 5.45Uhr: Wieder nach oben, Zähne putzen und Sachen schnappen. Um 6.00Uhr geht’s los. Ich laufe zum Bahnhof um die Bahn um 6.31Uhr zu bekommen.
Das alles, ein festgelegter Ablauf, bei dem ich geistig vermutlich nicht wirklich anwesend bin. Zu früh für mich! Besonders, um klare Gedanken zu fassen.

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Irgendwo zwischen Hello Kitty und echtem Pelz

Dort findet man den Traum von jedem Studenten – fürs Lernen bezahlt werden

 „Wir müssen aufhören Brause zu verteilen, es hat schon wieder jemand in den Innenbereich gekotzt.“

Da freut man sich doch, wenn man so auf der Arbeit begrüßt wird. Noch total verschlafen um 6 Uhr die Bahn nach Frankfurt genommen, um dann in der Oper Kotze wegzuwischen. Das Leben als Student ist hart, wenn man Geld braucht.

Beschweren darf ich mich eigentlich nicht. Glücklicherweise habe ich einen Job gefunden, den ich wirklich gerne mache. In der Oper Frankfurt zu arbeiten ist wirklich ein Spaß und man geht jedes Mal mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause. Viele andere Menschen können das von ihren Jobs nicht behaupten. Egal ob in der Oper, im Schauspiel oder in den Kammerspielen, die Atmosphäre ist locker und die Kollegen sehr umgänglich. Das Publikum ist meistens bunt gemischt. Von jung bis alt, von geizig bis sehr großzügig und von höflich bis unhöflich.

Da der Job auf 450 Euro Basis ist, freut man sich natürlich über das ein oder andere Trinkgeld. Da gibt es dann Menschen, die ihre Mäntel aus echtem Pelz bei uns abgeben und dann ganz spendabel 10 Cent über den Tresen schieben und uns zuzwinkern, als hätten sie uns gerade 10 Euro geschenkt. Höflichkeitsfloskeln helfen oftmals nach kurzer Zeit nicht mehr weiter. Wenn nach dem dritten „Könnten Sie bitte Ihr Sandwich nicht mit in die Oper nehmen?“ die Gäste immer noch in der Oper picknicken, muss ein anderer Ton angeschlagen werden.  Auch Telefonate oder Fotos mit Blitz mitten im Stück sind keine Seltenheit mehr.

Als Angestellte in der Oper wird man für alles verantwortlich gemacht:

Das Stück ist zu lang? – wir sind verantwortlich

Die Bahn kommt mal wieder zu spät? – Natürlich sind wir verantwortlich

Das Stück ist nicht nach dem Geschmack des Publikums? – Auch da sind wir dran schuld

Bei diesen Anschuldigungen lernt man hübsch zu lächeln und elegant wegzuhören, damit man den Leuten nicht ordentlich die Meinung geigt. Hilft übrigens auch in vielen anderen Lebenslagen.

Peter Pan im Schauspiel

Peter Pan im Schauspiel

Kinder sind in den meisten Fällen umgänglicher als Erwachsene. Meine absoluten Highlights sind deswegen die Kindervorstellungen jede Woche. Wenn nach und nach die Klassen eintrudeln und man bei jeder aufs Neue anfängt zu erklären, wie das jetzt genau abläuft und dann bei jeder Klasse nochmal zusätzlich erwähnt „Nein, nein. Die Taschen kommen vor den Tresen. Nein die Jacken werden nicht auf den Boden geworfen!“ Aber wenn dann alle auf ihren Plätzen sitzen und auch das letzte Erbrochene weggewischt wurde, beginnt die entspannte Zeit.

In der Gleitzeit erkennt man, wer studiert und wer nicht. Die Vollzeit angestellten gehen erstmal frühstücken und gemütlich eine rauchen. Währenddessen rennen die Studenten zu ihren Rucksäcken und holen Laptop, Texte und Bücher raus. Dann wird im großen Stil gelernt – meistens jedenfalls. Wenn nicht gerade die beste Freundin den selben Dienst hat. Diese anderthalb Stunden freie Zeit müssen so gut wie möglich genutzt werden. Der Traum aller Studenten, wenn man fürs Lernen bezahlt wird.

Wenn dann nach der Vorstellung 600 Kinder auf mich zu gerannt kommen, verfalle ich meistens in eine Schockstarre. Anschließend muss man sich erstmal sammeln, um dann 600 Jacken zu verteilen und verlorene Rucksäcke zu finden.  Oftmals wird dabei die Garderobe von den Kindern erobert. Dann sind sie links, rechts, hinten bei den Jackenstangen, einfach überall. Natürlich nur nicht da wo sie sein sollten – bei ihren Jacken.

Wenn man dann beim Feierabendschoppen sitzt, ist jedes Drama wieder vergessen und alle witzigen Geschichten werden nochmal erzählt. Alles in allem ist das Arbeiten während dem Studium längst nicht so schlimm, wie ich mir das vorgestellt habe. Ein paar Stunden hat man immer übrig und das Geld ist wirklich gut zu gebrauchen, damit man am Ende des Monats nicht nur von Wasser und Brot leben muss.

Also wer einen Job sucht, probiert es doch mal im Theater.