Archiv der Kategorie: Kultur

Eine Sprachreise nach China: Kulturschock oder Erleuchtung?

China: Ein Land geprägt von traditioneller Kultur und zugleich von industriellen Fortschritt. Und dazwischen Jan. Voller Abenteuerlust ist Jan über 8000 km gereist, um 9 Monate im bevölkerungsreichsten Land der Welt zu Leben.

Jans persönliche Erfahrungen seiner Reisen durch eines der exotischsten Länder der Welt gibt es im folgenden Interview. Alles was ihr tun müsst ist Weiterlesen

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Weihnachten und Silvester in der Welt, gleicher Tag, aber gleiches Fest?

Die Dezember Festtage haben eine große Relevanz in der westliche Kultur und man konnte denken dass es überall gleich gefeiert wird, aber das stimmt nicht ganz. Zwischen jeder Kultur, Land und sogar jeder Stadt kann man verschiedene Traditionen und Rituale beobachten.

Es ist fast ein Jahr seit ich in Deutschland lebe und in dieser Zeit vor Weihnachten und Silvester kann man schon viele Unterschiede zwischen meiner Kultur (aus Ecuador) und der deutschen Kultur behaupten, wie die Traditionen, Glauben und Rituale.

Weihnachten in Ecuador, so wie in Deutschland bedeutet, mit der Familie zusammen zu  sein, zusammen zu essen und Geschenke zu geben und dankbar zu sein. Man geht auch in die Kirche und hilft armen Leuten und verbringt Zeit mit ihnen. Aber in Ecuador und in Südamerika allgemein ist die Religion einer der wichtigsten Faktoren von Weihnachten.

In Südamerika spielt das Christkind eine sehr wichtige Rolle, wichtiger als der Weihnachtsmann, da viele Kinder glauben, dass das Christkind  Geschenke für sie am 25. Dezember bringt (trotzdem ist der Weihnachtsman auch wichtig). Die Mehrheit der Bevölkerung  in Ecuador ist katholisch oder christlich und deswegen ist die Geburt des Christkinds der wichtigste Teil von Weihnachten. Neun Tage vor dem 24. Dezember betet man jeden Tag,  um der Ankunft des Christkinds zu gedenken, diese Zeit wird „Novena“ genannt und normalerweise treffen sich alle mit der Familie und singen zusammen Weihnachtslieder und essen. Es gibt auch Paraden, die versuchen, die Geburt des Christkinds nachzubliden.

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In Deutschland und Ecuador dekoriert man die Häuser, Straßen und Einkaufzentren mit prächtigen Lichtern, Ornamenten und Figuren. Aber in Ecuador gibt es auch die Tradition, Dekoration für die Geburt des Christkinds zu haben, in manchen Einkaufshäusern oder Häusern sind diese Figuren riesig und sehr detailiert.

Die Weihnachtsmärkte und Adventskalender sind leider in Südamerika keine richtige „Urtradition“, in Ecuador sind die Weihnachtsmärkte, die man findet, deutsch oder von Deutschen konzipiert. Trotzdem sind die Weihnachstmärkte sehr beliebt und jedes Jahr wird diese fremde Tradition berühmter. Dasselbe passiert mit dem Adventskalender, die meisten Kalender, die man in Ecuador kaufen kann, sind von Deutschen bzw. Europäern angeboten. In Ecuador gibt es die Tradition, einen dekorierten Beutel zu verschenken, der voll mit Süßigkeiten, Keksen und Nüssen ist. Man schenkt diesen normalerweise den Nachbarn, Freunden, usw. In Ecuador gilt: Je mehr man schenkt, desto größer das Wohlgefühl.

Auch einige Weihnachtstraditionen in Ecuador stammen von Traditionen der USA oder Europa (Pute als Hauptgericht, an Heiligabend zu feiern, Geschenke am 25. Dezember auspacken, Tannenbaum, Weihnachtslieder, usw.) ab und am wichtigsten, die Beudeutung der Familie.

viudasWeltweit symbolisiert Silvester einen neuen Anfang. Und in Ecuador wird dieser Glauben sehr ernstgenohmen. Fast alle Traditionen und Rituale haben als Ziel, einen neuen Anfang voll mit Erflog und Glück zu bilden und die schlechten Sachen des letzten Jahres hinter sich zu lassen. Die wichtigste Tradition ist deswegen das Verbrennen des „Año Viejo“ (alten Jahres). Das ist eine Puppe, die die schlechte Sachen symbolisiert, die passiert sind. Diese Puppe tragen manchmal Masken von Präsidenten oder gehasste Persönlichkeiten in der Welt oder Formen von Figuren von Tv Shows. Manche Männer verkleiden sich als verwitwete Frauen, die weinen weil das Jahr schon zu Ende ist und kriegen auf den Straßen Geld dafür. monigote

Um Glück, Liebe oder Geld zu bringen, gibt es unendliche Rituale, wie zum Beispiel in 12 Kerzen verschiedene Wünsche aufzuschreiben; 12 Trauben um 12 Uhr zu essen, damit man Zufriedenheit in jedem Monat kriegt;  durch die Straße mit eine Rucksack zu rennen, um viel zu reisen; Wünsche in Luftballons zu schreiben; von Treppen springen wenn es schon 12 Uhr ist, Geld in die Schuhe zu stellen, oder Gold in Champagnergläser zu stellen. Es gibt auch Rituale wie das Haus mit Heilkräutern zu fegen oder nur neue Klamotten und gelbe Unterwäsche (Gelb symbolisiert Geld) in der Silvesternacht zu tragen.

Religion hat mit dieser Festivität nicht mehr viel zu tun, da einige Rituale von einheimischen Glauben abstammen, die schon lange existieren, bevor das Christentum nach Ecuador kamm. Trotzdem gibt es spezielle Gottesdienste für Silvester.

Auch gibt es europäische Einflusse in die Silvestertraditionen, wie Feuerwerk, Champagner oder Sekt zu trinken, den Countdown bis 12 zu zählen oder der Kuss um Mitternacht. Aber man kann sagen, dass die Rituale und Traditionen in Ecuador an Silvester eher altmodisch sind.

Der Schwerpunkt der ecuadorianischen Traditionen liegt auf dem Beisammensein mit der Familie, da Silvester in Ecuador nur mit Familie gefeiert wird.

Mit „Workaway“ die Welt erkunden

Ein Interview mit einer Weltenbummlerin.

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Die Organisation workaway bietet jedem die Möglichkeit, für eine gewisse Zeit in einem anderen Land zu leben, die dortige Sprache und Kultur kennen zu lernen, ohne dabei viel Geld auszugeben.

Die Lösung dafür ist simple. Im Gegenzug zu ein paar Stunden ehrenamtlicher Arbeit bekommt man einen Schlafplatz und drei warme Mahlzeiten am Tag geboten! Und das beste: Es steht jedem vollkommen frei, wo, wie lange und in welchem Job man tätig werden möchte!

Jacqueline (24) aus Frankfurt, hat bereits eine ganze Weltreise mit workaway gemacht und berichtet heute einmal von ihren Erfahrungen.  Weiterlesen

„Wir sind Kettcar und wir sind zurück!“

Seit Januar touren Kettcar nach fünfjähriger Pause mit ihrem neuen Album „Ich vs. Wir“ durch Deutschland. Am 2. Februar kamen sie für einen unvergesslichen Abend zurück in den Schlachthof Wiesbaden.

Wiesbaden. Die einen stehen noch am Bierstand, die anderen drängen sich am Wellen­brecher. Als die Vorband auf die Bühne kommt, quetschen sich die Ersten in die vordersten Reihen, um Schulter an Schulter auf Kettcar zu warten. Von Anfang Zwanzig bis Ende Vierzig ist alles vertreten in der großen Halle des Schlachthofs in Wiesbaden. Kettcar zieht ein buntes Publikum an, das nicht so richtig in eine gemeinsame Schublade passen mag. Die jüngeren Konzertbesucher verbinden mit Kettcar eine Band, der man häufiger bei Festivals begegnet ist – irgendwas zwischen Pop und Punk, die auch mal „So eine Chance kommt nie wieder“ auf „Du gehst tränenreich in eine höhere Liga“ reimen. Mit Liedern wie „48 Stunden“ oder „Nacht“ betäubten Verliebte ihren ersten Liebeskummer und hörten den Texten von Markus Wiebusch zu, als wären sie alte Weisheiten. In der Hoffnung, die Welt ein bisschen besser zu verstehen.

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„Ich bin ein wenig enttäuscht“ vom Tag der offenen Tür

Bei guten Wetter öffnet die Johannes Gutenberg-Universität Mainz am 30. Januar 2018 ihre Pforten für zukünftige Studenten. Es werden tausende Studenten aus Rheinlandpfalz und Hessen erwartet. Unter ihnen auch die 18-jährige Sabine aus Frankfurt, die nach einem FSJ in Großbritannien gerne Erziehungswissenschaften studieren möchte. Ich habe sie über den Campus begleitet und ein paar Fragen gestellt. Weiterlesen

Ist das wirklich alles „Realismus“? Mit Delacroix, Courbet und Ribot zurück ins 19. Jahrhundert.

Noch bis zum 6. Mai 2018 befördert das Museum Wiesbaden seine Besucher zurück ins Frankreich des 19. Jahrhunderts. Die Sonderausstellung „Delacroix — Courbet — Ribot. Positionen französischer Kunst des 19. Jahrhunderts“ behandelt dabei nicht nur die Klassiker, sondern spiegelt auch die romantische Ader der Epoche wieder.

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