Archiv des Autors: mauritiusrealsin

Let Freedom Ring – Einblicke zur Bedeutung des Martin Luther King Day

Martin Luther King Jr. gilt als wichtigste Persönlichkeit der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, er predigte für Gleichheit und Versöhnung im Kampf gegen die Rassentrennung der Südstaaten. Durch seine friedlichen Bemühungen und die Massenbewegung die dadurch entstand (sein Marsch nach Washington und die berühmte Rede „I Have A Dream“ ist wohl jedem bekannt), wurden das uneingeschränkte Wahlrecht für Afroamerikaner und das Ende der Segregation eingeführt. Für die pazifistische Grundhaltung seines Protestes und das grenzlose Engagement welches er gegen die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung aufbrachte, wurde er im Jahr 1964 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sein Geburtstag der 15. Januar, ist seit dem Jahr 1986 in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Nationalfeiertag und lässt die Amerikaner an einen ihrer großen Helden gedenken, der mit Mut, Hoffnung und Nächstenliebe gegen die Ungerechtigkeit eines Systems kämpfte und die Geschichte einer Nation verändert hat. Weiterlesen

Deutschland zieht das neue Jahr in den Staub

Die deutsche Bevölkerung hat dieses Jahr mal wieder Feuerwerkskörper im Wert von über 100 Millionen Euro verpulvert: In der Silvesternacht stieg die Umweltbelastung durch gesundheitsschädlichem Feinstaub explosionsartig an und sorgte in größeren Städten für starke Luftverschmutzung.

Die Belastungen, denen wir uns während des Jahreswechsels aussetzen, holen uns bekanntlich erst am nächsten Tag ein. Bevor wir uns jedoch den guten Vorsätzen widmen, schießen wir uns wortwörtlich nochmal so richtig ab. Nach Schätzungen des Verbands der pyrotechnischen Industrie, haben sich die Ausgaben für Feuerwerkskörper von 124 Millionen Euro (Jahreswechsel 2012/2013) auf 133 Millionen Euro erhöht. Ebenfalls erhöhten sich die Preise für Sekt, Prosecco und Champagner die seit 2011 um 3,8 Prozent gestiegen sind, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Mit leeren Geldbeuteln und dicker Luft rutschten wir also ins neue Jahr 2017 und das böse Erwachen ließ nicht lange auf sich warten.

Laut dem Umweltbundesamt werden jedes Jahr rund 4.000 Tonnen Staubpartikel am Neujahrsfest frei gesetzt, diese Menge entspricht in etwa 15 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge. Wie im vergangenen Jahr war auch an diesem Neujahrstag die Tagesbelastung mit Feinstaub sehr hoch. Die zahlreichen Überschreitungen des Tagesmittelwertes lagen mancherorts um das Doppelte über dem zulässigen Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Am 1.1.2017 um 1 Uhr wurden in Leipzig 1860 Mikrogramm gemessen, in München und Nürnberg lagen die Konzentrationen ebenfalls über 1000, auch in anderen Städten war die Belastung extrem. In Frankfurt am Main betrugen die Höchstwerte 385 Mikrogramm, in Wiesbaden 503, im baden-württembergischen Bernhausen schwebten zeitweise 534 Mikrogramm Partikel in einem Kubikmeter Luft.

„Der Neujahrstag war wie im letzten Jahr windarm, entsprechend hielt sich der Feinstaub großflächig während des ganzen Tages“, so Tatjana Erkert, Pressesprecherin der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Würtemberg. Wie schnell die Feinstaubbelastung nach dem Silvesterfeuerwerk abklingt, hängt vor allem von den Wetterverhältnissen ab. Bei windschwachen Wettersituationen mit eingeschränktem vertikalen Luftaustausch verbleiben die Schadstoffe über viele Stunden in der Luft und reichern sich in den unteren Atmosphärenschichten an. Diese Schadstoffe bestehen aus Partikeln, sie sind luftgetragene feste oder flüssige Teilchen, die nicht unmittelbar zu Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit in der Atmosphäre verweilen und über große Distanzen transportiert werden können. Wenn Partikelfraktionen kleiner als zehn Mikrometer sind werden sie auch als Feinstaub bezeichnet, aufgrund ihrer guten Lungengängigkeit können sie weit in den Organismus vordringen und Beschwerden des Atemtrakts und des Herz-Kreislaufsystems verursachen. Gerade bei Asthmatikern kann dies besonders zu Problemen führen.

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Diese Karte zeigt die Tagesmittelwerte von der Partikelkonnzentration am 01.01.2017 (Foto: Umweltbundesamt)

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Hier wird der Stundenmittelwert der Partikelkozentration um 01:00 Uhr gezeigt (Foto: Umweltbundesamt)

Weihnachten steht vor der Tür: Ich mach definitiv nicht auf

Wie alle Jahre wieder rückt das Weihnachtsfest rasant näher. Der Weihnachtsstrom zieht schon seit Mitte September unerlässlich durch unsere Nation und versucht unaufhaltsam alle in seinen Bann zu ziehen. Vor dieser sozioökonomischen Weihnachtswelle gibt es (leider) kein Entkommen, die andauernde auditive Tortur von Last Christmas, zügellos obsessive Schnäppchenjäger, vom Kaufrausch getriebene Konsumopfer und Glühwein durchnässte Gefühlsausbrüche, dominieren eindeutig die Straßen unserer Städte. Und das schlimmste daran ist, man kann es noch nicht mal auf die muslimischen Flüchtlinge abwälzen. Obwohl laut Facebook jetzt offiziell von Pegida bestätigt wurde, dass die ermordete Studentin aus Freiburg tatsächlich das Christkind war. Oder war es vielleicht doch Sarah Lombardi? Wer weiß denn heute noch wer wen und für was instrumentalisiert, am Besten man „informiert“ sich direkt bei der Lügenpresse. Wie bei The Washington Post(faktisch) zum Beispiel. Zumindest kann man bei internationalen Sportereignissen noch davon ausgehen das alles mit rechten Dingen zu geht. Besonders die Olympischen Spiele in Brasilien haben uns dieses Jahr mal wieder gezeigt, wie schön es sein kann wenn Sportsgeist und Fairness die öffentliche Debatte anführen. Allen voran der russische Leichtathletikverband, der sich dieses Jahr im Voraus der Veranstaltung schon sehr kooperativ zeigte. Genauso wie Joseph Blatter und seine FIFA Funktionäre, solche Verfechter von Integrität werden wir bestimmt vermehrt im neuen Jahr sehen. Aufrichtigkeit hat dieses Jahr auch weltpolitisch eine zentrale Rolle gespielt, ob nun in den Vereinigten Staaten(deren Polizisten ein vertrauenswürdiges Paradebeispiel vom Freund und Helfer Image geworden sind) oder auch hier bei uns in Deutschland, wo Volkswagen als glaubwürdiger Großkonzern, das Aushängeschild unserer Volkswirtschaft wurde.

Wie man sieht war dieses Jahr, um ehrlich zu sein, ziemlich verkorkst. Natürlich gab es auch viele wunderschöne Momente und Ereignisse, die uns das vergangene Jahr nicht nur als miserabel empfinden lassen. Aber irgendwie hat mir 2016 trotzdem einen schlechten Geschmack im Mund hinterlassen. Mir wurde schon vom Brexit ganz schlecht (von Erdogan und seinen Machenschaften ganz zu schweigen) und dass Portugal dann auch noch Europameister wurde: Seitdem will dieses flaue Gefühl im Magen nicht nachlassen.  Und wenn ich jetzt nur an die US-Wahlen denke, geschweige denn etwas darüber lese, könnte ich mich ununterbrochen übergeben. Da wird man doch krank. Wenn man sich dann auch noch überlegt, dass nächstes Jahr Bundestagswahlen sind, die bisherige Entwicklung von Pegida, AfD etc. anschaut und dann die rechtspopulistische Entwicklung innerhalb Europas betrachtet, da kann einem schon mal richtig zum Kotzen zumute sein. Ganz ehrlich, da vergeht mir eindeutig der Appetit auf Lebkuchenherzen oder Spekulatius, da habe ich wirklich keine Lust auf Mohnstollen und auf die Weihnachtsgans erst recht nicht. Und wenn ich nur daran denke, dass Onkel Martin in irgendeiner Form Sympathie für die AfD äußern könnte oder dass Tante Janet verlauten lässt das sie Trump gewählt hat, dann bin ich froh dass ich dieses Jahr nicht auftauchen werde. Denn in zwölf Tagen ist Heiligabend, ich geh aber nicht hin. Genießt die Feiertage so lang es noch etwas zum Feiern gibt. Denn 2017 steht auch schon ziemlich lautstark im Flur, ohne jegliche Skrupel und das einzige was uns noch davor schützt und es zurück hält, ist Weihnachten. In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.