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Fake-News auf der Spur

Berlin, 15.01.2017. Das Berliner Recherchebüro Correctiv soll zukünftig falsche Nachrichten auf Facebook aufdecken. Das gab Facebook vergangenen Sonntag bekannt.

Nutzerinnen und Nutzern soll es in Zukunft möglich sein, Nachrichten auf Facebook als falsch zu markieren. Häufig markierte Nachrichten werden an Correctiv weitergeleitet und geprüft. Correctiv-Geschäftsführer David Schraven beschreibt die Arbeit der unabhängigen und spendenfinanzierten Organisation gegenüber der taz als „ganz normale Recherchearbeit“. Können die Informationen nicht bestätigt werden, werden die Nachrichten auf Facebook auch rückwirkend entsprechend gekennzeichnet. Weiterlesen

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Vorsätze für das Jahr 2017

Kennt ihr das? Ihr fasst euch an Neujahr gute Vorsätze – und vergesst sie dann kurze Zeit später wieder.

Damit das dieses Jahr nicht passiert, hier ein paar Tipps:

1. Setzt euch konkrete Ziele:

Je konkreter eure Ziele, desto besser sind eure Erfolgschancen. Wollt ihr beispielsweise mehr Sport machen, setzt euch klare Ziele wie „Zweimal die Woche Laufen gehen“. Die meisten Menschen können sich für konkrete Ziele einfacher motivieren und geben seltener auf.

2. Seid bescheiden:

Steckt eure Ziele nicht zu hoch. Das überfordert euch nur und führt innerhalb kürzester Zeit dazu, dass ihr aufgebt. Notiert euch bei großen Zielen stattdessen Zwischenziele und wie ihr sie erreichen könnt. Ganz wichtig sind auch Ausnahmen, durch die man sich weniger eingeschränkt fühlt und es meistens länger schafft durchzuhalten, z.B. bei einer Diät.

3. Schreibt eure Ziele auf:

Schreibt eure Ziele auf Zettel und befestigt sie am Kühlschrank. So werdet ihr täglich an eure Vorsätze erinnert und könnt sie nicht vergessen. Außerdem sind die Verpflichtung, sich an seine Ziele zu halten, und das schlechte Gewissen, wenn man es nicht getan hat, größer. Das spornt zusätzlich zum Weitermachen an.

4. Träumt von euren Vorteilen:

Stellt euch vor, wie es wäre, wenn ihr euer Ziel erreicht hättet. Überlegt euch, welche Vorteile es gäbe und schreibt sie unter eure Vorsätze. So habt ihr, wenn ihr eure Ziele betrachtet, auch immer die positiven Wirkungen im Kopf. Das gibt euch ein positives Gefühl.

5. Plant Rückschläge ein:

Denkt nicht, dass ihr eure Ziele ganz ohne Misserfolge erreicht. Das führt nur dazu, dass ihr nach dem ersten Rückschlag, der auf jeden Fall kommen wird, aufgebt. Man muss seine Ziele nicht beim ersten Anlauf erreichen, man darf bloß nicht aufgeben.

6. Sucht euch einen Verbündeten oder erzählt Familie und Freunden von euren Zielen:

Kennt ihr einen Freund, der das gleiche Ziel hat wie ihr? Dann geht es zusammen an. Zu zweit sind die Verpflichtung und der Ansporn durchzuhalten noch größer. Wenn es niemanden gibt, der das gleiche Ziel hat, erzählt eurer Familie und euren Freunden von eurem Vorsatz. Meistens fällt es auch dann schwerer aufzugeben, weil meine seine Niederlage nicht zugeben möchte.

7. Belohnt euch:

Das ist das allerwichtigste. Sobald ihr kleine Ziele erreicht habt, belohnt euch. Meistens sind es die kleinen Belohnungen und Freuden, die einen anspornen weiterzumachen.

In diesem Sinne: Viel Erfolg für das Jahr 2017 und eure Vorsätze, ihr schafft das.

Der Literatur-Förderpreis der Stadt Mainz für junge Autorinnen und Autoren

Matthias Boosch, ehemaliger Student der JGU, wurde vergangenes Jahr 15. Preisträger

Seit 1987 vergibt die Stadt Mainz in Zusammenarbeit mit dem LiteraturBüro Mainz den Literatur-Förderpreis für junge Autorinnen und Autoren. Der Preis, der mit 2.500 Euro dotiert ist, wird alle zwei Jahre an eine Autorin bzw. einen Autor aus Mainz vergeben, deren bzw. dessen Arbeit eine sprachliche, inhaltliche und strukturelle Innovation präsentiert. Ziel ist es, Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Ihrer Arbeit zu ermutigen, Ihre Entwicklung zu fördern und Ihnen Gelegenheit zu bieten, Ihre Arbeiten einem interessierten Publikum vorzustellen.

Am Wettbewerb dürfen alle Autorinnen und Autoren teilnehmen, die einen deutlichen Lebensbezug zur Stadt Mainz haben. Außerdem dürfen sie nur wenige Veröffentlichungen vorweisen und nicht älter als 35 Jahre sein. Literarische Gattung und Thema des Textes dürfen von der Autorin bzw. dem Autor frei gewählt werden. Die einzige Richtlinie ist, dass der Text einen Umfang von zehn Seiten nicht überschreiten darf.

Im vergangenen Jahr gewann Matthias Boosch, ehemaliger Student der JGU, den Literatur-Förderpreis der Stadt Mainz.

Der heute 34-Jährige konnte sich mit seinem Text „Der Überfall“ insgesamt gegen 44 Bewerberinnen und Bewerber durchsetzen. Matthias Boosch erzählt darin auf amüsante Weise, wie verunsichert er war, nachdem zwei Sträflinge versucht hatten, in seine Wohnung in Lettland einzubrechen.

Der Schriftsteller wurde 1982 in Bad Schwalbach geboren und wuchs in Bischofsheim auf. Nach seinem einjährigen Lettland-Aufenthalt studierte er in Mainz Buchwissenschaft, Geschichte und Germanistik. Im Jahr 2009 veröffentlichte er sein Debüt „Großtyphien schlägt zurück“, eine Polit- und Mediensatire, im Mainzer gONZo Verlag.

Matthias Boosch hält auch heute noch viele Lesungen im Raum Mainz, die er regelmäßig auf seiner Facebook-Seite bekannt gibt. Bei Interesse schaut einfach mal vorbei, es lohnt sich.

Und wenn Ihr selbst leidenschaftliche Schriftsteller seid und die oben genannten Bedingungen erfüllt, dann bewerbt Euch bis Ende August für den Literatur-Förderpreis 2017, um die Chance zu bekommen, nach Matthias Boosch 16. Preisträgerin bzw. Preisträger zu werden.

Links:

Hinweise zur Bewerbung für den Literatur-Förderpreis der Stadt Mainz:
http://www.literaturbuero-rlp.de/literaturfoerderpreis-mainz/

„Der Überfall“ von Matthias Boosch:
http://www.literaturbuero-rlp.de/wp-content/uploads/2015/12/2015_Matthias-Boosch_Der-Ueberfall.pdf

Filmrezension zu Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (2009)

Es ist die wohl bekannteste Weihnachtsgeschichte der Welt: Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, die 1843 zum ersten Mal veröffentlicht und ab 1901 immer wieder neu verfilmt wurde. Eine der neusten Verfilmungen ist die Animation von Walt Disney aus dem Jahr 2009. Regisseur und Drehbuchautor Robert Zemeckis schaffte es, die Botschaft von Charles Dickens, dass Güte und Mitgefühl zu den höchsten Gütern der Menschheit zählen, mit dem Einsatz neuer Techniken zu verbinden.

Ebenezer Scrooge (Jim Carrey) ist ein emotionsloser und geiziger alter Geschäftsmann, der sich vollständig seiner Arbeit und seinem Geld verschrieben hat. An Weihnachten erscheint Scrooge der Geist seines verstorbenen Geschäftspartners, der ihm deutlich macht, dass er sein Leben ändern muss, wenn er nicht ewig für sein geiziges und herzloses Leben büßen will. Im Laufe der Nacht besuchen Scrooge drei weitere Geister, die ihm die Möglichkeit geben, seine Lebenseinstellung zu ändern.

Der erste Geist, der der vergangenen Weihnacht, nimmt Scrooge mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Scrooge bekommt Einblicke in seine Jugend und muss Hoch- und Tiefpunkte dieser Zeit erneut durchleben, was zu ersten Veränderungen führt. Auf der Reise mit dem zweiten Geist, dem der gegenwärtigen Weihnacht, bekommt Scrooge Einblicke in die diesjährigen Weihnachtsfeste seines Angestellten und seines Neffen. Beide feiern trotz weniger finanzieller Möglichkeiten ein schönes Fest. Dass sie schlecht von Scrooge sprechen bzw. sich über ihn lustig machen, führt dazu, dass Scrooge sein Verhalten erstmals überdenkt. Der dritte Geist, der der zukünftigen Weihnacht, konfrontiert Scrooge schließlich mit seinem Tod. Als Scrooge versteht, dass er der Geizkragen ist, von dessen Tod alle reden und über den sie sich freuen, ist er vollends gebrochen und verspricht sich zu ändern.

Als Scrooge morgens in seinem Bett aufwacht, ist er froh, dass nur eine Nacht vergangen ist und das Weihnachtsfest noch bevorsteht. Wie ausgewechselt stürzt er auf die Straße, kauft seinem Angestellten einen Truthahn und fährt zum Weihnachtsfest seines Neffen. Scrooge hat es letztlich mit Hilfe der Geister geschafft zu erkennen, dass ein Leben ohne Liebe, Geborgenheit, Mitgefühl und Solidarität unvollständig ist, und hat sich am Ende des Films zu einem der liebevollsten und einfühlsamsten Menschen entwickelt.

Der Inhalt, der durch passende Szenen leicht verständlich ist, wurde technisch optimal umgesetzt. Nicht nur die eingesetzte Technik der Animation trägt dazu bei, sondern unter anderem auch eine optimale Kameraführung. Die Bewegungen der Figuren wirken keineswegs künstlich oder affektiert, sondern sind fließend. Auch Mimik und Gestik wirken lebendig. Man sieht alle Szenen aus dem Blickwinkel heraus, aus dem es in dem Moment am passendsten und aufregendsten ist. Grund dafür ist nicht zuletzt die 3D-Produktion, wobei der Film auch in 2D ein kleines Kunstwerk ist. Neben Animation und Kameraführung trägt auch die Musik einen großen Teil zur Hervorhebung des Inhaltes bei. Die Szenen werden mit passender Musik hinterlegt, ohne dass sie zu aufdringlich wirkt (z.B. ist bei Scrooge am Anfang eher nachdenkliche und traurige Musik, am Ende jedoch fröhliche Weihnachtsmusik). Ebenfalls optimal gelungen ist die Darstellung der Figuren. Durch typische Merkmale eines Bösewichts wie einem Buckel, einem spitzen Kinn, einer großen und spitzen Nase und tiefen Falten lässt sich die grimmige Miene von Scrooge schon im Vorfeld erahnen. All diese Elemente tragen dazu bei, dass der Film die Zuschauer nicht nur wegen des Inhalts sondern auch wegen der Darstellung fesselt.

Der einzige Kritikpunkt ist, dass manche Szenen teilweise so gruselig sind, dass Kindern den Film erst ab 12 schauen dürfen. Gleichzeitig macht die Spannung den Film für Erwachsene natürlich attraktiver.

Aus den oben genannten Gründen ist der Film nicht nur inhaltlich sondern auch optisch großartig gelungen. Aber er ist nicht nur toll anzusehen, sondern durch den tiefgründigen Inhalt und die Intention des Autors auch sehr berührend. Gerade heutzutage sind Filme mit solchen Intentionen immer bedeutender. Menschen müssen erkennen, dass nicht Reichtum und Macht sondern Familie und Freunde wichtig sind. Und genau das ist das Ziel des Filmes. Zu zeigen, dass der Sinn von Weihnachten darin besteht, Liebe zu zeigen und die Gemeinschaft mit geliebten Menschen zu suchen. Der Film ist für jeden empfehlenswert, dem es wichtig ist, diese Werte zu vermitteln. Besonders Familien lege ich den Film ans Herz, wobei Kinder den Film aufgrund des Gruselfaktors nur in Anwesenheit ihrer Eltern schauen sollten.