Archiv des Autors: julia7719

Stress lass nach – Ideen zur Erholung in den Ferien

Das Semester neigt sich langsam dem Ende. Nur noch ein paar Wochen, bis endlich die lang ersehnten Semesterferien beginnen. Wer nicht gerade Prüfungen schreibt, oder die Tage in der Bibliothek verbringt, um eine Hausarbeit zu schreiben, hat massig freie Zeit.  Was fängt man mit der gewonnenen Freiheit an? Entspannten Urlaub – oder doch lieber die ganze Zeit im Bett verbringen und die Lieblingsserie zum vierten Mal durchgucken?

 

Ein bisschen Planung tut gut

Ein guter Plan hilft bei der Freizeitgestaltung der Ferien. Egal ob Planung für den Urlaub, oder der Termin mit der alten Clique. Natürlich sollte man nicht direkt die kompletten Tage komplett durchstrukturieren und verplanen. Ein bisschen Struktur dagegen, kann ganz guttun. Oft nimmt man sich vor, wen man alles trifft. Im Endeffekt sitzt man dann doch jeden Tag Zuhause und langweilt sich. Bei Semester Beginn stellt man dann fest, dass es vielen Kommilitonen ähnlich ging.  Der ein oder andere Termin, der im Voraus geplant wird, hilft sicherlich. Alle alten Freunde wollen sich nach der stressigen Klausurenphase verabreden. Die Anfragen überschlagen sich, und eigentlich wollte man ja noch andere Sachen erledigen. Wie wäre es denn dann mit einem Gruppentreffen, anstatt jeden aus der alten Schule einzeln zu treffen. Schafft Platz im Terminkalender und macht direkt doppelt so viel Spaß.

 

Ein Urlaub schadet niemandem

Endlich abschalten und den Kopf frei kriegen! Ob es nun ein Camping Urlaub mit den besten Freunden, ein Luxus Urlaub in Italien, oder doch nur der Familienbesuch in Bayern ist – Hauptsache man kann entspannen.

Entspannte Tage am Meer wirken Wunder

Entspannte Tage am Meer wirken Wunder

Wohin die Reise geht, entscheidet letztendlich der Geldbeutel. Mit Aushilfsjobs in den Semesterferien ist schnell ein bisschen Geld zusammen, selbst wenn es nur für ein Wochenende in einer anderen Stadt reicht. Für Studenten, die sich nur noch von Wasser und Brot ernähren, manchmal reicht auch der Ausflug in den Park. Man kann überall abschalten, Hauptsache nicht auf dem ungemütlichen Stuhl am Schreibtisch. Freunde im Auslandssemester? Wie wäre es mit einem Besuch. Eine Schlafcouch und ein kostenloser Stadtführer inklusive! Zusammen Urlaub machen, macht immer noch am meisten Spaß. Weiterlesen

Schlendern und Schlemmen am Domplatz

Der Wochenmarkt in Mainz hat schon lange Tradition. Dienstags, freitags und samstags kann man mehr oder weniger entspannt über den Markt schlendern und dabei viele verschiedene Sachen kaufen. Es gibt Obst- und Gemüsestände, Wurst- und Käseverkäufer und Bäcker, die frische Backwaren anbieten. Auch Blumen und Pflanzen kann man auf dem Wochenmarkt kaufen.

Der Mainzer Wochenmarkt an einem regnerischen Tag

Der Mainzer Wochenmarkt an einem regnerischen Tag

Bei 120 Ständen, an den besten Tagen, ist für jeden etwas dabei. Einige Stammkunden kommen jede Woche vorbei und kaufen ein, aber öfter trifft man auch neue Gesichter, die dem Angebot des Marktes nicht widerstehen konnten.

Eine Verkäuferin des Obsthofes Werner erzählt: „Bei uns ist der Wochenmarkt schon lange Tradition. Schon mein Opa hat hier früher an unserem Stand Obst verkauft. Heute macht das mein Vater und ich helfe oft aus.“

Nicht nur Äpfel werden an dem Stand verkauft, sondern auch Apfelwein, Gelee und Schnaps. Außerdem auch Aprikosen, Mirabellen, Quitten und jede Menge Marmeladen aus den Früchten. Zusätzlich gibt es noch Honig und Wallnüsse zu kaufen. Das Angebot variiert bei allen Ständen des Marktes stark. Besonders bei den Obst- und Gemüsehändlern gibt es viele Produkte nur saisonal. Hier wachse nicht alles und auch nicht zu jeder Jahreszeit, so die Erklärung der Verkäuferin. Weiterlesen

Eine Geschichte über kleine Gesten, die viel bewirken

Die besinnliche Zeit des Jahres ist fast vorbei und 2017 steht so gut wie vor der Tür. Die letzten Geschenke werden ausgepackt und mehr oder weniger ehrlich, wird sich bei Familie und Freunden bedankt. Die Spielzeuge für viel Geld, werden nach einigen Wochen nicht mehr beachtet und das Bild, was die Tante stundenlang gemalt hat, landet auf dem Dachboden. Das besinnliche Fest Weihnachten verliert mehr und mehr an Glanz. Die Menschen meckern: Da lag doch allen Ernstes neben dem PC und der Spielkonsole nicht noch das neue Handy und die Designer Tasche unter dem Baum, die man sich doch unbedingt gewünscht hat.

Dabei ist Weihnachten nicht die Zeit der teuren Geschenke, sondern der Nächstenliebe. Und man vergisst schnell, dass man nicht unbedingt viel Geld braucht, um anderen Menschen zu helfen, und sie glücklich zu machen. Es sind die kleinen Gesten im Alltag, die Menschen zeigen, wie wichtig sie sind. Man kann auch ohne viel Aufwand viel bewirken.

In Frankfurt an der Hauptwache wurden die Plätzchen verteilt

In Frankfurt an der Hauptwache wurden die Plätzchen verteilt

Unsere Nachbarn kamen dieses Jahr auf die Idee, an Weihnachten etwas Gutes zu tun und bedürftigen Menschen eine Freude zu machen. Tonnenweise Bleche voll Plätzchen wurden gebacken und in kleine Tüten verpackt um damit nach Frankfurt zu fahren. Bevor die ersten Plätzchen an Obdachlose verteilt wurden, waren sie sich unsicher. Freuen sich die Menschen darüber, oder wünschen sie sich vielleicht lieber Geld?

Die anfängliche Unsicherheit war schnell verblasst. Die Menschen waren mehr als dankbar über die Plätzchen und freuten sich, an Weihnachten auch etwas Kleines zu bekommen. Viele lachten und scherzten, die Stimmung war jedes Mal aufs Neue ausgelassen. Eine Dame sagte sogar, sie hätte bereits zwei Geschenke erhalten in dieser Zeit und hätte sie beide ebenfalls verschenkt, an Menschen, die noch ärmer dran seien als sie.

img-20161226-wa0004Der letzte sprach sogar von einem Weihnachtswunder. Der Mann war Diabetiker, freute sich natürlich über die Geste, war aber enttäuscht, da er die Plätzchen nicht essen könne. Nach wenigen Minuten kamen meine Freundin und ihr Bruder wieder, mit einem heißen Gulasch in der Hand. Damit hatte der Mann nicht mehr gerechnet, er war sichtlich gerührt und dankte den beiden von ganzem Herzen.

Nach der gelungenen Aktion wurde sofort beschlossen, daraus eine Familien Tradition zu machen.

Es war schön dieses Lächeln bei den Menschen zu sehen und auch zu sehen, dass sie sich wirklich darüber freuen, dass man an sie denkt und ihnen etwas gibt.“

Und anstatt der Vorsätze, wie ein bisschen mehr Sport machen, viel fürs Studium lernen und ein wenig gesünder ernähren, die jedes Jahr aufs Neue auf der Liste landen, einfach mal eine neue Liste schreiben. Auf der dann steht:

  1. Menschen ein gutes Gefühl geben
  2. Dem Obdachlosen bei der kalten Jahreszeit einen Kaffee kaufen
  3. Die Dame von gegenüber grüßen

Einfach mal Danke sagen.

Irgendwo zwischen Hello Kitty und echtem Pelz

Dort findet man den Traum von jedem Studenten – fürs Lernen bezahlt werden

 „Wir müssen aufhören Brause zu verteilen, es hat schon wieder jemand in den Innenbereich gekotzt.“

Da freut man sich doch, wenn man so auf der Arbeit begrüßt wird. Noch total verschlafen um 6 Uhr die Bahn nach Frankfurt genommen, um dann in der Oper Kotze wegzuwischen. Das Leben als Student ist hart, wenn man Geld braucht.

Beschweren darf ich mich eigentlich nicht. Glücklicherweise habe ich einen Job gefunden, den ich wirklich gerne mache. In der Oper Frankfurt zu arbeiten ist wirklich ein Spaß und man geht jedes Mal mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause. Viele andere Menschen können das von ihren Jobs nicht behaupten. Egal ob in der Oper, im Schauspiel oder in den Kammerspielen, die Atmosphäre ist locker und die Kollegen sehr umgänglich. Das Publikum ist meistens bunt gemischt. Von jung bis alt, von geizig bis sehr großzügig und von höflich bis unhöflich.

Da der Job auf 450 Euro Basis ist, freut man sich natürlich über das ein oder andere Trinkgeld. Da gibt es dann Menschen, die ihre Mäntel aus echtem Pelz bei uns abgeben und dann ganz spendabel 10 Cent über den Tresen schieben und uns zuzwinkern, als hätten sie uns gerade 10 Euro geschenkt. Höflichkeitsfloskeln helfen oftmals nach kurzer Zeit nicht mehr weiter. Wenn nach dem dritten „Könnten Sie bitte Ihr Sandwich nicht mit in die Oper nehmen?“ die Gäste immer noch in der Oper picknicken, muss ein anderer Ton angeschlagen werden.  Auch Telefonate oder Fotos mit Blitz mitten im Stück sind keine Seltenheit mehr.

Als Angestellte in der Oper wird man für alles verantwortlich gemacht:

Das Stück ist zu lang? – wir sind verantwortlich

Die Bahn kommt mal wieder zu spät? – Natürlich sind wir verantwortlich

Das Stück ist nicht nach dem Geschmack des Publikums? – Auch da sind wir dran schuld

Bei diesen Anschuldigungen lernt man hübsch zu lächeln und elegant wegzuhören, damit man den Leuten nicht ordentlich die Meinung geigt. Hilft übrigens auch in vielen anderen Lebenslagen.

Peter Pan im Schauspiel

Peter Pan im Schauspiel

Kinder sind in den meisten Fällen umgänglicher als Erwachsene. Meine absoluten Highlights sind deswegen die Kindervorstellungen jede Woche. Wenn nach und nach die Klassen eintrudeln und man bei jeder aufs Neue anfängt zu erklären, wie das jetzt genau abläuft und dann bei jeder Klasse nochmal zusätzlich erwähnt „Nein, nein. Die Taschen kommen vor den Tresen. Nein die Jacken werden nicht auf den Boden geworfen!“ Aber wenn dann alle auf ihren Plätzen sitzen und auch das letzte Erbrochene weggewischt wurde, beginnt die entspannte Zeit.

In der Gleitzeit erkennt man, wer studiert und wer nicht. Die Vollzeit angestellten gehen erstmal frühstücken und gemütlich eine rauchen. Währenddessen rennen die Studenten zu ihren Rucksäcken und holen Laptop, Texte und Bücher raus. Dann wird im großen Stil gelernt – meistens jedenfalls. Wenn nicht gerade die beste Freundin den selben Dienst hat. Diese anderthalb Stunden freie Zeit müssen so gut wie möglich genutzt werden. Der Traum aller Studenten, wenn man fürs Lernen bezahlt wird.

Wenn dann nach der Vorstellung 600 Kinder auf mich zu gerannt kommen, verfalle ich meistens in eine Schockstarre. Anschließend muss man sich erstmal sammeln, um dann 600 Jacken zu verteilen und verlorene Rucksäcke zu finden.  Oftmals wird dabei die Garderobe von den Kindern erobert. Dann sind sie links, rechts, hinten bei den Jackenstangen, einfach überall. Natürlich nur nicht da wo sie sein sollten – bei ihren Jacken.

Wenn man dann beim Feierabendschoppen sitzt, ist jedes Drama wieder vergessen und alle witzigen Geschichten werden nochmal erzählt. Alles in allem ist das Arbeiten während dem Studium längst nicht so schlimm, wie ich mir das vorgestellt habe. Ein paar Stunden hat man immer übrig und das Geld ist wirklich gut zu gebrauchen, damit man am Ende des Monats nicht nur von Wasser und Brot leben muss.

Also wer einen Job sucht, probiert es doch mal im Theater.