Archiv des Autors: josephineshirin

„Mein Ziel ist es, die Studenten zum Nachdenken anzuregen.“ – über den Alltag im AStA

Vom Allgemeinen Studierendenausschuss, kurz AStA, hat jeder Student schon einmal gehört. Er vertritt die Studierenden und stellt die ‚Regierung‘ dieser dar. Aber was genau macht der AStA eigentlich? Die Studentin Carla U. bekleidet ein Ehrenamt im Allgemeinen Studierendenausschuss der Hochschule Bingen und berichtet von ihrer Arbeit.

Carla, du bist selbst im AStA der Technischen Hochschule Bingen. Wie genau sehen die Aufgaben des Allgemeinen Studierendenausschusses vor Ort aus?

„Der AStA hat ganz verschiedene Aufgaben. Zum einen sind wir in verschiedene Referate unterteilt, zum Beispiel das Kultur-, Sozial- oder auch Umweltreferat. In dem bin ich auch selbst tätig. Da werden Veranstaltungen geplant und durchgeführt. Weil die Hochschule in Bingen verhältnismäßig klein ist, haben wir hier keine Fachschaften. Der AStA übernimmt deshalb auch die Planung von Partys, dafür gibt es bei uns sogar ein eigenes Referat. Ein internationales Referat gibt es auch, dort wird zum Beispiel ausländischen Studenten die Integration an der Uni erleichtert. Öffentlichkeitsarbeit gehört auch mit dazu, schließlich muss man ja auch für die Veranstaltungen und den AStA selbst werben.“

 

Wie kamst du dazu, Teil des AStAs zu werden? Welche Vorstellungen hattest du von der Arbeit dort?

„Wie meine Vorstellungen aussahen…schwer zu sagen (lacht). Ich habe vor dem Studium ein FÖJ (Freiwilliges ökologisches Jahr) gemacht, dort musste ich auch immer wieder Veranstaltungen organisieren. Das hat mir schon damals Spaß gemacht. Natürlich habe ich mich nicht einfach an einem Tag dazu entschieden, beim AStA zu arbeiten. Die Sitzungen sind ja alle öffentlich, also habe ich mir da ein bisschen was angeschaut und habe mich dann nach und nach dazu entschieden. Durch die Sitzungen und die Erfahrungen aus dem FÖJ hatte ich schon eine ungefähre Vorstellung davon, was mich erwarten könnte. Das stimmte dann letztlich auch.“

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Die Universität als Arbeitgeber

Die Universität: Für die meisten Studenten ist sie Dreh- und Angelpunkt ihres Lebens. Gleichzeitig müssen sich viele Studenten früher oder später mit der Frage beschäftigen, wie sie das Leben rund um das Studium finanzieren können. Eine Möglichkeit ergibt sich aus dem BAföG. Wem das allerdings zu wenig ist oder wenn man es erst gar nicht bekommt, läuft die Finanzierung schnell auf einen Nebenerwerb hinaus. Dabei erweist sich die Universität nicht nur als Bildungsstätte, sie kann auch der zukünftige Arbeitgeber sein. Weiterlesen

Dem Neujahr auf der Spur

Feuerwerk, Glücksbringer, Bleigießen: Schon morgen ist es wieder soweit – Die Welt läutet ein neues Jahr ein. Wie jedes Jahr gibt es rund um Silvester viele Bräuche und Traditionen, die oftmals zum Fest gehören, ohne dass wir wissen, woher sie kommen.

Silvester selbst als die Bezeichnung für den letzten Tag des Jahres geht auf den am 31. Dezember 314 n. Chr. verstorbenen Papst Silvester I. zurück. Ausgehend von der römisch-katholischen Kirche wird nun überall auf der Welt mit Silvester gleichzeitig der Todestag des verstorbenen Papstes gefeiert, welcher als Heiliger verehrt wird. Das obligatorische Feuerwerk hingegen geht auf erocket-461750_640inen vorchristlichen Glauben zurück. Mit dem lauten Knall sollten böse Geister, Dämonen und das damit einhergehende Pech vom neuen Jahr ferngehalten werden. Damals benutzte mal natürlich kein Feuerwerk, sondern zum Beispiel Peitschen oder Schellen. Heute wird mit den bunten Farben und Effekten außerdem die Freude über das nächste Jahr ausgedrückt.

Mit Freunden und Familien wird um Mitternacht dann angestoßen und „Prosit Neujahr“ gewünscht. Auch dieser Brauch ist nicht neu. Das Wort „Prosit“ bedeutet im Lateinischen „lass es gelingen“. Der „gute Rutsch“, welcher vor Silvester gewünscht wird, kommt hingegen aus dem jiddischen („Gut Rosch“) soll einen guten Anfang für das nächste Jahr wünschen. Bleigießen und Glücksbringer gehören bei vielen ebenfalls dazu: Beim Bleigießen geht es vor allem darum zu sehen, was das nächste Jahr für den Bleigießer bereithält. Der Brauch stammt allerdings schon aus dem antiken Rom, wo er als Methode für Orakel genutzt wurde. Glücksbringer hingegen haben, je nach Form, verschiedene Funktionen. So soll ein Glückspfennig beim Beschenkten für Reichtum sorgen, das Hufeisen soll das Haus vor Fremden schützen. Nach einem Aberglauben soll Linsensuppe für Geld im folgenden Jahr sorgen. Wäsche hingegen soll nicht über Silvester aufgehängt werden, da sie einem Aberglauben nach für Pech bei der Arbeit im kommenden Jahr führen soll. Vorchristliche Erklärungen sind darüber hinaus, dass der germanische Gott Wodan am Jahresende mit seinem Götterheer durch die Lande zieht und ungehindert vorankommen soll.

Insgesamt ist Silvester eingebettet in viele Traditionen und Bräuche, die, mal mehr, mal weniger häufig in der Gesellschaft vertreten sind. Sie machen das Fest zu etwas besonderem und persönlichem für den Einzelnen und sorgen mitunter für die ausgelassene Stimmung. In diesem Sinne „Prosit Neujahr“ und „Gut Rosch“!

Auch international kann Mainz mithalten

Dass die Johannes-Gutenberg-Universität sich vor allem durch ihr umfassendes Studienangebot auszeichnet, ist längst bekannt. So rangiert sie mit den Unis in München, Frankfurt oder Berlin in den Top 20 der größten Hochschulen Deutschlands und bietet Studierenden aktuell 236 Studiengänge. Doch auch was die internationale Struktur der JGU angeht, kann Mainz durchaus mithalten. Zur Zeit sind etwa 12% der Studierenden ausländischer Herkunft. Das sind bei ca. 33.000 Studenten immerhin fast 4.000. In dieser Größenordnung befindet sich der Anteil bereits seit längerem: So lag laut der Stabsstelle ‚Planung und Controlling‘ (PuC) der JGU im letzten Jahrzehnt „der Anteil Studierender mit ausländischer Nationalität stets zwischen 11% und 15%“.

Unter anderem entsteht daraus auch ein breit gefäscreenshot-36chertes Angebot an Kulturkursen, das von jedem genutzt werden kann. Von persischer Kalligraphie über Russisch für Anfänger bis hin zu südamerikanischem Spanisch ist einiges dabei. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Nationalitäten der Studierenden wieder: An der JGU sind Studenten von jedem Kontinent der Erde vertreten. Dabei stammen die meisten aus Europa. Ein Grund dafür ist, das viele ausländische Studenten bereits in Deutschland ihr Abitur erworben haben und jetzt hier studieren. Außerdem haben Studenten in 33 Ländern Europas die Möglichkeit, mit dem ERASMUS-Programm im Ausland zu studieren. Auch Auslands-Praktika können hier absolviert werden. Gerade in Bezug auf ERASMUS engagiert sich die JGU besonders. So erhielt sie erst 2013 das ‚ERASMUS Qualitätssiegel‘, welches für besondere Verdienste in der Umsetzung des Programms verliehen wird.

Doch auch aus anderen Nationen zieht es Studierende an die Uni in Mainz. Gründe für ein Studium in Deutschland sind für sie unter anderem die große Vielfalt an Universitäten und deren guter Ruf im Ausland. Besonders der technische Zweig deutscher Unis genießt in anderen Ländern hohes Ansehen. In Mainz schätzen die Studenten vor allem die freundliche Art der Menschen und ihre Offenheit.

Quelle: http://www.puc.verwaltung.uni-mainz.de/210.php

In Klammern stehen diejenigen Studenten mit ausländischer Herkunft, die ihr Abitur in Deutschland gemacht haben