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Preise aus dem nichts

Fatih Akin etabliert sich mit „Aus dem Nichts“ in Hollywood. Eine Kritik.

„Aus dem Nichts“ heißt sein aktueller Film, doch er selbst ist kein unbeschriebenes Blatt mehr.  Fatih Akin hat sich in Deutschland längst als Regisseur und Autor von Filmen etabliert, die sich oft mit deutsch-türkischen Charakteren und Themen befassen. Mit „Aus dem Nichts“, einem Film, der die NSU-Morde in Deutschland thematisiert, ist Akin nun auch in Hollywood angekommen.  Letzten Sonntag gab es bereits den Golden Globe für den Besten fremdsprachigen Film, am Donnerstag nun auch noch den Critics‘ Choice Award. Was aber macht diesen Film so herrausragend? Weiterlesen

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Von Nordic-Walkern, dem Leviathan, Sinnsuche und einem Wanderweg

Nachwuchs-Talente präsentieren ihre Drehbücher 

Thorsten Schlicht bei seinem Pitch; hinter ihm die anderen Kandidaten; rechts die Jury

MAINZ. Seit einigen Jahren gehören zum Mainzer FILMZ – Festival des Deutschen Kinos nicht mehr nur die Filme selbst, sondern auch das, was am Anfang eines jeden Films steht: das Drehbuch. Im Rahmen der Förderung neuer Talente findet jedes Jahr am Sonntag während des Festivals das so genannte Drehbuch-Pitching für Kurzfilme, mittellange Filme und Langfilme statt – so auch am vergangenen ersten Adventssonntag. Im Keller des Cafés LOMO, der als Veranstaltungsort dient, kommen dann das Publikum, eine vier-köpfige Jury und vier Pitcher zusammen. Ein Drehbuch pitchen, das bedeutet nichts anderes als eine Idee beziehungsweise den Inhalt eines Drehbuchs anderen Menschen möglichst spannend und interessant zu präsentieren. Gepitcht wird in der Filmbranche üblicherweise vor Produzenten, die dann hoffentlich das Drehbuch kaufen und den Film produzieren. Bei FILMZ wird vor einer Jury gepitcht, die über den Jurypreis entscheidet, der aus einem Preisgeld von 300 Euro und der Drehbuch-Software DramaQueen besteht. Außerdem stimmt das Publikum über den Gewinner des Publikumspreises ab, der ebenfalls die Software in einer abgespeckten Version als Preis erhält. Weiterlesen

Milky Chance begeistern Frankfurt

FRANKFURT– Es ist sehr stickig und eng, die Schlange vor dem Damenklo etwa 15 Meter lang, denn der Kuppelsaal der Jahrhunderthalle ist an diesem Mittwochabend ausverkauft. Pünktlich um 20 Uhr startet die Vorband um den Australier Kim Churchill. Schnell bringt er mit dröhnendem Bass, Mundharmonika, Gitarre und Gesang das Publikum ordentlich in Stimmung. Als sie schließlich um 21 Uhr auf die Bühne kommen, rasten die Fans aus: Milky Chance sind endlich wieder in Frankfurt!  „Wow, ihr seid ganz schön viele“, kommentiert Clemens Rehbein, Frontmann und Sänger der Band die Masse der überwiegend jugendlichen Fans. Die wippen und tanzen in lockerer Konzert-Atmosphäre zu den in gewohnter Manier genuschelten Liedern der Band. Die Band spielt unter anderem ihren Hit Stolen Dance aus dem Debütalbum Sadnecessary (2013), sowie Hits aus ihrem zweite Album Blossom. Dass Rehbein stimmlich angeschlagen ist, merkt man ihm nicht an: „Entschuldigung, dass wir immer kurze Pausen machen: Ich bin heiser und muss Honig essen“, sagt er mit einer Honig-Quetsch-Flasche in der Hand. Auch einen Ehrengast begrüßt er herzlich: „Meine Oma ist heute zum ersten Mal auf einem unserer Konzerte. Sie ist 87 Jahre alt. Hoffentlich gefällt es dir!“ Für das letzte Lied kommt auch Churchill nochmal auf die Bühne und zusammen hüpfen, singen und spielen sie so lange, bis auch die Quetsch-Flasche nicht mehr hilft.

[Bilder folgen]