Vom Sinn und Unsinn der Kunst

Seit dem 13.12.2018 ist die Ausstellung NEED OR NO NEED in der Kunsthalle Mainz zu sehen. Unsere Reporterin hat sich ins Getümmel der Eröffnung gestürzt, um zu überprüfen, ob sich ein Besuch lohnt.

Wohin?

Wenn man Mainzer Studierende fragt, was sie am Abend noch vorhaben, hört man verschiedenste Lösungen zum Zeitvertreib. Unter diesen ist die Antwort „in die Kunsthalle gehen“ nur selten zu finden. Kann das an der guten Lage der Kunsthalle liegen? Oder daran, dass man vom Turm einen einmaligen Blick über den Zollhafen genießen kann? Neben der Kunsthalle befindet sich sogar eine kleine Bar. Vielleicht ist das einfach zu viel des Guten.

Kontraste zwischen Erwartung und Realität

Es beginnt schon mit dem Klientel. Viele nehmen an, dass sich nur versnobtes Publikum in der Kunsthalle herumtreibt. Aber ausgerechnet diesem stößt die Ausstellung vor den Kopf. Die Ausstellungsräume erstrecken sich in ihrer ganzen Größe und Leere vor den BetrachterInnen. Hier hängen keine simplen Stillleben – Hier ist gegenwärtige Kunst in all ihren kontroversen Formen zu erleben.

Ausstellungseröffnung

Was will der Künstler damit sagen?

Ich verstehe das nicht“ oder „Das ist hässlich“ sind Sätze, mit denen gegenwärtige Kunst häufig in Verbindung gebracht wird. Gerade hierbei besteht das Potenzial seine eigenen Grenzen zu erweitern. Es kann anstrengend sein, sich damit intellektuell auseinanderzusetzen. Gewinnbringender ist ein unkonventioneller Umgang mit Kunst. Abseits von Klischees und Erwartungshaltungen.

Der Mehrwert von Kunst

Von einem lockeren, humorvollen und kritischen Umgang mit Kunst können Studierende profitieren. Die aktuelle Ausstellung ist wie dafür gemacht. Man kann hinkommen und sich von den gezeigten Werken überraschen lassen. Die Kunst provoziert und verwirrt. Es ist einfacher sich in Begleitung diesen Herausforderungen zu stellen. Dann kann man seinen Unmut über das Gesehene ausdrücken und gemeinsam über einen Sinn rätseln. Oder sich einfach darüber lustig machen. Es gibt keinen vorgegebenen Weg.


Wer aus diesem Beitrag nicht schlau geworden ist, kann sich auf der Internetseite der Kunsthalle weitere Informationen holen.

 

Bildnachweise:

Titelbild: Kunsthalle Mainz/Norbert Miguletz (Installationsansicht: Lara Favaretto, And a chuckle will bury you – Homage to Gino De Dominicis, 2005, Collection of the Artist).

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