Der ehrgeizige und bodenständige Tennisprofi

Angelique Kerber

Der Ball im Aus, Angelique Kerber lässt sich fallen. Sie weiß, sie hat es geschafft, sie hat ihren ersten Grand Slam Titel gewonnen. Sie besiegte in einem packenden Finale Serena Williams (USA) in drei Sätzen mit 6:4 3:6 und 6:4. Die Freudentränen kommen hervor und sie rennt zu aller erst zu ihrem Team, um ihren Trainer Torben Beltz und ihrer Familie.

Am 30.Januar 2016 streckte die nächste deutsche Tenniskönigin in Melbourne (AUS) den Pokal in die Luft. Angelique Kerber war die erste Deutsche, nach Steffi Graf, die einen Grand-Slam Titel gewann und sich danach als Nummer eins der Welt nennen durfte. Die Tennisfans wussten, dass das erst der Anfang eines großen Tennisjahres war. Zur Motivation schließt sie bei jedem Turnier eine Wette mit ihrem Trainer ab. Nach ihrem Sieg sprang sie mit ihm und dem deutschen Eurosport Kommentator, Matthias Stach, in den Yarra River.

2016 war für die heute 29-jährige das beste Tennisjahr ihrer Karriere. Kerber, die sich 2003 entschied Tennisprofi zu werden, hatte schon als Jugendliche den Traum zur Weltspitze zu gehören. Nach ihrem ersten Titel im Januar spielte sie eine starke Saison. Am 12. September gelang ihr der nächste Sieg eines Grand Slam Titels in New York bei den US Open. Gegen Karolina Pliskova gewann Kerber mit 6:3 4:6 und 6:4. Sie überzeugte wieder mit überragender Laufleistung und Beinarbeit bei einem spannenden Spiel mit mentalen Hoch und Tiefs.

http://www.kicker.de/news/tennis/ranglisten/2016/0/2/tennis_weltrangliste.html

Um diese tollen Leistungen auf den Platz zu bringen, trainiert die gebürtige Bremerin in der Tennisakademie ihres Großvaters in Puszczykowo (PL), die ihren Namen trägt. In Puszczykowo hat sie nun auch ihren Hauptwohnsitz und lebt dort ein ruhiges Leben. Angelique Kerber bezeichnet sich selbst als ein sehr bodenständiger und ehrgeiziger Mensch.

2017 konnte sie leider nicht die Leistungen vom Vorjahr auf den Platz bringen, wie sie es sich vorstellte. Sie schied bei vielen Turnieren schon in der ersten Runde aus und musste somit ihre Weltranglistenposition einbüßen. Zum Ende der Saison wurde Kerber auf Position 21 durchgereicht. Mit einem Trainerwechsel zu Wim Fissette hofft sie nun die Leistungen von 2016 wieder zu zeigen und vielleicht wieder die Nummer eins der Welt zu werden.

Die Saison 2018 wird sie in Perth beim Hopman Cup beginnen, den sie zusammen mit Alexander Zverev bestreiten wird und mit großen Ehrgeiz zu alter Stärke zurückkehren möchte.

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