Feind ist, wer anders denkt

Vom 02. Oktober bis zum 10. Dezember ist die Wanderausstellung Feind ist, wer anders denkt im bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz zu sehen. Sie ist von den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) initiiert und erzählt über die Staatssicherheit in der DDR.

1950 wurde in der DDR das Ministerium für Staatssicherheit, auch Stasi genannt, gegründet. Es galt als Geheim- und Nachrichtendienst zugleich und überwachte die Bürger unter Verletzung der Menschen- und Bürgerrechte massiv.

In der Ausstellung werden zuerst die Entstehung, das Wachstum und die Führung der Stasi vorgestellt. Weiter geht es mit den Bespitzelungsmethoden. Einige der Spitzel werden porträtiert, darunter zum Beispiel eine Schülerin, die über Mitschüler und Lehrer berichtete oder ein Sportjournalist, der Informationen über Redakteure und Sportfunktionäre weiter gab. Geschichten von Betroffenen werden ebenfalls aufgezeigt.

Die Stasi war nicht nur in der DDR, sondern zudem in der Bundesrepublik Deutschland aktiv. Etwa 1500 Mitarbeiter beschafften von dort Informationen. Auch der frühere Mainzer Oberbürgermeister Jakob Fuchs geriet beispielsweise unter Beobachtung, da er sich für die Städtepartnerschaft zwischen Mainz und Erfurt einsetzte.

Die Ausstellung ist ansprechend gemacht. Auf großen Tafeln gibt es Informationen und Fotos zu den einzelnen Themen. Ein Zeitstrahl zeigt alle wichtigen Ereignisse bis hin zum Ende der Stasi im Winter 1989/1990 auf. Zudem gibt es zwei Kurzfilme und man kann zwei Exemplare einer Stasi-Akte einsehen.

Wer interessiert ist, hat noch bis Sonntag, den 10. Dezember, Zeit, hinzugehen. Der Eintritt ist frei, die Öffnungszeiten sind auf der Seite des Dommuseums zu finden.

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