Wenn Lernen krank macht

Januar – viele verbinden mit diesem Monat wahrscheinlich nicht mehr als den Start in ein neues Jahr und die kalte Jahreszeit. Doch für Studenten bedeutet der erste Monat im Jahr: Lernen, lernen, lernen. Denn im Februar beginnen für die meisten die Prüfungen. Und neben den hunderten Folien, die gelernt werden müssen, gibt es auch noch Präsentationen zu halten und Hausarbeiten zu schreiben. Wie gehen Studierende mit diesen Belastungen um und wie gestresst sind sie wirklich?

stresslevel-studierendeEine Studie aus dem letzten Jahr zeigt: Studenten in Deutschland sind im Vergleich zur gesamten Bevölkerung überdurchschnittlich gestresst. Mit 53,1 Prozent wiesen mehr als die Hälfte der Befragten Studierenden ein hohes Stresslevel auf. Damit sind sie sogar gestresster als Beschäftigte in der Arbeitswelt.

Doch was bedeutet Stress überhaupt? Der Ausdruck ist meistens negativ besetzt, aber Stress kann auch motivierend wirken und anspornen. In der studentischen Realität sieht das aber anders aus: Nur circa jeder zehnte Student verbindet mit Stress etwas positives wie Motivation oder Antrieb. Weit über die Hälfte der Befragten assoziiert damit Zeit- und Leistungsdruck sowie Überforderung.

Im Studium geht es eben nicht nur darum, sich fachspezifisches Wissen anzueignen, sondern auch selbstständiger zu werden und mit dem Lernpensum und dem Druck zurechtzukommen. Doch in der oben genannten Studie zeigte sich, dass knapp die Hälfte (43,8 Prozent) der Studenten nicht gut mit dem Stress umgehen können. Dies führt oft zu Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Lustlosigkeit.

Studierende in Mainz

Von allen Bundesländern sind Studenten in Rheinland-Pfalz am wenigsten gestresst, wie die Studie herausfand. Der Jahresbericht 2015 der Psychotherapeutischen Beratungsstelle der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (PBS) zeigt jedoch: Mehr als die Hälfte der Studierenden, die Hilfe von der PBS in Anspruch nahmen, taten dies aufgrund von Leistungsproblemen. Andere Gründe waren zum Beispiel Probleme im Studium und Prüfungsangst.

Die meisten Studenten suchten die Beratungsstelle allerdings aufgrund von depressiven Verstimmungen auf. Bei einem Drittel von ihnen wurde auch tatsäschlich eine depressive Störung diagnostiziert. Depressionen unter Studierenden sind also keine Seltenheit und in Anbetracht der hohen Belastung und Überforderung im Studium keine große Überraschung. Einen Lichtblick gibt es aber: Insgesamt konnte eine signifikante Besserung festgestellt werden, nachdem den Studenten von der PBS geholfen wurde.

Wie also mit Stress umgehen? Komplett vermeiden kann ihn wahrscheinlich keiner, aber mit der richtigen Planung kann er zumindest reduziert werden. Hier geht es zu vier Tipps, wie man am besten an die Prüfungen herangeht. Wer merkt, dass er Unterstützung beim Studium braucht, kann sich an die Psychotherapeutische Beratungsstelle wenden. Und wenn dann alles geschafft ist und die Semesterferien sich auch tatsächlich Ferien nennen dürfen, gibt es hier ein paar Anregungen, wie die freie Zeit verbracht werden kann.

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