Let Freedom Ring – Einblicke zur Bedeutung des Martin Luther King Day

Martin Luther King Jr. gilt als wichtigste Persönlichkeit der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, er predigte für Gleichheit und Versöhnung im Kampf gegen die Rassentrennung der Südstaaten. Durch seine friedlichen Bemühungen und die Massenbewegung die dadurch entstand (sein Marsch nach Washington und die berühmte Rede „I Have A Dream“ ist wohl jedem bekannt), wurden das uneingeschränkte Wahlrecht für Afroamerikaner und das Ende der Segregation eingeführt. Für die pazifistische Grundhaltung seines Protestes und das grenzlose Engagement welches er gegen die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung aufbrachte, wurde er im Jahr 1964 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sein Geburtstag der 15. Januar, ist seit dem Jahr 1986 in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Nationalfeiertag und lässt die Amerikaner an einen ihrer großen Helden gedenken, der mit Mut, Hoffnung und Nächstenliebe gegen die Ungerechtigkeit eines Systems kämpfte und die Geschichte einer Nation verändert hat.

Mit Martin Luther King verbindet mich persönlich sehr viel, als Kind erzählte mir mein Vater oft Geschichten aus seiner Kindheit, die sehr durch die Errungenschaften der Civil Rights Movement geprägt waren. Mein Vater wuchs als neuntes von elf Kindern im Bundesstaat Alabama auf, wo er als Afroamerikaner, tagtäglich den Rassismus und die systematische Unterdrückung durch die Regierung Selbst miterlebte. Für ihn, wie auch für jeden anderen Schwarzen seiner Generation, war Martin Luther King weit mehr als nur ein Freiheitskämpfer, mehr als ein Held, der mit Menschenliebe und Würde gegen Hass und Verachtung kämpfte: er war wie ein Heiliger. Bis heute ist diese besondere Verehrung weit verbreitet, sehr viele afroamerikanische Familien hängen Bilder und Zitate von Martin Luther King an ihre Wände, um seinem Vermächtnis zu ehren. Mehr denn je muss man die Tugenden Brüderlichkeit, Respekt und Gerechtigkeit in der heutigen Gesellschaft hervorheben. Gerade jetzt, in Anbetracht der Vereidigung eines Präsidenten der nicht viel übrig hat für die feinen Takte der Diplomatie oder überhaupt die Feinheiten der amerikanischen Vergangenheit versteht, ist es umso wichtiger. Es ist leider kein Zufall, dass direkt nach der Wahl des designierten Präsidenten Trumps die Anzahl rassistisch motivierter Übergriffe rasant anstieg. Seine Hasstiraden und hetzerische Verbalattacken verbreiten eine ohnehin schon negative Stimmung gegen so ziemlich alle Minderheiten der Vereinigten Staaten.

Obwohl mit Präsident Barack Obama ein Traum der afroamerikanischen Bevölkerung in Erfüllung gegangen ist, darf sie sich nicht ohne Widerstand dem Albtraum beugen der ihr mit Trump bevorsteht. Am 88. Jahrestag der Geburt von Martin Luther King sollten wir uns alle mal vor Augen halten, das Gerechtigkeit und Demokratie nicht als selbstverständlich gelten, das Rassismus in die Vergangenheit gehört, nicht in die Gegenwart und das man mit Liebe und Vergebung vielleicht mehr erreicht, als mit Gewalt und Hass: „Wir haben gelernt, die Luft zu durchfliegen wie die Vögel und das Meer zu durchschwimmen wie die Fische, aber nicht die einfache Kunst, als Brüder zusammen zu leben“ (Dr. Martin Luther King)

 

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