Dem Neujahr auf der Spur

Feuerwerk, Glücksbringer, Bleigießen: Schon morgen ist es wieder soweit – Die Welt läutet ein neues Jahr ein. Wie jedes Jahr gibt es rund um Silvester viele Bräuche und Traditionen, die oftmals zum Fest gehören, ohne dass wir wissen, woher sie kommen.

Silvester selbst als die Bezeichnung für den letzten Tag des Jahres geht auf den am 31. Dezember 314 n. Chr. verstorbenen Papst Silvester I. zurück. Ausgehend von der römisch-katholischen Kirche wird nun überall auf der Welt mit Silvester gleichzeitig der Todestag des verstorbenen Papstes gefeiert, welcher als Heiliger verehrt wird. Das obligatorische Feuerwerk hingegen geht auf erocket-461750_640inen vorchristlichen Glauben zurück. Mit dem lauten Knall sollten böse Geister, Dämonen und das damit einhergehende Pech vom neuen Jahr ferngehalten werden. Damals benutzte mal natürlich kein Feuerwerk, sondern zum Beispiel Peitschen oder Schellen. Heute wird mit den bunten Farben und Effekten außerdem die Freude über das nächste Jahr ausgedrückt.

Mit Freunden und Familien wird um Mitternacht dann angestoßen und „Prosit Neujahr“ gewünscht. Auch dieser Brauch ist nicht neu. Das Wort „Prosit“ bedeutet im Lateinischen „lass es gelingen“. Der „gute Rutsch“, welcher vor Silvester gewünscht wird, kommt hingegen aus dem jiddischen („Gut Rosch“) soll einen guten Anfang für das nächste Jahr wünschen. Bleigießen und Glücksbringer gehören bei vielen ebenfalls dazu: Beim Bleigießen geht es vor allem darum zu sehen, was das nächste Jahr für den Bleigießer bereithält. Der Brauch stammt allerdings schon aus dem antiken Rom, wo er als Methode für Orakel genutzt wurde. Glücksbringer hingegen haben, je nach Form, verschiedene Funktionen. So soll ein Glückspfennig beim Beschenkten für Reichtum sorgen, das Hufeisen soll das Haus vor Fremden schützen. Nach einem Aberglauben soll Linsensuppe für Geld im folgenden Jahr sorgen. Wäsche hingegen soll nicht über Silvester aufgehängt werden, da sie einem Aberglauben nach für Pech bei der Arbeit im kommenden Jahr führen soll. Vorchristliche Erklärungen sind darüber hinaus, dass der germanische Gott Wodan am Jahresende mit seinem Götterheer durch die Lande zieht und ungehindert vorankommen soll.

Insgesamt ist Silvester eingebettet in viele Traditionen und Bräuche, die, mal mehr, mal weniger häufig in der Gesellschaft vertreten sind. Sie machen das Fest zu etwas besonderem und persönlichem für den Einzelnen und sorgen mitunter für die ausgelassene Stimmung. In diesem Sinne „Prosit Neujahr“ und „Gut Rosch“!

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