Eine Geschichte über kleine Gesten, die viel bewirken

Die besinnliche Zeit des Jahres ist fast vorbei und 2017 steht so gut wie vor der Tür. Die letzten Geschenke werden ausgepackt und mehr oder weniger ehrlich, wird sich bei Familie und Freunden bedankt. Die Spielzeuge für viel Geld, werden nach einigen Wochen nicht mehr beachtet und das Bild, was die Tante stundenlang gemalt hat, landet auf dem Dachboden. Das besinnliche Fest Weihnachten verliert mehr und mehr an Glanz. Die Menschen meckern: Da lag doch allen Ernstes neben dem PC und der Spielkonsole nicht noch das neue Handy und die Designer Tasche unter dem Baum, die man sich doch unbedingt gewünscht hat.

Dabei ist Weihnachten nicht die Zeit der teuren Geschenke, sondern der Nächstenliebe. Und man vergisst schnell, dass man nicht unbedingt viel Geld braucht, um anderen Menschen zu helfen, und sie glücklich zu machen. Es sind die kleinen Gesten im Alltag, die Menschen zeigen, wie wichtig sie sind. Man kann auch ohne viel Aufwand viel bewirken.

In Frankfurt an der Hauptwache wurden die Plätzchen verteilt

In Frankfurt an der Hauptwache wurden die Plätzchen verteilt

Unsere Nachbarn kamen dieses Jahr auf die Idee, an Weihnachten etwas Gutes zu tun und bedürftigen Menschen eine Freude zu machen. Tonnenweise Bleche voll Plätzchen wurden gebacken und in kleine Tüten verpackt um damit nach Frankfurt zu fahren. Bevor die ersten Plätzchen an Obdachlose verteilt wurden, waren sie sich unsicher. Freuen sich die Menschen darüber, oder wünschen sie sich vielleicht lieber Geld?

Die anfängliche Unsicherheit war schnell verblasst. Die Menschen waren mehr als dankbar über die Plätzchen und freuten sich, an Weihnachten auch etwas Kleines zu bekommen. Viele lachten und scherzten, die Stimmung war jedes Mal aufs Neue ausgelassen. Eine Dame sagte sogar, sie hätte bereits zwei Geschenke erhalten in dieser Zeit und hätte sie beide ebenfalls verschenkt, an Menschen, die noch ärmer dran seien als sie.

img-20161226-wa0004Der letzte sprach sogar von einem Weihnachtswunder. Der Mann war Diabetiker, freute sich natürlich über die Geste, war aber enttäuscht, da er die Plätzchen nicht essen könne. Nach wenigen Minuten kamen meine Freundin und ihr Bruder wieder, mit einem heißen Gulasch in der Hand. Damit hatte der Mann nicht mehr gerechnet, er war sichtlich gerührt und dankte den beiden von ganzem Herzen.

Nach der gelungenen Aktion wurde sofort beschlossen, daraus eine Familien Tradition zu machen.

Es war schön dieses Lächeln bei den Menschen zu sehen und auch zu sehen, dass sie sich wirklich darüber freuen, dass man an sie denkt und ihnen etwas gibt.“

Und anstatt der Vorsätze, wie ein bisschen mehr Sport machen, viel fürs Studium lernen und ein wenig gesünder ernähren, die jedes Jahr aufs Neue auf der Liste landen, einfach mal eine neue Liste schreiben. Auf der dann steht:

  1. Menschen ein gutes Gefühl geben
  2. Dem Obdachlosen bei der kalten Jahreszeit einen Kaffee kaufen
  3. Die Dame von gegenüber grüßen

Einfach mal Danke sagen.

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