Die Welt steht Kopf – Weihnachten bei 30 Grad

– Ein Erfahrungsbericht von Nadine Beer –

Es ist kaum zu glauben, dass es schon ein ganzes Jahr her ist. Vor ziemlich genau zwölf Monaten befand ich mich noch am anderen Ende der Welt: Im schönen Neuseeland. Viel weiter weg von Zuhause hätte ich gar nicht sein können. Grundsätzlich gefiel mir der Gedanke, mal ganz weit weg von allem mir bekannten zu sein und ständig neue Orte und Leute kennenzulernen. Als Heiligabend jedoch langsam aber sicher näher rückte, machte sich in mir ein ungutes Gefühl breit. Dies würde das erste Weihnachten ohne meine Familie und die geliebten deutschen Weihnachtstraditionen sein.

vollbildaufzeichnung-17-12-2016-125558-bmpIn Neuseeland kam gar keine richtige Weihnachtsstimmung auf. Die Welt stand für mich Kopf. Es war zwar Dezember, aber trotzdem kein bisschen kalt. Für mich war es immer selbstverständlich, dass Weihnachten genau so abläuft, wie ich es von Zuhause kenne. Ich habe mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht, dass es in anderen Kulturen tatsächlich völlig normal ist Weihnachten zur Sommerzeit zu feiern. Hier gab es weder Weihnachtsmärkte mit Bratwurst und Glühwein, noch Sterne und Lichterketten in den Fenstern. Stattdessen waren es mollige 30 Grad und Sonnenschein. Vom Haus aus konnte man Strand, Palmen und Menschen in Bikini und Badehose erkennen. Ein Anblick, der für mich absolut nicht zur Weihnachtszeit passte.

Ich hatte damals jedoch das Glück Weihnachten mit einer jungen, waschechten Kiwi-Familie verbringen zu können, die mich ohne mich wirklich zu kennen, über die Feiertage herzlich bei sich aufnahm.  Somit durfte ich die typischen neuseeländischen Weihnachtstraditionen hautnah miterleben. Im Gegensatz zu uns Deutschen, packen die Neuseeländer ihre Geschenke nicht am Abend des 24. aus, sondern erst am Morgen des 25. Dezember. Mittags gehen sie zum gemeinsamen Spazieren, oder Schwimmen an den Strand und Abends gibt es als typisches Weihnachtsessen das traditionelle Barbecue.

Auch wenn ich Weihnachten im letzten Jahr nicht wie gewohnt mit meiner Familie verbringen konnte, hatte ich trotzdem ein sehr schönes und interessantes Weihnachtsfest. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung von einer fremden Familie so herzlich aufgenommen zu werden und die Weihnachtstraditionen einer anderen Kultur hautnah miterleben zu dürfen. In diesem Jahr freue ich mich trotzdem wieder auf die typische deutsche Weihnacht, mit hoffentlich kalten Temperaturen, einem Weihnachtsbaum, Plätzchen und allem was dazu gehört.

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