‚Drei-Stufen-Konzept‘ zu Fastnacht

Mainz – Nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht in Köln werden jetzt auch für den Rosenmontagumzug in Mainz besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Sollte es zu Belästigungen oder Übergriffen kommen, will die rheinland-pfälzische Polizei vorbereitet sein. Für diesen Fall werden ‚Rückzugsräume‘ für Betroffene in öffentlichen Gebäuden nah der Umzugsstrecke eingerichtet.

Der Anstieg von Terrordrohungen und sexuellen Übergriffen sorgt für Angst in der Bevölkerung. Vor allem Großveranstaltungen, bei denen Menschenmengen entstehen, tragen einen schalen Beigeschmack. Viele Menschen beginnen an ihrer Sicherheit zu zweifeln.

Das ist auch in Mainz nicht anders. Deshalb bleiben Reaktionen auf die gegebenen Umstände nicht aus.

Um besonders Frauen ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, entwarfen Vertreter des Innenministeriums, der Mainzer Polizei, der Berufsfeuerwehr, der Stadtverwaltung sowie des Sicherheitsdienstes des Mainzer Carneval Vereins ein sogenanntes ‚Drei-Stufen-Konzept‚.

Betroffenen hilfesuchenden Frauen wird empfohlen, sich zunächst an Sicherheitskräfte aller Art zu wenden – ob Feuerwehrmann, Polizist oder Sanitäter spielt vorerst keine Rolle.

Zweitens würde für sogenannte ‚Polizeipunkte‘ gesorgt werden, an denen sich zu jedem Zeitpunkt mindestens zwei Einsatzkräfte als Ansprechpartner befinden. In deren Nähe sollen sich Sanitätszelte zur körperlichen und seelischen Erstversorgung befinden.

An dritter Stelle wird geplant, öffentliche Gebäude als ‚Rückzugsorte‘ für belästigte Frauen vorzusehen. Auch hier würden sich Polizeibeamte befinden.

Bei diesen erwähnten Räumlichkeiten handelt es sich um das Rathaus, den Lauterenflügel des Stadthauses (Kaiserstraße), das Kleine Haus des Theaters, das Innenministerium (Schillerplatz), den Frankfurter Hof (Augustinerstraße), sowie das Integrationsministerium in der Kaiser-Friedrich-Straße.

Zusätzlich hat der Deutsche Hotel- und Gaststätten-Verband (Dehoga) den Entschluss gefasst, mit seinen Mitgliedern in der Mainzer Innenstadt diese Aktion zu unterstützen. Demnach sollen auch Gaststätten und Kneipen als Zufluchtsort dienen, um ein Zeichen zum Schutz vor Übergriffen auf Frauen zu setzen.

Bei diesen neuen Sicherheitsvorkehrungen wird zunächst eines deutlich: Es ist effiziente Zusammenarbeit gefragt, um große Veranstaltungen wie den Rosenmontagsumzug ein bisschen sicherer zu gestalten.

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