Terroralarm in München

 

München, 31. Dezember. Nachdem die Münchener Polizei den Hinweis auf einen oder mehrere Anschläge in München erhielte, wurden rund 500 Polizisten in der Silvesternacht zusätzlich zusammengezogen. Laut Hinweise, die von französischen und auch von amerikanischen Geheimdienste kamen, wollten fünf bis sieben IS Terroristen aus dem Irak und Syrien die Selbstmordanschläge verüben. Öffentlich hat die Polizei über einen möglichen Terroranschlag gegen 22 Uhr informiert, danach waren der Hauptbahnhof und der Pasinger Bahnhof geräumt, obwohl es keine konkreten Taten von Terroristen gab. Um 4 Uhr morgens am 1. Januar wurden die beiden Bahnhöfe wieder freigegeben.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zeichnete die schnelle Arbeit der Münchner Polizei aus: „Die bayerischen Behörden haben mit Unterstützung der Bundespolizei umsichtig, besonnen und entschlossen gehandelt.“

Während einer nächtlichen Pressekonferenz sagte Joachim Herrmann, Bayerns Innenminister: „Die Hinweise, die wir vom Bundeskriminalamt erhalten haben, bezogen sich auf geplante Selbstmordanschläge am Münchner Hauptbahnhof und am Bahnhof Pasing.“ Es ist bis jetzt unklar geblieben, warum der Anschlag ausblieb – laut Hermann „vielleicht, weil er tatsächlich gar nicht so geplant war oder vielleicht, weil die Täter jetzt davon Abstand genommen haben“.

Am frühen Neujahrsmorgen fasste die Münchner Polizei die Ereignisse der Nacht zusammen mit einem Tweet: „Unser Grundsatz bleibt: Wenn wir eine Gefahr für die Bevölkerung nicht ganz ausschließen können, werden wir Euch warnen.“

Zum ersten Mal nach den Anschlägen in Paris hat die Terrorangst auch Deutschland erreicht, als das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande abgesagt wurde. Das sollte als Zeichen der Solidarität mit Frankreich sein. Kurz vor Start wurde das Spiel wegen eines drohenden Sprengstoffattentats abgesagt. Da erhielten die Sicherheitsbehörden mehrere Hinweise auf Anschlagspläne, die Polizei wusste auch, dass jemand im Stadion einen Sprengsatz zünden wollte. Die Zuschauer wurden per Lautsprecher aufgefordert, den Stadionbereich zu verlassen.

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