KUZ Mainz: Wiedereröffnung 2017 mit neuem Betreiber

MAINZ. Das ehemalige Kulturzentrum Mainz (KUZ) soll 2017 mit mainzplus CITYMARKETING als neuem Betreiber wiedereröffnet werden. Zum 1. Januar endete der Mietvertrag zwischen der Stadt und den ehemaligen Betreibern Norbert Munk und Joe Trautmann. Im Frühjahr sollen nun die Arbeiten am Kulturzentrum beginnen. Als Sanierungsgründe werden bautechnische Mängel, insbesondere der Sanitäranlagen und im Bereich des Lärmschutzes, angeführt. Die Kosten für den Abriss des Nebengebäudes und die Sanierung des denkmalgeschützten Haupthauses sollen sich auf etwa 4 Millionen Euro belaufen.

Kein KUZ – keine Kultur?

Während viele Anwohner nun auf ruhige Nächte hoffen, äußern sich Kulturfreunde kritisch. Ken Yamamoto, Moderator des ehemaligen monatlichen KUZ Poetry Slams schreibt auf seiner Facebookseite: „Ich hatte insgeheim auf einen Shitstorm gehofft. Aber nüscht. Die Schließung wurde hingenommen, als sei sie unvermeidlich gewesen und wird als Sanierung dargestellt […] Und was werden wir 2017/18 im neuen KUZ finden? Einen Ort, an dem Kultur schwarze Zahlen schreibt und der sich auch für Kongresse eignet?“ Damit greift Yamamoto die Pressemeldung der Zentralen Beteiligungsgesellschaft Mainz (ZBM), die mit der Neukonzeptionierung des KUZ betreut worden war, auf. Dort heißt es, dass ein noch zu gründender Kulturbeirat dafür Sorge tragen soll, dass das KUZ „eine schwarze Null erreicht“. Gleichzeitig sollen aber auch „verschiedene Formate spartenübergreifend eine inhaltliche Vielfalt bieten und auch finanzschwachen Initiativen und Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit geben, in einem professionellem Rahmen ihre Arbeiten und Projekte vorzustellen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen“.

Entgegen der Idee, die Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) und Stadtwerke-Vorstand Detlev Höhne im Juli 2015 vorschlugen, wird das Alte Rohrlager in der Weisenauer Straße während der Sanierungsarbeiten am KUZ nicht Übergangslösung genutzt. Ob und inwieweit das Konzept der ZBM, für das neue Kulturzentrum Mainz Kommerz und Kultur zu verbinden, tatsächlich realisierbar ist, bleibt also abzuwarten.

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