Hongkong protestiert gegen Eingriffe Chinas

– Erneut Herausgeber eines regime-
kritischen Verlagshauses verschwunden

Hongkong. Pro-Demokratische Aktivisten in Hongkong protestieren wegen der mutmaßlichen Entführung von Mitarbeitern eines pekingkritischen Verlagshauses. Der Redakteur des Mighty Current-Verlags, Lee Bo, verschwand am Mittwoch dem 4. Januar unter noch ungeklärten Umständen. Er habe jedoch telefonisch vom Festland aus versichert, dass es „ihm gut gehe und er bei einer Ermittlung aushelfe.“ Albert Ho, Abgeordneter der Demokratischen Partei Hongkongs, vermute hingegen eine Entführung durch China. Dies stehe in möglichem Zusammenhang mit einem vom Verlag geplanten Buch über das Liebesleben des chinesischen Präsidenten Xi Jinping.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art: Bereits im Oktober vergangenen Jahres verschwanden vier Mitarbeiter des Verlagshauses auf unerklärliche Weise. Die Bevölkerung der Sonderverwaltungszone reagierte entsetzt. Sie befürchte seither eine Ausdehnung unbefugter Eingriffe und die damit einhergehende Untergrabung der Presse- und Meinungsfreiheit seitens Chinas in der halbautonomischen Metropole.

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