Klimaschutz durch Fleischverzicht?

Nach langen Verhandlungen haben die Abgeordneten der 195 Länder am 12.12.2015 ein neues Abkommen gegen den Klimawandel geschlossen. Einer der wichtigsten Punkte des in Paris ausgearbeiteten Vertrags ist die Reduktion von Treibhausgasen. Diese entstehen hauptsächlich in der Industrie, im Straßenverkehr und überraschender Weise auch in der Massentierhaltung. Laut einer Studie der Welternährungsorganisation FAO entstünden rund 18 Prozent der Treibhausgase aufgrund von Viehbeständen.                                                                                      

Der jährliche Fleischkonsum des Durchschnitt-Bürgers einer Industrienation sei auf ca. 80 Kilogramm pro Jahr gestiegen. Durch den steigenden Konsum wird natürlich die Produktion gefördert, durch die Verdauung, den Mist und die Gülle der Tiere immer mehr Gase abgegeben.

Wenn man als Verbraucher also positiven Einfluss auf diese Entwicklung nehmen möchte, sollte man weniger Fleisch essen und auf Bioprodukte zurückgreifen. Wie die Organisation Foodwatch feststellte: Schweineschnitzel aus konventioneller Haltung sind für viermal mehr Methan-Ausstoß verantwortlich als aus ökologischer Haltung.                

Doch nicht nur die Tierhaltung selbst, sondern auch die Herstellung des Futters bereitet Grund zur Sorge. Denn häufig dient genmanipuliertes Soja aus Südafrika als Hauptfutter. Um über genügend Anbaufläche zu verfügen, finden vor Ort Brandrodungen der Regenwälder statt. Auch der Transport der Ware per Flugzeug ist alles andere als zuträglich für unser Klima.

Und ebenfalls auf direktem Wege bringt die Massentierhaltung Nachteile für uns Menschen mit sich. Da die Tiere auf so engem Raum zusammenleben müssen, verbreiten sich Krankheiten rasend schnell. Um das Vieh jedoch möglichst gesund zu halten, verabreichen die Farmer ihnen prophylaktisch Antibiotika. Deren Rückstände können im Fleisch oder sonstigen Erzeugnissen auftreten. Nimmt der Mensch diese zu sich, kann sein Körper eine Resistenz gegen das Medikament entwickeln. Im Krankheitsfall stellt es für ihn nun keine Hilfe mehr dar.

Dem Eigen- und Umweltschutz zu Liebe sollte man den eigenen Fleischkonsum also vermindern oder auf einen bewussteren Umgang mit hochwertigeren Produkten achten.   

Und um den Klimaschutzvertrag, der ab 2020 gilt, gerecht werden zu können, muss die Politik jetzt schon tätig werden, um die Massentierhaltung einzuschränken.

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s