Hilfe für Flüchtlinge – Vielfältige Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren

Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. Drei Wochen vor Ende des Jahres ist die Zahl von einer Million im Erstaufnahme-System registrierten Flüchtlingen offiziell erreicht. Dies gab Sozialministerin Emilia Müller in München bekannt. Bei diesen Zahlen wird schnell klar, dass Deutschland bei der Aufnahme, sowie Versorgung der Flüchtlinge an seine Grenzen stößt. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer, wäre die Flüchtlingskrise kaum zu meistern. Kein Wunder, denn es gibt viel zu tun.

In Erstaufnahmeeinrichtungen helfen
Oft sind es Rentner, nicht berufstätige oder Studenten und Lehrer, die ihre Zeit oder Ferienzeit investieren, um Flüchtlingen zu helfen. Nach der Ankunft in Deutschland müssen sich die Flüchtlinge bei einer Behörde als Asylsuchend melden. Danach werden sie in die Erstaufnahmeeinrichtungen gebracht, in denen sie meist drei Monate bleiben. Es gibt viele Möglichkeiten, etwas für diese Menschen zu tun. Essen muss verteilt oder Schlafstätten hergerichtet werden. In den oft völlig überfüllten Erstaufnahmelagern wird jede Hilfe benötigt.

Hilfe in Städten und Gemeinden
Auch in den Gemeinschaftsunterkünften in Städten und Gemeinden, auf die die Asylsuchenden nach ihrem Aufenthalt im Erstaufnahmelager verteilt werden, gibt es einiges zu tun. So melden sich beispielsweise viele Lehrer freiwillig, um Flüchtlingen Deutschunterricht zu erteilen. Auch beim Gang zu Behörden oder Ärzten wird oft Hilfe benötigt, die ehrenamtliche Helfer leisten können. Hier engagieren sich auch viele Studenten. Medizinstudenten begleiten Flüchtlinge zum Arzt und einige Jurastudenten bieten eine kostenlose Rechtsberatung an, wie zum Beispiel die “Refugee Law Clinic Munich“. Für die Integration und das Knüpfen von Kontakten können auch Sport- und Kulturvereine sorgen, indem sie Veranstaltungen für Flüchtlinge organisieren oder diese einladen, an Trainings oder Proben teilzunehmen.

Damit die Versorgung in den Gemeinschaftsunterkünften gewährleistet ist, ist auch einiges an Organisation nötig. Sabine D. ist derzeit nicht berufstätig und hilft daher einmal die Woche in einer Spendenannahmestelle der Flüchtlingshilfe mit. „Durch die tägliche Berichterstattung habe ich erfahren, dass Hilfe in der Flüchtlingskrise benötigt wird. Ich dachte sofort: ich muss mich einbringen!“ Seit einigen Monaten hilft sie nun schon beim Annehmen und sortieren der Spenden. Diese werden dann anschließend in familiengerechte Pakete verpackt und in die Unterkünfte gebracht. „Die Arbeit macht mir Spaß, denn ich habe das Gefühl, den Leuten zu helfen und etwas Sinnvolles zu tun.“, sagt Sabine D..

Hilfe durch Spenden oder Wohnraum
Aber nicht nur mit Zeit kann den vielen mittellosen Menschen geholfen werden. Auch Sachspenden, unter anderem Bettwäsche, Handtücher und Hausrat können sinnvoll sein. Man sollte aber zunächst erfragen, welche Spenden zurzeit für die örtlichen Unterkünfte benötigt werden. Zusätzlich gibt es viele Hilfsorganisationen, beispielsweise das Flüchtlingswerk der vereinten Nationen, die man mit einer Geldspende unterstützen kann. Wer ein oder mehrere Zimmer in seiner Wohnung frei hat, kann diesen Wohnraum auch Flüchtlingen zur Verfügung stellen. So gibt es bereits einige Organisationen, die Flüchtlinge an Wohngemeinschaften vermitteln, in denen diese dann oft gemeinsam mit Studenten leben können.

Um sich einen Überblick über Möglichkeiten der Beteiligung und lokale Organisationen zu verschaffen, kann man sich im Internet auf http://www.proasyl.de und http://www.wie-kann-ich-helfen.info informieren. Ein weiterer wichtiger Ansprechpartner und Koordinator sind die Flüchtlingsräte. Solange die Probleme in den Herkunftsländern der Flüchtlinge nicht gelöst werden, wird auch der Flüchtlingsstrom nicht abreißen. Daher ist es umso wichtiger, dass auch die Hilfe in der Bevölkerung dies nicht tut.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s