Unentgeltliche Arbeit neben dem Studium oder Beruf

Ehrenamtliche Aufgaben sind in Mainz in unterschiedlichsten Bereichen möglich. Ob Hausaufgabenhilfe bei Kindern und Jugendlichen, Essens- und Kleiderausgabe an Bedürftige oder Spazierengehen mit einem Tierheimshund – für jeden Charakter ist etwas dabei.

Das Verhältnis von jung und alt der ehrenamtlichen Helfer des Tierheims in Mainz-Finthen ist sehr ausgeglichen. Insgesamt gibt es etwa 3300 Freiwillige. Diese Zahl nannte der Tierschutzverein Mainz und Umgebung e.V. am 14.12.2015.

Seit der Gründung des Vereins 1908 ist das Tierheim auf ehrenamtliche Helfer angewiesen, um den heimatlosen Lebewesen die Pflege und Behandlung zu bieten, die sie verdient haben. Aktuell beläuft sich die Zahl der Hunde auf etwa 45, die der Katzen auf 40. Auch 80 Kleintiere, wie Ratten, Meerschweinchen oder Hamster finden übergangsweise ein Zuhause. Genauso wie diverse Wildtiere, welche wieder aufgepäppelt werden müssen.

Ist die Mitgliedschaft des Tierheims erst einmal beantragt und ein jährlicher Beitrag von mindestens 30 Euro (15 Euro für Rentner) gezahlt, stehen dem Tierliebhaber verschiedenste Möglichkeiten der Hilfe offen:

Die Klassischste und Beliebteste ist das Ausführen der Hunde. Die Vierbeiner bekommen den nötigen Auslauf und stärken das oft eingeschränkte Vertrauen zu den Menschen. Dafür ist eine vorherige circa einstündige Einführung zum Gassigehen nötig. Hierbei werden Abläufe und Regeln erklärt, an die sich der Ausführer halten muss. Beispielsweise gibt es bestimmte Abhol- und Bringzeiten der Vierbeiner, um zum einen langes Warten zu vermeiden und zum anderen die Arbeit der Pfleger in unvereinbarten Zeiten nicht unnötig zu unterbrechen. Andere Regeln, wie die Verbote der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, das Ableinen oder Abnehmen des Maulkorbes sind ebenso wichtig zum Schutz des Tieres und des Menschen.

Für Studenten aufgrund des Platz- oder Zeitmangels oft keine Möglichkeit der Hilfe ist die übergangsweise Tierpflege zu Hause. Dies entlastet die Tierheimarbeiter auf der einen Seite. Auf der anderen fördert es die Mensch-Tier-Beziehung in besagten Fällen. Und manchmal entsteht sogar eine dauerhafte Pflege.

Besitzern von vermittelten Tieren werden von Zeit zu Zeit noch Besuche der Tierschutzkontrolleure abgestattet – eine weitere ehrenamtliche Aufgabe. Diese ist wichtig, um das Wohlergehen des Tieres zu sichern.

Das Spielen mit Katzen, Streicheln von Kaninchen oder Säubern und wenn nötig Reparieren der Gehege ist immer gerne gesehen.

Symbolisch kann auch die Patenschaft eines selbst gewählten Heimtieres übernommen werden. Das heißt, ein monatlicher Betrag von mindestens fünf Euro wird in die Tierheimskasse eingezahlt und für die Versorgung und Betreuung verwendet. Die Patenspenden werden jedoch für alle tierischen Gefährten genutzt, um eine gerechte Pflege zu gewährleisten.

Allgemeine Geldspenden (von der Steuer absetzbar) helfen dem Tierheim sehr, sind speziell von Studenten mit meist knappen Budget jedoch eher selten. Wer – anders als bei Geldspenden – sehen möchte, wo die Hilfe hingeht beziehungsweise was finanziert wird, kann auch direkt Sachspenden, wie zum Beispiel Futter, Katzenstreu oder auch neue Hundeleinen schenken.

Mit ein bisschen Zeit und Lust, Gutes ohne Gegenleistung zu tun, ist es sehr leicht, sich ehrenamtlich zu engagieren. Und die Freude eines springenden Hundes, wenn er endlich mal wieder ausgeführt wird, ist Dank genug.

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