„Wert darauf gelegt, noch ein Leben zu haben“

Olivia S.* (24) ist Studentin an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und ist wie viele neben ihrem Studium berufstätig. Sogenannte Studentenjobs werden in den unterschiedlichsten Branchen angeboten. Damit bezeichnet man ein Arbeitsverhältnis zwischen einem Arbeitgeber und einem studentischen Arbeitnehmer. Bevor man diesen antreten kann, ist es wichtig zu klären, was man für einen Job antritt. Es gibt verschiedene Optionen: so z.B. eine 3-monatige Tätigkeit oder eine mit einer Wochenarbeitszeit von max. 20 Stunden oder eine geringfügige Beschäftigung mit max. 450€.

Studenten haben gegenüber Nicht-Studenten bei der Berufssuche einen Vorteil: Durch Fachschafts-Verteiler oder Portale wie jobsuma, jobmensa, studentenjob24 ist es meist sehr schnell und einfach an die verschiedensten Jobs zu gelangen. Das Angebot scheint unendlich.

Olivia ist zurzeit in einem Kunstmuseum tätig und blickt auf einen vielseitigen Lebenslauf zurück. Sie arbeitete zuvor unter anderem in einer Verpackungsfirma, in der Gastronomie und im sozialen Bereich. Für sie sind die Gründe einen Studentenjob anzutreten eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit von den Eltern und die gewonnene Eigenständigkeit. „Anfangs war es sehr stressig die Arbeit neben dem Studium selbst einzuteilen“, berichtet sie. „Da es mir aber wichtig war die Zeit für die Uni zu behalten, wollte ich nicht den Maximalbetrag verdienen. Zum Glück ging es auch so.“

Damit spricht sie einen wichtigen Punkt an. Wenn man nebenher arbeitet, lernt man vieles über sich und seine Fähigkeiten kennen, was man kann und was nicht. Dabei ist ein nettes Umfeld und Flexibilität in der Arbeitszeit ebenso wichtig wie die angemessene Bezahlung. Olivie sieht diese kritisch:„Vor allem im sozialen Bereich, in dem auch ich gearbeitet habe, gibt es viele ehrenamtliche Tätigkeiten, die das leisten, was eigentlich die Aufgabe des Staates wäre. Das finde ich nicht gut“.

Neben der Vergütung spielt der Wirkungsaspekt eine entscheidende Rolle. Ein Nebenjob kostet Zeit und Kraft – physisch wie psychisch. Die Kunstgeschichtsstudentin empfiehlt daher das Privatleben von der Arbeit abzugrenzen, auf sich zu achten und nicht rund-um-die-Uhr verfügbar zu sein. Die körperliche Belastung solte dementsprechend bei Jobs in der Gastronomie im Hinterkopf behalten werden.

Trotz aller negativer Kritik sind die gesammelten Erfahrungen sehr wertvoll in der beruflichen und persönlichen Entwicklung. „Am Ende des Tage ist es schön zu wissen, was du geschafft hast, vor allem wenn du mit Menschen arbeitest.“

 

*Name von der Redaktion geändert

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