Keine Frage des Essens

MAINZ: Bei einer Umfrage der Studierendenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zeichnet sich ein erstaunliches Bild ab: Die Wahl der Mensa hängt für viele gar nicht von der Qualität des Essens ab, das dort serviert wird. Das Essen schneidet in den unterschiedlichen Mensen zwar nicht gleich gut ab, doch die Qualität wird oft zu Gunsten von anderen Vorzügen der jeweiligen Mensa zurückgestellt.

Dabei fällt auf, dass die Nähe vom Hörsaal zu der jeweiligen Mensa eine entscheidende Rolle spielt. Etwa für jeden zweiten Befragten stellte ein kurzer Weg zu seinem/ihren Mittagessen ein wichtiges Kriterium dar. So gehen Naturwissenschaftler aus dem Bereich der Chemie im Schnitt lieber in die Zentralmensa, Gesellschaftswissenschaftler aus dem Georg-Forster-Gebäude bevorzugen die Mensa gleich in ihrem Gebäude und Studenten der Rechtswissenschaften ziehen die Mensa im Rewi vor.

Das sind aber nicht die einzigen Kriterien. Die Auswahl an warmen Speisen in der Zentralmensa ist größer als im Rewi oder etwa dem GFG, weiterhin empfinden die Befragten es als einfacher dort einen Sitzplatz zu bekommen.

Trotzdem schneidet die GFG-Mensa im Schnitt leicht besser ab. Die Freundlichkeit des Personals und die Umgebung werden als angenehmer empfunden, die Option der schnellen Barzahlung wird immer noch von vielen wahrgenommen und schließlich empfindet eine kleine Mehrheit der Befragten die Qualität des Essens als besser im Vergleich zu Rewi und Zentralmensa.

Das Rewi wird als qualitativ nicht schlechter als die Zentralmensa empfunden, bietet aber wie das GFG nicht viel Platz und wird häufiger für ihr Frühstücksangebot aufgesucht als für andere Mahlzeiten. Der eigentliche Grund für die stetige Wiederkehr in die gleiche Mensa liegt allerdings in einem weiteren Faktor begründet, der von vielen Befragten genannt wurde: ihrer Gewohnheit. So gehen auch manche Studenten aus höheren Semestern noch nach Jahren in ihre „Stammmensa“ ohne auch nur eine Mahlzeit aus den anderen Mensen zu sich genommen zu haben.

Die große Mehrheit der Befragten geht in einer dieser drei Mensen regelmäßig essen. Doch einige Befragte gaben an die Mensen gänzlich zu meiden, um das alternative kulinarische Angebot des Campus zu nutzen. Sei es in der Bäckerei an der Johannes-Gutenberg-Buchhandlung oder in einem der Dönerläden, bis hin zur kompletten Selbstversorgung von zu Hause aus.

Die Verteilung der Studierendenschaft auf die Mensen erfolgt demnach abzüglich derjenigen Studenten, die nicht in ihnen essen nach den Fachbereichen, die ihre Veranstaltungen in Gebäuden nahe der jeweiligen Mensa haben und der Gewohnheitsnatur der Studenten. Nur ein kleiner Teil der Befragten gab an, dass die Qualität des Essens wirklich den Ausschlag für ihre Mensa gegeben hat.

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