„Licht aus!“ für den Klimaschutz

Mainz beteiligt sich an WWF-Aktion Mainz, 24. März – Die Landeshauptstadt Mainz will am Samstagabend die öffentliche Beleuchtung an fast 40 städtischen Wahrzeichen für eine Stunde abschalten. Dies geschieht im Rahmen der Klimaschutzaktion „Earth Hour – Stunde der Erde“, welche der WWF (World Wide Fund For Nature) jährlich initiiert. Laut Pressemeldung der Stadt soll es Samstag bereits ab 18 Uhr am Dom ein passendes Abendprogramm geben. Um 20.30 Uhr werde dann auf Kerzenlicht umgeschaltet.

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Leichhof, Mainzer Dom

Earth Hour in Mainz

Neben dem Hauptwahrzeichen der Stadt soll ebenfalls an vielen weiteren Kirchen und öffentlichen Gebäuden den Scheinwerfern der Strom gekappt werden. Dazu gehören unter anderem die Beleuchtung des Staatstheaters, der Theodor-Heuss-Brücke und des Rathauses der Stadt Mainz. Private Haushalte sind ebenso dazu aufgerufen sich an der Aktion zu beteiligen und für den angekündigten Zeitraum auf elektrisches Licht zu verzichten. Besuchern des Abendprogramms auf dem Leichhof sollen Informationen und Tipps zum Thema Energiesparen und Klimaschutz geboten werden.

„ein starkes Symbol“

Weltweit gewinnt das „Licht aus!“-Event seit seiner Entstehung 2007 in Sydney jährlich mehr begeisterte Anhänger. Das Konzept ist denkbar einfach: Überall sollen einmal im Jahr zu einer festgelegten Zeit für eine Stunde die Lichter ausgeknipst werden. Damit solle gemeinsam ein gut sichtbares Zeichen für die Forderung nach mehr Klimaschutz gesetzt werden. Laut WWF haben sich allein im letzten Jahr mehr als 7.000 Städte aus insgesamt 126 Ländern beteiligt. Mainz nimmt dieses Jahr zum vierten Mal teil und die Stadt setzt großes Vertrauen in die Signalwirkung der Aktion: „Diese Aktion ist ein starkes Symbol und regt die Menschen an, ihren eigenen Energieverbrauch zu überdenken.“, so Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne).

Das Event wird besonders über moderne Medien und soziale Netzwerke beworben. Hunderte bewegende Bilder und Videoclips kursieren im Netz und rufen zur Teilnahme auf. Die übermittelte Botschaft ist eindeutig: Jeder kann aktiv helfen den Klimawandel zu stoppen. Dennoch wird die Veranstaltung auch kritisiert. „Die direkten Auswirkungen des Projekts sind freilich gering, weil die elektrische Beleuchtung nur einen kleinen Anteil am gesamten Stromverbrauch hat“, so ein Kommentar von Christof Windeck, leitender Redakteur des Ressorts PC-Hardware beim Magazin c‘t. Es handle sich tatsächlich nur um ca. 1 – 2 % des Gesamtverbrauchs, heißt es weiter.

IMG_0303Trotzdem ist die Begeisterung der Massen deutlich, sieht man sich Videoaufzeichnungen vergangener Jahre an. „Je mehr Menschen, Städte und Länder sich daran beteiligen, desto größer ist die Signalwirkung.“, schreibt der WWF. Das Ziel der Veranstaltung sei kein Soforteffekt durch das sparen von Strom. Vielmehr solle die starke Medienpräsenz den Klimawandel neu ins Bewusstsein der Menschen rücken und zum Handeln motivieren. „Change climate change!“, ist dabei der Slogan des offiziellen „Earth Hour“-Videos. Dieses fordert auch dazu auf, sich über die „Stunde der Erde“ hinaus mit der Thematik zu beschäftigen. „Die Stadt Mainz beteiligt sich gerne an dieser Aktion, denn sie fügt sich ein in unsere Anstrengungen, die öffentliche Beleuchtung schrittweise in eine Ökologische Stadtbeleuchtung umzubauen“, sagt Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD), die für die öffentliche Beleuchtung der Stadt Mainz zuständig ist. Um wirklich Verbesserung in Sachen Klimabilanz zu erreichen, darf es also bei einem Symbol nicht bleiben. Experten hoffen, dass durch Aktionen wie der Earth Hour die Menschen auf das Problem aufmerksam werden und so ein allgemeines Umdenken stattfindet; für jede Stunde eines jeden Tages.

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