Nachtrag zur Berlinale

Schon lange fertig. Habe schlichtweg vergessen, ihn hochzuladen

Berlin.  Vom 5.-15. Februar 2015 fanden die diesjährigen Berliner  Filmfestspiele, kurz Berlinale statt. Mit den Festspielen in Cannes und Venedig zählt die Berlinale nicht nur zu den größten und wichtigsten Kino- Festivals in Europa, sondern hat auch weltweit einen sehr hohen Status.
Während jedoch die Festspiele in Cannes nur Fachbesucher und Prominente die Pforten öffnen, ist die Berlinale mit ihren jährlich etwa 490.000 Eintrittskarten das größte Publikumsfestival der Welt.

Seit 1951 wird das Festival abgehalten und krönt jährlich in verschiedenen Kategorien die bedeutsamsten Filme des vergangenen Jahres.
Dabei werden immer circa 400 Filme gezeigt, von denen etwa 20 am Hauptwettbewerb um den Goldenen Bären teilnehmen. Welcher Film nominiert und ausgezeichnet wird, bestimmt eine jährlich wechselnde Jury. Die diesjährige Präsidentschaft der Jury trug der amerikanische Regisseur Darren Aronofsky (Requiem for a Dream, Black Swan).

Neben dem Goldenen Bären für den besten Film wird von der Jury auch der Silberne Bär vergeben. Ähnlich den Vergaben in Cannes und Venedig sind die Kategorien für die silberne Trophäe Großer Preis der Jury, Beste Regie, Beste(r) Darsteller(in), Preis der Jury (Kurzfilm) und seit 2008 auch Bestes Drehbuch und Herausragende Künstlerische Leistung.
Der Goldene Bär wurde 2015 an Taxi vergeben. Regie führte der iranische Regisseur Jafar Panahi. 2013 hatte er bereits den Silbernen Bären in der Kategorie Bestes Drehbuch für den Film Pardé erhalten.

Außerhalb des Hauptwettbewerbs gibt es weitere Sektionen, in denen Filme präsentiert und prämiert werden. Diese Sektionen setzen dabei meist einen gewissen Schwerpunkt. In der Rubrik Forum des Neuen Films oder kurz Forum werden Filme gezeigt, die sich politisch engagieren oder eher ins Genre Independent-Kino fallen.
Die Rubrik Generation richtet ihren Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche und vergibt den Preis des Gläsernen Bären.
Eine Besondere Untersektion der Berlinale ist dabei die Retrospektive, in der zurückgeblickt wird auf vergangene, bedeutende Künstler, auf Formate oder technische Wandlungen. Darin enthalten ist immer die sogenannte Hommage, die einen Künstler beleuchtet, der dann im selben Jahr auch den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk überreicht bekommt.
Der Ehrenpreis ging 2015 an den deutschen Filmemacher Wim Wenders.
Auch die FIPRESCI- Vereinigung darf in Berlin einen Preis vergeben, so wie sie es auch in Cannes, Venedig oder Locarno tut.

Die Fachschaft Filmwissenschaft an der Universität Mainz verloste zur Berlinale 20 Akkreditierungen, womit es Studenten möglich war an der diesjährigen Berlinale teilzunehmen. Eine der glücklichen Gewinnerinnen war Angela I. Sie hat sich die Zeit genommen, einige kleine Fragen zur Berlinale zu beantworten.

Frage: Wie lange warst du auf der Berlinale und wie war es für dich als Erfahrung?
Antwort: Ich war insgesamt drei Tage dort. Es war sehr schön und ich werde nächstes Jahr
auf jeden Fall länger bleiben.

F: Würdest du dann auch selbst Karten lösen, oder wieder auf eine Akkreditierung hoffen?
A:  Auf jeden Fall Akkreditierung.

F: Dann viel Glück dabei. Warst du denn vor der diesjährigen Berlinale schon auf anderen
Filmfestspielen? Und wenn ja, wie war für dich der Unterschied zu Berlin?
A: Ich war bereits ein paar Tage in Venedig. Dort ist die Location definitiv schöner und man
besucht fast immer jede Vorstellung. In Berlin ist es wirklich zu voll und als Student ist
man dort sehr unwichtig.

F: Heißt das, dass du aufgrund der enormen Größe der Berlinale manche Filme nicht sehen
konntest?
A: Ja genau. Zum Beispiel ‚Victoria‘ und ‚Knight of Cups‘ habe ich verpasst.

F: Was hast du denn alles sehen können? Hast du Highlights? Enttäuschungen? Insidertips?
A: Ich war sehr enttäuscht vom neuen Film von Werner Herzog (‚Queen of the Desert‘). Aber
am meisten hat mir ‚Taxi‘ und ‚Love, Theft and other Entanglements‘. Und auch besonders
die Hommage and Wim Wenders.

F: ‚Taxi‘ hat auch den Goldenen Bären erhalten. Dieser Entscheidung würdest du zustimmen?
A: Also, ich habe nur vier Filme des Wettbewerbs gesehen, aber ich stimme total zu. Vor
allem, weil der Regisseur Drehverbot hatte!

F: Konntest du denn auch Filmschaffende dort treffen?
A: Nicht viele, aber ich habe Audrey Tautou, Daniel Brühl und Wim Wenders sehen können.

F: Danke für deine Zeit und viel Glück bei der Verlosung nächstes Jahr.

Wer sich mehr über das Festival, das Programm und die Gewinner informieren möchte, kann auf der Homepage berlinale.de viel interessantes Material, Trailer und natürlich auch alle Links zu den zugehörigen Seiten in den Sozialen Netzwerken finden.

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