Neue Unterkünfte für Flüchtlingsfamilien

MAINZ – Die Stadt Mainz versucht, die Flüchtlinge aus Krisengebieten so gut wie möglich unterzubringen. Anfang Januar wurde eine Unterkunft in Weisenau fertiggestellt, doch die Zahl der nach Deutschland kommenden Personen muss ständig nach oben korrigiert werden, der Platz ist  begrenzt.

Für 160 Vertriebene ist in der neuen Gemeinschaftsunterkunft in der Wormser Straße in Weisenau Platz. In Rekordzeit wurden hier 112 Container aneinander geordnet und zu praktischen Wohnräumen verbaut. Das Nötigste existiert, genügend Betten, Decken, Kochplätze und Sanitäranlagen. Der Bau war dringend nötig, damit die Flüchtlinge die verbleibenden kalten Wintermonate nicht mehr in der zum Abriss freigegebenen, Alten Feuerwache Barbarossaring in der Neustadt wohnen müssen. In der neuen Unterkunft gibt es sogar Kinderbetreuung und auch die Ausstattung wurde von lokalen Politikern gelobt.

Momentan leben etwa 860 Flüchtlinge in Mainz, verteilt auf fünf  Unterkünfte, die vom Malteserdienst und der Stiftung Juvente betreut werden. Doch die Stadtverwaltung rechnet im Jahr 2015 mit weit über 1000 neuen Flüchtlingen, die Unterbringung gestaltet sich immer schwieriger. Mitte des Jahres soll ein neues Quartier in Hechtsheim fertiggestellt werden, somit summieren sich die aktuellen Kosten für alle Unterkünfte und die Versorgung auf etwa sechs Millionen Euro. Die Stadt Mainz betont jedoch, dass sie trotz hoher Kosten die Flüchtlinge nicht in improvisierten Zeltstädten oder baufälligen Gebäuden unterbringen wolle. Platz gäbe es, zum Beispiel in Teilen der Kurmainzkaserne oder in den Häusern der US-Armee in Gonsenheim. Die Verhandlungen laufen stockend, da diese Plätze eigentlich für „normalen Wohngebrauch“ genutzt werden sollten. Wie der Dialog endet und ob es mehr neue Unterkünfte in Mainz und Umgebung geben wird, ist momentan unklar.

Von Giulia Canzoneri

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Unter www.mainzer-ehrenamt.de kann man sich über Bedarf und Gesuche der Flüchtlingsunterkünfte informieren, zum Beispiel Sachspenden in Form von Hygieneartikeln oder Zeitspenden wie Behördengänge oder Deutschunterricht.

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