Michael Keaton: Das Comeback des Jahres!

Über fünfundzwanzig Jahre ist es her, da hatte der US-amerikanische Comedian Michael Keaton seinen einzigen echten Hollywood-Erfolg. Als Batman wurde er 1989 unter Comicfans zur Legende. Von allen anderen wurde er eher belächelt – und schließlich vergessen. Doch jetzt gelang ihm ein beispielloses Comeback.

 

Zum Dreh von Birdman scharrte der inzwischen siebenfach Oscar-nominierte Regisseur Alejandro Gonzalez Inarritu ein beeindruckendes Ensemble aus Charakterdarstellern um sich. Darunter finden sich Edward Norton (drei Oscar-Nominierungen), Naomi Watts (zwei “ “) und die britische Top-Mimin Andrea Riseborough. Die Hauptrolle erhielt jedoch Keaton. Warum? Weil die Rolle des alternden Hollywood-Stars Riggan Thomson Keatons Lebensgeschichte widerspiegelt.

Thomson spielte vor langer Zeit die Hauptrolle in der Superhelden-Trilogie Birdman. Er ist deshalb zwar berühmt, wird allerdings von Kritikern verspottet. Er sei ,,kein richtiger Schauspieler“, lediglich ein ,,Star“. So formuliert es die Broadway-Kritikerin Tabitha Dickinson (gespielt von Lindsay Duncan). Thomson will allen zeigen, dass er das Zeug zum Künstler hat und adaptiert zu diesem Zweck Raymond Carvers Kurzgeschichte What we talk about when we talk about Love am Broadway. Dabei ergeben sich aber von Beginn an Barrieren, die Thomson überbrücken muss. Da wären die Drogensucht seiner Tochter Sam (ebenso wie Keaton und Norton Oscar-nominiert: Emma Stone), die Eigensinnigkeiten seines exzentrischen, narzisstischen Kollegen Mike Shiner (Norton) und vor allem sein Alter Ego Birdman selbst. Dieser verfolgt Riggan auf Schritt und Tritt, egal wie sehr er ihn auch verdrängen will.

Michael Keaton hat Riggan Thomsons Ziel definitiv erreicht. In dem insgesamt brillant gespielten und inszenierten Film ragt er heraus. Birdman ist die Rolle seines Lebens. Jetzt dürfte es kaum noch jemanden geben, der ihm die großen Auftritte nicht zutraut. Keatons Comeback überragt die anderer Stars noch. Zu nennen sind hier Bill Murray (Rushmore, 1998) und Mickey Rourke (The Wrestler, 2007). Am ehesten ist es noch mit dem von John Travolta (Pulp Fiction, 1994) zu vergleichen. Keaton könnte jetzt schaffen, was keinem der Genannten damals gelang – nach der nächsten Oscar-Verleihung am 22. Februar könnte er den Goldjungen mit nachhause nehmen. Er gilt als Favorit.     

 Birdman eröffnet Keaton eine neue Karriere. 2015 wird er zumindest in einem weiteren Film zu sehen sein. Das Drama Spotlight mit den Co-Stars Rachel McAdams und Mark Ruffalo wird voraussichtlich dieses Jahr in den amerikanischen Kinos anlaufen.

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Bildquelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d9/Michael_Keaton_by_Gage_Skidmore.jpg                          Info: Das Bild wird nach der Rezension umgehend entfernt

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