„Mode für die Frau der Zukunft“

Starke Auftritte der Designer auf der Mercedes-Benz Fashion Week

BERLIN – Die Modewelt blickte in der vergangenen Woche wieder gespannt auf Deutschlands Hauptstadt. Viele Newcomer und bekannte Designer präsentierten hier auf der Mercedes-Benz Fashion Week vom 19. bis 22. Januar die Trends für den kommenden Winter 2015/16. So unter anderem das Schwabenlabel Marc Cain, Kaviar Gauche, Augustin Teboul und Dorothee Schuhmacher. Shopping Queen-Liebling Guido Maria Kretschmer ließ sich die Teilnahme ebenfalls nicht nehmen.

Laut Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer war Berlin Schauplatz von 70 Schauen mit 3000 Marken und 200.000 erwarteten Besuchern. Anwesend waren neben berühmten Fashion-Bloggern wie Chiara Ferragni und Frauke Ludowig auch die Schauspielerinnen Katie Holmes und Liz Hurley.

Die Eröffnung

Eröffnet wurde das große Spektakel von Stardesignerin Charlotte Ronson. Die New Yorkerin stellte ihre Frühlings-/Sommerkollektion vor und beeindruckte wie gewohnt mit sehr femininen Designs. Auffällig waren leichte und fließende Stoffe, sowie Gänseblümchen-Prints und Riemchensandalen. „Sehr süß“ also, wie sich auch Schauspielerin Eva Padberg nach der Show äußerte.

Mittendrin – Mainzerin Anja Gockel

Passend zum Namen ihres Labels begann die Show der Designerin Anja Gockel mit einem Hahnenschrei. Die Mainzerin ist seit Beginn der Fashion Week Berlin 2007 mit dabei und punktete auch in diesem Jahr mit fair produzierter Mode. Die zugleich lässig und eleganten Kleidungsstücke im figurbetonten Schnitt wurden unter anderem von den „Germany’s next Topmodel“-Finalistinnen Rebecca Mir und Jolina Fust präsentiert.  „Für uns Designer ist die Fashion-Woche wie das Holz, aus dem wir geschnitzt sind. Sie ist der Rahmen, den unser Werk braucht, um ein Bild von der Mode für die Frau der Zukunft zu zeichnen“, sagte Gockel nach der Show.

Newcomer der Herrenmode

Ebenfalls starke Auftritte feierten die Newcomer Bobby Kolade und Sasa Kovacevic. Der in Uganda aufgewachsene Berliner Kolade präsentierte auf dem Laufsteg bunte afrikanische Stoffe mit wilden Mustern in klassischen, kantigen Formen. Sein Markenzeichen: Lubugo – die an Leder erinnernde Rinde des Feigenbaums. Bei Kovacevics Label Sadak trugen die Models Mäntel mit Drachenmustern und Schnauzbärte. Der Gegensatz der sowohl orientalisch, als auch knabenhaft angehauchten Kleidungsstücke, kam bei dem Publikum besonders gut an.

Für Aufsehen sorgte das junge Label Popsugar. Der minimalistische Stil des Labels wurde durch schwarze Balken über den Lippen der male Models unterstrichen. Schwarz war auch der Großteil der Kollektion. Anstatt mit Farben spielte Gründer Daniel Blechman mit unterschiedlichen Materialien und aufregenden Schnitten.

Becker-Tochter feiert Debüt – Trends halten sich

In Riani’s Runway Show feierte Boris Becker’s Tochter Anna Ermakova ihr Laufsteg, über den die 14-jährige zusammen mit einem Riesenplüschpudel schritt. Aus Plüsch bestand dabei nicht nur der Pudel, Inspirationsquelle des Labels sind nämlich verschiedene Textilien. Der „Yeti-Look“ ist demnach auch im kommenden Winter wieder angesagt. Modern bleibt außerdem „oversized“, also übergroße Schnitte, Culottes (Hosenröcke) und die Trendfarben Chili, Mustard und Schwarz.

Berlin und die Fashion Week

Die Fashion Week findet zweimal jährlich statt und gilt als Gipfeltreffen der deutschen Modeszene. Berlin ist Europas größter Modemesse-Standort und bringt der Stadt eine zusätzliche Wirtschaftskraft von rund 120 Millionen Euro. Neben der aus finanziellen Gründen abgesagten Messe „Bread & Butter“ in Tempelhof fehlte in diesem Jahr auch Designer Michael Michalsky, der zugunsten einer Spende an die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ auf seine Show verzichtete.

*Fotos Folgen eventuell später

Quellen:

fashion-week-berlin.mercedes-benz.de

stern.de

spiegel.de

rhein-zeitung.de

sueddeutsche.de

stuttgarter-nachrichten.de

vogue.de

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