„Waffen schaffen keinen Frieden“

Entwicklungsminister Müller fordert zum Umdenken auf

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) steht den Waffenlieferungen ins Ausland jetzt weniger kritisch gegenüber, wie er am 12.10.14 in einem Interview des Deutschlandfunks berichtete.

Waffen gäbe es zu viele in der Welt. Sie schafften keinen Frieden, lediglich kurzfristige Stabilität, so Müller.

Trotzdem sei es aus aktuellem Anlass dringend notwenig, beispielsweise an die kurdischen Peschmerga-Kämpfer Waffen zu liefern und diese zu unterstützen. Sie kämpften, laut dem Entwicklungsminister, auch für uns und unsere europäische Kultur mit ihren Werten, die es zu beschützen gelte.

Solche Lieferungen bezeichnet er als „Hilfe zur Notwehr“.

„(…)die humanitäre Hilfe, dass Hunderttausende von Flüchtlingen überleben, ist ebenso wichtig und (außerdem) ein diplomatischer Vorstoß. Es ist eine diplomatische Offensive und Initiative erforderlich, dieses Morden in Syrien, im Irak zu stoppen.“

Er plädierte auch dafür, dass Deutschland künftig mehr Verantwortung in internationalen Angelegenheiten übernehmen solle, insbesondere zur Überwindung der Krisen in Syrien und im Irak:

„(…)wir können da nicht die Augen verschließen, denn wir können ja und müssen helfen, dass diese Leute über den Winter kommen, überleben. Das ist auch eine menschliche Verpflichtung, eine christliche Verpflichtung.“

Gerd Müller fordert deswegen eine „Sondermilliarde“ der Europäischen Union und einen Sonderbeauftragten in einer EU-Flüchtlingssonderkomission  vom EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker.

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