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„Sony Pictures Hack“ – Terrorismus 2.0 oder Insiderjob ?

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Mainz. Fallout – Am 24.11.2014 drang eine Hacker Gruppe, genannt G.O.P ( Guardians Of Peace), in das firmeninterne Netzwerk von Sony Pictures ein. Der Angriff setzte alle Computer der Sony Angestellten außer Gefecht –  wertvolle Firmengeheimnisse und streng geheime Daten wurden entwendet.

Eine Angestellte des Medien-Riesen berichtet im Blog des Fortune -Magazins über das Erscheinen des „Black Screen of Death“ ca. um 8:15 Uhr, kurz nach Arbeitsbeginn. Folgendes Bild brannte sich in die Erinnerung der Angestellten ein.

hack

Quelle: twitter.com

Nach Veröffentlichung erster Medienberichte zum Vorfall nahm die US- Berichterstattung seinen „Dauerfeind“ Nordkorea ins Visier.  Dies wurde nach Untersuchungen des FBI von staatlicher Seite öffentlich bestätigt. Die Angreifer schienen dem medialen Strom zu folgen und stellten dankbar Ihren Angriff in den implizierten politischen Kontext.

Hintergrund –  Drei Tage zuvor gingen bereits erste Geldforderungen seitens der Angreifer bei Sony Pictures ein.

G.O.P drohte -in mutmaßlich von Google übersetztem, fragwürdigem Koreanisch – nun sogar mit Gewalt – sollte die Diktator-Satire „Das Interview“ in den Kinos ausgestrahlt werden. Sony reagierte einsichtig und verhinderte zuerst die Ausstrahlung. Nach heftiger Kritik seitens des US-Präsidenten Obama, entschied sich Sony der Erpressung die Stirn zu bieten und den Film zuerst online, dann auch in den Kinos zu veröffentlichen.

Hintergrund –  „The Interview“ wurde zum erfolgreichsten online-vertriebenen Film aller Zeiten mit einem Ertrag von 31 Millionen USD.

Im Nachgang liegt die Vermutung nahe, dass G.O.P höchstwahrscheinlich hauptsächlich an wirtschaftlichem Schaden Sonys interessiert war. Sony war bereits Ziel früherer Cyber-Attacken und ist für seine mangelnde IT-Sicherheit bekannt. Der Medien-Konzern kann unter dem „Deckmantel“ eines politischen Angriffs, einer Welle von kommenden Schadenersatzprozessen dankbar aus dem Weg gehen. Diese baut sich Schritt für Schritt, nach Veröffentlichung von streng-geheimen Infos, auf und wird früher oder später auf Sony zurollen. Einige Zeichen deuten auf die Kooperation eines früheren Sony-Angestellten mit einer nach Aufmerksamkeit suchenden Hacker-Gruppe hin.

Hintergrund – Nach Meinung von IT-Experten wäre ohne Insiderwissen ein Angriff dieses Ausmaßes nicht möglich gewesen.

Der Vorfall regt zur erneuten Diskussion über die Sicherheit im Netz an. Die Machtlosigkeit der Behörden sowie der potenzielle wirtschaftliche Schaden werden Mega-Konzerne zur Prüfung und Verbesserung ihrer Sicherheitsvorkehrungen bewegen.

 

 

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