Der Hobbit – die Schlacht der fünf Heere – eine Rezension [Spoilers]

Gefährliche Orks, die durch Kopfnüsse und Steinewerfer zu Boden gehen und eine tragische aber wahrhaftige Liebesgeschichte. Im dritten Teil der Hobbit-Trilogie endet die abenteuerliche Reise des kleinen Hobbits Bilbo Beutlin in einem bildgewaltigen Spektakel. Nachdem Bilbo und seine Gefährten – dreizehn Zwerge und ein Zauberer – unter Führung des Erben einer mächtigen Zwergensippe (Thorin Eichenschild, Sohn des Thrain, Sohn des Thror) das Ziel ihrer Reise, den einsamen Berg (Erebor – die alte Heimat Thorins) erreicht haben, überschlagen sich nun die Ereignisse. Der Drache Smaug, der sich vor Jahrzehnten den Schatz und damit das rechtmäßige Erbe Thorin Eichenschilds angeeignet hatte bricht, nachdem eine Reihe von Versuchen ihn zur Strecke zu bringen scheiterte auf, um die nahegelegene Seestadt zu vernichten, welche den Zwergen auf ihrem Weg zum Berg Unterstützung darbot. Hier setzt nun die Handlung des letzten Hobbit-Films „Die Schlacht der Fünf Heere“ ein. Ein Kampf – Mensch gegen Drache – entbrennt, als die Bewohner der Seestadt hilflos und verzweifelt der Attacke Smaugs ausgeliefert sind. Ganz unerwartet gelingt es Bart, dem besten Bogenschützen des Dorfes, den Drachen durch seinen tollkühnen Mut, und mit Hilfe des allerletzten schwarzen Pfeils, zu vernichten und die Bewohner der Seestadt zu retten. Oh Wunder. Nun kann das eigentliche Finale starten. Inzwischen ist Thorin Eichenschild, ganz wie der Drache es Bilbo vorhergesagt hatte, nicht mehr wiederzuerkennen. Sein Verstand ist von der sogenannten Drachenkrankheit befallen. Er lehnt die Forderung des Elbenfürsten nach den Erbstücken seines Volkes ab in dem Wissen, dass dies Krieg bedeutet. Sein Vetter Dain Eisenfuß naht schon mit Entsatztruppen aus den blauen Bergen. Doch finstere Mächte zwingen Zwerge und Elben zusammen gegen Saurons Armee, bestehend aus Orks ,Trollen und Wargen, in eine epische Schlacht zu ziehen die volle 48 Minuten dauern soll. Die Ereignisse überschlagen sich. Thorin kommt doch wieder zu Verstand und liefert sich ein Duell gegen Azog den Schänder, der die Armee der Orks anführt. Er besieht ihn, doch opfert er dafür sein Leben und geht so als großer Held in die Geschichte seines Volkes ein. Die Liebesgeschichte von Tauriel und Kili nimmt ein tragisches Ende, weil Legolas dann doch nicht jeden mit seinen schnellen und geschickten Pfeilen vor dem Tod bewahren kann. Zuletzt wird noch eine Brücke zur Herr der Ringe Trilogie geschlagen. Bilbo kehrt als gemachter Mann heim ins beschauliche Auenland. Hier wird den Geschehnissen der großen, weiten Welt wenig Beachtung geschenkt. Erst sein Neffe Frodo wird in einigen Jahrzehnten sein persönliches Abenteuer antreten, um den verderbten Zauberring Bilbos zu zerstören. Liebhaber des Fantasy Genres und von Geschichten aus Mittelerde sollten den Film unbedingt sehen und das am besten im Kino in der HFR Fassung. Dem Zuschauer bietet sich hier nämlich ein gewaltiges Bildspektakel. Aber leider ist die Handlung sehr vorhersehbar. Dass der Drache durch Bart erledigt werden würde war abzusehen und es wäre nicht nötig gewesen den Plot in den letzten Teil der Trilogie zu verlagern. Die Orks sehen mehr nach Computeranimation aus und wirken nicht  wirklich bedrohlich, weil selbst Bilbo in der Lage ist sie durch Steinwerfen zur Strecke zu bringen. Geht mal einer daneben reicht auch eine Kopfnuss von einem der Zwerg. In ausweglosen Situationen bangt der Zuschauer kaum noch um das Leben der Helden, denn es kommt immer eine Rettung- bis dann doch keine mehr kommt. Die Hauptfigur ist jetzt nicht mehr Bilbo sondern Thorin und dessen Entwicklung ist weder lustig noch überraschend. Nur noch die wenigen verschmitzten, überraschten und skeptischen Gesichter Bilbos und die grundsätzliche Komik, ob gewollt oder nicht, gewisser Kampfszenen gibt dem letzten Hobbit etwas Leichtigkeit und erinnern daran, dass die Trilogie eigentlich auf einem Kinderbuch basiert. Wie bei Tolkien üblich, ist auch diesmal Mittelerde wieder in schwarz und weiß geteilt. Gut gegen Böse. Das verleiht dem ganzen Geschehen leider wieder eine gewisse Eintönigkeit. Die Fronten sind klar und das Gute wird siegen. So lässt sich aus dem Film leider wenig in die Realität mitnehmen, weil er nicht die Absicht hat zum Nachdenken anzuregen, sondern nur die Möglichkeit gibt nochmal für 144 Minuten in eine andere Welt einzutauchen. Wem das reicht, der kommt hier auf seine Kosten. Alles in allem ist die Hobbit Reihe – und so auch “Die Schlacht der fünf Heere“ – sehr sehenswert.

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