Das lyrische Mainz

Mainz. Am Montag, dem 8.12.2014, ging es heiß her auf der kleinen Bühne im Nachtclub ,,Kulturcafé‘‘ der Uni Mainz: Denn es fand zum wiederholten Male ein ,,Poetry Slam‘‘ statt.

,,Jo geil!'' - der Poetry Slam wird von den Studenten der Mainzer Uni gefeiert

,,Jo geil!“ – der Poetry Slam wird von den Studenten der Mainzer Uni gefeiert

Sieben Kandidaten traten bei dem modernen Dichterwettstreit auf, jeder hatte sieben Minuten Zeit, seine selbst verfassten literarischen Texte zu präsentieren. Pro Runde traten immer zwei ,,Slammer‘‘ gegeneinander an. Am Ende konnte nur einer gewinnen.

Elch oder Weihnachtsmann? 

An diesem Abend war das Kulturcafé gut besucht. In einem diesmal gemütlichen Ambiente konnte man in dem Nachtclub unter Freunden und Kommilitonen sein Getränk genießen und den ,,Slammern‘‘ gebannt zuhören. Bewertet wurde mit zwei verschiedenen auf weißes Papier gedruckten Motiven; einem ,,betrunkenen Elch‘‘ und einem ,,betrunkenen Weihnachtsmann‘‘. Am Ende des Abends konnte das Publikum selbst sogar einen kleinen Preis für das am kreativsten verzierte Bild gewinnen.

Singen, Rappen und Schauspielern – alles dabei

Bei solchen ,,Dichterschlachten‘‘ ist das Ziel, das Publikum mit seinen Worten in den Bann zu ziehen und von seinem ,,Slam“ zu überzeugen, um eine Runde weiterzukommen. Dies wurde auf abwechslungsreiche Art getan: Unter anderem durch Gesangseinlagen, Raps und schauspielerischen Fähigkeiten, welche dem Publikum unüberhörbar zu gefallen schienen. Auch wenn es hier und da um ernstere Themen ging, oder auch unappetitliche und vulgäre Ausdrücke auftauchten, wurde dies humorvoll verpackt. Die Themen der selbstverfassten Lyrik waren unter anderem die sieben Todsünden, der Alltag, die Kommunikation, das Reisen und die Gesellschaft. Lacher wurden bei fast allen Vorträgen geeerntet und das Publikum zum Denken angeregt. Immer wieder konnte man ein leises ,,ja, sie hat Recht“, oder ein ,,mir geht es genauso“ vernehmen. Natürlich durfte auch das Thema der Liebe diesmal nicht fehlen. Der Gewinner Sven Hensel aus Gelsenkirchen, der die Zuschauer am Anfang seiner Slams immer mit einem ,,winke, winke“ begrüßte, räumte unter anderem mit seinem emotionalen Gedicht über die gleichgeschlechtliche Liebe ab.

Freundschaftliche Atmosphäre

Viele der,,Slammer“ haben schon ihre eigene Fangemeinde aufgebaut, welche sie mit tatkräftigem Applaus nach jedem ,,Slam“ unterstützte. Der Moderator selbst regte das Publikum jedoch auch immer wieder dazu an, ,,aus Respekt zu applaudieren“, was eine der Regeln der ,,Poetry Slams“ ist. Dies machte die Atomsphäre noch freundschaftlicher. Am Ende des Abends bekam der Gewinner Sven Hensel eine Tüte voller ,,Krimskrams“, gesammelt aus dem Publikum, und man hatte die Möglichkeit, sich mit den ,,Slammern“ zu unterhalten.

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