Lisa mein feenstaub

Mainz. Tag & Nacht – Meenzer Bube, Meenzer Mädcher: Kurzinterview mit Bloggerin Lisa Tihanyi

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Lisa Tihanyi (26) ist Bloggerin. Auf ihrem Blog meinfeenstaub dreht sich alles um die Themen Selbermachen, Rezepte, Typografie und Design. Weshalb man bei ihr vorbeischauen sollte? Bei Lisa gibt es immer eine geballte Ladung an Kreativität. Und ihre Projekte beschreibt sie si gut, dass wirklich jeder am Ende mit seinem nachgemachten Werk zufrieden sein kann. Sie ist seit 6 Jahren Meenzer Mädche, Grund genug für uns ein kurzes Interview mit ihr zu führen.


Hallo Lisa, erst einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns ein wenig was über dich und deinen Blog meinfeenstaub zu erzählen. Für diejenigen, die dich noch nicht kennen: Wie würdest du deinen Blog beschreiben und was ist dein absolutes Lieblingsthema?

Mein Blog ist ein bunter Mix aus allerlei kreativer Inspiration. Er startete als reiner DoItYourself-Blog, ist aber in der Zwischenzeit thementechnisch weit mehr. Hin und wieder zeige ich auch schöne Rezepte, aber vor allem ganz viel Inspiration rund um meine geliebten Notizbücher: Typografie-Tipps für schönes Handlettering, aber auch Tipps zum Zeichnen! Mein Lieblingsthema ist Upcycling: also Dinge, die vermeintlich reif für die Tonne sind, noch einmal aufhübschen und als Deko inszenieren.

Do-It-Yourselfs aller Art sind bei dir ein häufig wiederkehrendes Thema – ganz besonders in Verbindung mit dem Aspekt des Upcyclings, was im Grunde bedeutet, dass man aus alten, unnützen Gegenständen wieder neue und bessere Sachen herstellt. Wo liegt dabei der große Reiz für dich? Die meisten Menschen heutzutage ziehen es ja doch vor sich gleich alles neu zu kaufen, da scheinst du eher eine gegenteilige Einstellung zu haben.

Ich muss zugeben, ich konnte noch nie gut Dinge wegwerfen, ganz zum Leidwesen meiner Eltern zu Jugendzeiten. Wir haben uns dann immer zum Aufräumen zusammengesetzt und meine Eltern haben bei jedem Teil gefragt „Das kann weg, oder?“ Und immer war die Antwort nein. Meine Einstellung hat sich da kaum geändert. Wir werfen viel zu viel weg – und nicht nur Müll! Es gibt im Internet mittlerweile auch viele Sharing-Plattformen, die einen da unterstützen. Kleidung nie wegwerfen! Entweder für sich selbst aufhübschen oder an gemeinnützige Organisationen spenden. Und wenn man alte Konservendosen und –gläser mehr als nur einmal anschaut, fällt einem sicher eine gute Idee ein, wie man ihnen mit etwas Farbe ein neues Gewand verleihen kann.

Lisa mein feenstaub

Lisa von Meinfeenstaub

Mit deinen zahlreichen und vor allem kreativen Projekten kommst du aber nicht nur bei deiner Leserschaft super an, sondern mehr und mehr auch im Fernsehen. Zuletzt warst du in KiKA live zu sehen und auch im ARD-Buffet punktest du mit deinen Ideen – etwas, das man nicht alle Tage erlebt. Wie waren diese Erfahrungen für dich? Könntest du dir vorstellen regelmäßiger im Fernsehen aufzutreten oder doch lieber nur ab und zu?

Das war absolut spannend für mich – und es waren gleich zwei völlig verschiedene Arten von Tv-Erfahrungen. Für KiKa hatten wir einen achtstündigen Drehtag und alle Patzer konnten viele Male wiederholt werden. Im ARD-Buffet stand ich live vor der Kamera. Das war richtig, richtig spannend! Alles musste sofort sitzen. Aber genauso viel Spaß hat es auch gemacht. Für mich waren beides Wahnsinngserfahrungen, die ich keinesfalls hätte missen wollen. Und sollte ich mal wieder ein Angebot bekommen, würde ich das keinesfalls ablehnen!

Bei so viel positivem Feedback – gerade in diesem Jahr, das ja sehr ereignisreich für
dich war – kam aber sicher doch öfters der Gedanke auf, das Bloggen hauptberuflich
zu machen oder hast du das nie ernsthaft in Erwägung gezogen?

Danke für die lieben Worte. Bisher habe ich noch nicht darüber nachgedacht – in den USA ist die Blogosphäre da ja schon sehr weit und es gibt viele Blogger, die das hauptberuflich machen. In Deutschland sind wir da meiner Meinung nach noch nicht angekommen. Aber wir sind auf einem guten Weg. Und in Zukunft, wer weiß…?

Deine Leser werden dich garantiert bei all deinen Entscheidungen unterstützen. Apropos unterstützen: Du warst vor einigen Jahren auch in der gleichen Situation wie viele andere Studenten jetzt zu Beginn des Wintersemesters als Neuling in Mainz. Da du dich mittlerweile ja mehr als nur eingelebt hast, hast du doch garantiert ein paar Empfehlungen für Neu-Mainzer. Irgendwelche Läden oder Veranstaltungen, die man auf keinen Fall verpassen sollte?

Na klar habe ich einige Empfehlungen! Ich wohne jetzt ja seit nunmehr sieben Jahren in Mainz – eine Zeit, in der ich mich mehr als nur eingelebt habe. Was Läden angeht, kann ich allen Neu-Mainzern ganz besonders die Mainzer Neustadt ans Herz legen. Zu meinen Favoriten gehören hier Annabatterie (tolles Café mit super Kuchen- undCupcake-Kreationen), Schrebergarten (Kumpir-Restaurant – muss man probiert haben!) und das Neustadt-Eis – alles am Gartenfeldplatz. Ein Event, das man keinesfalls verpassen sollte, ist die Stijl-Designmesse, die jährlich im Alten Postlager am Hauptbahnhof stattfindet. Hier kommen viele junge Designer zusammen, die ihre Kreationen vorstellen und anbieten.

Vielen Dank für das Interview, Lisa! Wir wünschen dir natürlich noch alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Das Interview führte:Sirona

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