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Kunst aus der Dose

Impressionen zwischen Bar und Treppenhaus

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von Sara Elasri und Annika Sinner

Mainz. Normalerweise ist das Peng bekannt für seine außergewöhnlichen Partys, auf denen sich hinter jeder Tür eine neue Überraschung verbirgt. Ob Bands auf dem Flur, Kurzfilme im Raum nebenan oder Bars in Toiletten; es gibt nahezu nichts, was man im Peng nicht findet.

Doch an diesem Dienstagabend ist es bis auf das Summen des Kühlschranks in der dunklen Bar verdächtig still. Niemand begegnet uns auf den Gängen. Es dauert eine gute Weile, bis wir in einem der Räume auf jemanden stoßen, der nicht nur Besucher, sondern ausstellender Künstler ist.

Durchschnittlich zwei Ausstellungen fänden im Monat statt, erzählt uns Michael Göller, den am Verein Pengland am meisten die lebhafte Streitkultur auf den Sitzungen begeistert.  Die Peng Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation bekommt von der Stadt Mainz regelmäßig leerstehende Gebäude für ihre Zwecke zur Verfügung gestellt, momentan eine ehemalige Förderschule in Hartenberg. Je nach Möglichkeit waren es auch schon Autohäuser oder Keller. Jeden Dienstag finden sich die Mitglieder zu einem „offenen Wohnzimmer“ zusammen, das je nach Stimmung mal um neun oder um zehn beginnt. Hierbei stellen die Mitglieder ihre Ideen und Konzepte vor, die danach im Plenum abgestimmt werden. So auch die X-Days, die zehntägige Ausstellung, die noch bis Sonntag stattfindet.

Der Name X-Days leite sich von der römischen Zahl zehn ab, die sich auf die Dauer der Veranstaltung beziehe, erklärt Göller. Die Auswahl der Künstler sei nach keinen speziellen Motiven erfolgt. Hier findet sich die Graffiti-Kunst des im März 2013 verstorbenen Michael Kreienbühl nebst Göllers eigenen Werken, die man am besten als Solargrafie aus der Dose beschreiben könnte. Sechs Monate lang diente ihm eine Red-Bull-Dose als Kamera, die Aufnahmen legte er anschließend übereinander. Das Resultat sind Bilder mit spektakulären Farben und übernatürlich wirkenden Himmelsmustern. Dadurch ließe sich die Kunst mit seinem anderen Hobby, der Astronomie, verbinden.

Astronomisch wird es auch auf der Alien-Night am Samstag, der Abschlussparty, die das Ende der X-Days einleitet. Drei Bands und zwei DJs werden erwartet, für kulinarische Verpflegung wird im Treppenhaus gesorgt. Dann wird auch die Bar wieder voll sein.

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