„Bouq“ – Die Helden der Rhein-Mainischen Elektroszene

Als mir meine Mitbewohnerin vor einer Weile hoch euphorisch mitteilte, dass „bouq“ bald wieder eine Veranstaltung machen würde, reagierte ich offensichtlich anders, als sie es erwartete: „…bouq? Was ist das?“ Ein musikalisches Versäumnis meinerseits!
Denn hinter diesem Namen, der einen stark an den unter Weintrinkern bekannten Begriff „Bouquet“ erinnert, steckt Kreativität, Unternehmergeist und – was es für Studenten umso interessanter macht – Gelegenheit zum Feiern. Die Veranstaltungs- und Bookingangentur, die gleichzeitig auch als Plattenlabel eigens produzierte Musik veröffentlicht, ist bekannt für ihre Elektro-Events in Mainz, Wiesbaden und Frankfurt. Die jungen Unternehmer – das sind AMIR, Butch und Sebastian Lutz – starteten dieses Projekt vor 5 Jahren, während sie auch ihre eigenen Karrieren als DJ und Produzent verfolgten. Diese Leidenschaft für die elektronische Musik muss es wohl sein, die das Label so erfolgreich macht.

Auf ihrer Website und in einem Interview sprachen die Veranstalter über die besondere Atmosphäre, die auf Ihren Parties herrscht und über den familiären Charakter des Unternehmens, auf den die drei sehr großen Wert legen. Um herauszufinden, wie man als Gast eine solche „bouq“-Party erlebt, habe ich meiner Mitbewohnerin nach ihrem Besuch der „bouq.trip – three floors, one love“, die am 22. November im Schlachthof in Wiesbaden stattfand, ein paar Fragen gestellt.
Isabel ist 29 Jahre alt, studiert an der Johannes-Gutenberg-Universität Deutsch und Philosophie auf Lehramt und besucht gerne und oft musikalische Events in ihrer Freizeit.

Isabel, du warst also am Samstag Partygast auf der „bouq“ im Schlachthof. Warst du das erste Mal dort oder kennst du das Format schon länger?
Nein, ich war schon öfters dort, um die sechs Mal glaube ich.
Wenn du mitbekommst, dass die drei Jungs wieder etwas veranstalten, ist es ein MUSS für dich, also ein Event das du auf jeden Fall besuchen willst, oder nur eine Möglichkeit zum Feiern, wie jede andere auch?

Also meistens wird ja ein paar Wochen vor dem Event  etwas auf Facebook gepostet, und dann versuche ich schon zu planen und mir das Wochenende freizuhalten, weil ich bisher einige gute Abende mit „bouq“ hatte.
Was ist für dich das besondere an diesen „bouq“-Nächten?
Die Dj’s waren bis jetzt immer gut und haben meinen Geschmack getroffen. Manchmal laden sie ja auch bekannte Acts wie Oliver Koletzki oder AkaAka ein, wie am Samstag zum Beispiel. Dazu kommt noch die gute Stimmung und die Locations. Aber am meisten freue ich mich auf die Veranstaltungen im Sommer, weil es da meistens umsonst ist…und es eben Sommer ist.
Wie fandest du die Locationauswahl bisher und welche hat dir am besten gefallen?
Ich fand die Locations bis jetzt immer gut gewählt. Besonders die alte Portland in Mainz ist im Sommer sehr schön und der Schlachthof in Wiesbaden geht sowieso immer.

Abgesehen davon, dass alle „bouq“-Besucher wahrscheinlich gerne elektronische Musik hören, hast du den Eindruck, dass eine bestimmte Zielgruppe oder Altersgruppe von den Events angezogen wird?
Nein, ich finde es ist eher gemischtes Klientel. In Mainz sind es immer viele Studenten. Aber generell sind – so kam es mir zumindest vor – sowohl Leute, die ansonsten eher Musik für die Massen hören, als auch viele Alternative auf den Partys unterwegs. Und auch altersmäßig ist es gut durchmischt.
In einem Veranstaltungstext dankt die „bouq.family“ ihren Fans, die ihnen sogar nach Berlin, Hamburg und Düsseldorf hinterherreisen. War dir bewusst, dass es so einen Hype um das Mainzer Label gibt?
Nein, ich wusste nicht einmal, dass die Jungs schon bis Berlin vorgedrungen sind.
Die drei Veranstalter haben in einem Interview betont, dass sie sehr stolz auf die familiäre Atmosphäre auf den Partys seien und haben ja auch eine eigene Rubrik, die „bouq.family“ eröffnet. Spürt man davon etwas auf den Events? Kannst du das als Gast wahrnehmen?
Wenn eine Party nicht gerade im riesigen Schlachthof stattfindet, sondern an den kleineren Sommerlocations, bei denen man auch merkt, dass die Veranstalter kreativ waren, merkt man schon eine Art Gemeinschaftsgefühl unter den Feiernden und den DJ‘s. Aber bei diesen riesen Events könnte irgendwer dahinter stehen, da merke ich als einzelne Person nichts von familiärer Atmosphäre. Dann ist es letztendlich doch eine ganz normale Veranstaltung mit guter Musik!

Roschan Häßlin

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