Geschützt: Protokoll 20.06.08

Juni 20, 2008 by bonny2punkt0

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„Europa zur Gast bei Freunden“

Juni 20, 2008 by dzien2008

Der Juni 2008 ist spürbar mit der Europameisterschaft verbunden. Die Fußball-Euphorie ist deutlich zu sehen. Aber außer Fußball gibt es auch die Theaterbiennale des Staatstheaters Wiesbaden in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Mainz. Unter dem Namen „Neue Stücke aus Europa“ (New Plays from Europe) findet im Zeitraum vom 12. bis 22. Juni schon zum dritten Mal ein Spiel, aber diesmal nicht im Stadion, sondern auf den Bühnen der beiden gastgebenden Theater statt.

Die Mitglieder der künstlerischen Leitung, vor allem Manfred Beilharz, Tankred Dorst, Ursula Ehler und Markus Bothe, haben zusammen mit ihren Mitarbeitern, nach Empfehlung etablierter Autoren, auf Reisen durch Europa die Theaterstücke ausgesucht und sie zum diesjährigen Festival eingeladen. Dieses Jahr sind es 29 Stücke aus 24 Ländern. Die Stücke werden in ihren originalen Sprachen mit deutscher Simultanübersetzung gezeigt. Um Informationen über ein Stück oder über den Hintergrund dessen Entstehung zu erhalten, findet vor jeder Vorstellung eine kurze Einführung statt.

Es werden die Stücke von vielen bekannten Regisseuren vorgeführt. Jedoch ist es für viele der Autoren auch ein Debüt auf internationaler Bühne. Wichtig ist hier auch die Tatsache, dass die Autoren Kontakt zum Publikum, beziehungsweise dessen Feedbeck bekommen. Die Theaterbiennale bietet die Möglichkeit Kontakt mit den Autoren aufzunehmen. Nach jeder Vorführung hat man die Chance mit den Schauspielern, Regiseuren und Autoren ins Gespräch zu kommen. Dieser Gelegenheit nutzt das Publikum, um  Fragen zu stellen, Unklarheiten zu beseitigen oder ihre Neugier zu befriedigen.

Außerdem bieten die Veranstalter des „Neue Stücke aus Europa“ viele zusätzlichen, begleitende Veranstaltungen zu der Theaterbienalle an. Gemeint sind hier Symposien und Workshops. Im Zeitraum vom 12. bis 22. Juni werden Diskussionen und Vorträge geführt. Selbstverständlich soll die Bienalle eine große Feier sein. Dafür werden jeden Abend Partys mit Konzerten organisiert, damit sich die Autoren untereinander und auch das Publikum in einer ungezwungenen Umgebung durch spontane, lockere Unterhaltung kennenlernen können. Aber das ganze Festival ist auch eine gute Gelegenheit den Menschen zu zeigen, dass die Kulturen, der verschiedenen Länder sehr interessant sind und man über Kunst die Mentalität der Nationen  kennenlernen kann. Vielleicht ist das gerade diese Chance den Menschen zu zeigen, wie wichtig es ist nicht nur nach vorgefertigten Kriterien zu beurteilen.

Vergiss Händel – Feuerwerksmusik zum Rumzappeln und Abspacken!

Juni 20, 2008 by bonny2punkt0

Am Wochenende lockt in Mainz das Johannisfest mit seinem kunterbunten Musikprogramm. Doch auch Wiesbaden bietet - zumindest am Montag - eine Veranstaltung, die sich sehen lassen kann.

Wer noch nicht ganz von der SWR 4-Schlagerbühne oder der dreistündigen Salsaparty als Abschluss des Johannisfests am Montag überzeugt ist , sollte den Sprung über den Rhein wagen und die Reduit in Mainz-Kastel besuchen. Dort steppt nämlich ab 18 Uhr nicht nur der Bär, sondern hoffentlich auch jeder, dessen Herz im Rhythmus von Ska und Rock Steady schlägt. Bei freiem Eintritt und einem gewaltigen Feuerwerk über dem Rhein verwandelt sich die Reduit in eine wilde Partyfestung.

Ska up your life!

Los geht’s mit Skambiance, 11 Musikern aus Belgien, die sich mit Leib und Seele dem Ska verschrieben haben. Die Instrumentalband gründete sich 2002 und besteht viel Blech, vielen Saiten und einem kleinen, feinen Rest aus Draufhauen, Rumklimpern und Zwischenrein-Gröhlen. Unter dem Motto „Party and skanking“ - übersetzt soviel wie feiern und ska-tanzen - brachten die elf seit 2004 den Ska in die belgischen Clubs und heizten dem Publikum mit meist selbstarrangierten Stücken ein. 2006 veröffentlichten sie ihr erstes Album „Ska up your life!“. Diesen Sommer werden sie vor allem auf Festivals und Konzerten in Belgien zu sehen sein. Allerdings legen sie einen kurzen Zwischenstop in der Reduit ein.

Urgestein von der Insel

Weiter gehts mit The Riffs aus London. Die fünf Musiker beschreiben ihre Musik selbst als „Funky reggae, soulful ska, get-up-&-dance music - exactly what you need for a great night out!” Mit Bass, Trompete, Saxophon, Drums, Gitarre, Keyboard und Gesang liefern die Briten einwandfreien Two-Tone-Ska, der die Beine zum Zappeln und die Reduit zum Kochen bringen wird!

„Swingin‘ Sixties“ auf Spanisch

Zum Schluss liefern die Pepper Pots eine gemütliche Swing-Variante der Musik ab. Drei anschmiegsame Frauenstimmen trällern neben Klassikern wie „Be my baby“ Wohlfühl-Lieder, Songs, die noch nach echter Musik aus echten Instrumenten klingen mit Texten, die so naiv und doch zweideutig daher kommen wie schon in den „Swingin‘ Sixties“. Die Spanier, die bei einem baskischen Label gerade ihr neues Album veröffentlichen, wecken Erinnerungen an Haarspray-Frisuren, Peticoats und unaufgeklärte Teenager, die im Mondschein in ihren Autos kuscheln.

Mal reinschauen kostet nichts

Wer noch nicht genug hat von der Umsonst-Bespaßung während dem Wochenende, der sollte sich den Montag abend in der Reduit nicht entgehen lassen. Mitfeiern kostet nichts und – seien wir mal ehrlich – man muss nicht mal Mainz verlassen…

Die Nacht der Nächte

Juni 19, 2008 by Annelie

Vom 20. bis zum 23. Juni 2008  ist es wieder soweit: Die Mainzer Innenstadt verwandelt sich in eine bunte Landschaft aus Bühnen, Fahrgeschäften und Imbissständen. Rund 500.000 Besucher werden zur 41. Johannisnacht erwartet.

Die Mainzer Johannisnacht ist eng mit Gutenberg und der Druckkunst verbunden. 1967 wurde das Fest erstmals von der rheinlandpfälzischen Landeshauptstadt veranstaltet. Hintergrund war es, die Person Johannes Gutenberg bei den Mainzern wieder in Erinnerung zu rufen.
Jährlich lockt das Fest mit seinem vielfältigen Programm zahlreiche Menschen von nah und fern nach Mainz.

Kabarett, Künstler und Konzerte

Auf sechs großen Bühnen in der Innenstadt zeigen Musiker und andere Künstler vier Tage lang ihr Können. Vom SWR4 Schlagerabend auf dem Liebfrauenplatz – dieses Jahr mit dem „Dschungelstar“ Bata Illic - bis hin zur Salsa Party wird dem Publikum ein breites Musikspektrum geboten.

Auf der Bühne am Ballplatz kommen Kabaratt-Fans auf ihre Kosten. Am Freitag startet hier die 5. Mainzer Kabarettnacht mit Comedian Sven Hieronymus und dem Mainzer „Fastnachter“ Christian Schier. Zu den diesjährigen Highlights zählen der Auftritt von Kalle Pohl und Ingo Appelts Show „Retter der Nation“.

Auch für die kleinen Mainzer wird einiges geboten: Es gibt Clownerie - Filous Seeräuberstreiche - sowie einen Kindernachmittag auf der SWR1-Bühne am Bischofsplatz. Hier erwartet die Kleinen am Sonntag ab 15.00 Uhr Kinderschminken, eine Malstation und der Tigerentenclub mit Günther Kastenfrosch.

Die Buchdruckertaufe

Für viel Aufsehen sorgt von jeher auch die Buchdruckertaufe, das so genannte „Gautschen“, vor dem Gutenberg-Museum. Es handelt sich um eine Tradition aus dem Buchdruckerhandwerk: Ehemalige Auszubildende der Branche werden in einen großen Wasserbottich eingetaucht – hierbei sollen Sünden und Bleistaub aus der Lehrzeit abgewaschen werden – und so in die Zunft der „Schwarzkünstler“ aufgenommen.

Rund um das Gutenberg-Museum, im zugehörigen Druckladen sowie am Ballplatz finden zudem diverse themenbezogene Aktionen statt: Drucktechniken werden demonstriert, Papier geschöpft und auf dem Johannis-Büchermarkt können Liebhaber antiquarischer Bücher nach wertvollen Schätzen stöbern.

Winzerdorf & Spitzenköche

Erfischen und stärken kann man sich im Winzerdorf auf dem Domplatz oder auch beim Mainzer Culinarium. Die Gourmetmeile, auf der Spitzenköche die Gaumen verwöhnen, erstreckt sich entlang des Rheins vom Fischtor bis hin zum Weintor. Neben leckeren Speisen erfreuen ausgesuchte Weine und Winzersekt das Genießerherz. Den Programmhöhepunkt bildet der Auftritt des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz auf der RPR 1 Bühne am Rheinufer.
Angrenzend an das Mainzer Culinarium geht es dann eher rasant zu: Es lockt die Mainzer Messe mit Fahrgeschäften und anderen Attraktionen.

Wer sich trotz Essen weitertreiben lassen möchte, kann sich an einem der zahlreichen Imbissstände in der Innenstadt und am Rheinufer eine Kleinigkeit zum Mitnehmen holen. Der Duft von Zuckerwatte und gebrannten Mandeln lädt zum Genießen ein.
Ihr Ende finden die Festlichkeiten am Montagabend in einem gigantischen Feuerwerk über dem Rhein.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass der Stargast – Johannes Gutenberg – rechtzeitig zum großen Fest wieder an seinem Platz steht…

Ohne Stimme hört dich keiner!

Juni 19, 2008 by janekrauhe

ein Kommentar von Janek Rauhe

Wenn man einen Beweis für Politikverdrossenheit haben will, dann muss man nur auf die Vollversammlung der Verfassten Studierendenschaft gehen.  Schnell stellt man fest, dass man ziemlich alleine ist. Kein Student interessiert sich für den AStA. Keiner geht hin.

Eine vertane Chance! Wir haben als Studenten die Möglichkeit uns in die Unigremien einzubringen, selbst für bessere Studienbedingungen zu sorgen, unser Lernumfeld selbst zu gestalten. Und wie reagieren die meisten auf diese Möglichkeit? Mit Desinteresse!

Das stimmt umso trauriger, als dass unsere Kommilitonen in Bayern und Baden-Württemberg neidisch auf unser System blicken. Dort gibt es keine studentische Selbstverwaltung. Die Unileitungen können entscheiden, was sie wollen ohne die Interessen der Studis zu berücksichtigen. Wir in Rheinland-Pfalz haben es besser. Bei uns ist der engagierte Student nicht verpönt. Bei uns ist die studentische Selbstverwaltung per Gesetz erlaubt und sogar erwünscht.

Doch wir machen kaum was daraus. Wir lassen das extreme Potential, das in der Selbstverwaltung liegt, verpuffen. Nicht weil unser AStA oder StuPa schlecht arbeitet - im Gegenteil, trotz mieser Wahlbeteiligung (bei der letzten Wahl fast 10 Prozent) lassen sich die AStA-Vertreter nicht von ihrem Kurs abbringen. Sie organisieren für uns das Studiticket, sie begleiten die Umstellung auf Bachelor und Master kritisch und gegeben Tipps, sie finanzieren sogar unsere Partys - denn die Fachschaftsfeten zahlt immer noch der AStA.

Nein, wir lassen das Potential verpuffen, weil wir nicht zeigen, dass wir hinter der Verfassten Studierendenschaft stehen. Ein Zeichen wäre auf die Vollversammlung oder bei der nächsten StuPa-Wahl wählen zu gehen! Nicht jeder merkt vielleicht die Vorteile, die aus der Selbstverwaltung erwachsen, aber wenn man plötzlich kein Studiticket, keine Feten auf dem Campus oder keine Fachschaften mehr hätte, wäre der Aufschrei groß. Deshalb: Nutzt eure Stimmen in der Verfassten Studierendenschaft. Wie hat eine Kampagne des Bundesamt für politische Bildung einmal richtig festgestellt: Ohne Stimme hört dich keiner!

“Wir geben unser Bestes”

Juni 19, 2008 by janekrauhe

Der AStA lädt zur Vollversammlung – und keiner geht hin. Vor einem fast leeren Hörsaal legt der AStA seinen Rechenschaftsbericht über das letzte halbe Jahr vor. Themen sind unter anderem die brisante Wohnheimrenovierung von Inter I und II sowie die Verschiebung der StuPa-Wahl.

Vollversammlung im leeren HörsaalVielleicht fünfzehn Studenten sind dem Aufruf des AStAs gefolgt, an der Vollversammlung der Verfassten Studierendenschaft teilzunehmen. Berechtigt ist jeder eingeschrieben Student der Universität – also knapp 35.000 Studenten. Ziemlich einsam berichten die Vertreter des AStA den anwesenden Studenten über ihre Arbeit des vergangenen halben Jahres.

„Natürlich finde ich es schade, dass so wenige Studierende zu unserer Vollversammlung gekommen sind“, meint AStA-Vorsitzende Lisa Bicknell, 23, „aber ich glaube, dass es momentan wenig Beschwerdebedarf gibt, dadurch bekommen wir auch weniger Aufmerksamkeit “.  Oppositionsabgeordnete Vera Jung (ALF)

Einige Oppositionsabgeordnete des StuPa sind ebenfalls zur Vollversammlung erschienen und zeigen sich mit der Regierung ausnahmsweise ziemlich einig: „Es ist traurig, dass sich so Wenige interessieren. Neben der Wahl ist doch die Vollversammlung das einzige demokratische Element, dass ein Student direkt nutzen kann“, meint Vera Jung von der oppositionellen Alternativen Liste der Fachschaftler (ALF). Schuld sei ihrer Ansicht die falsche AStA-Vorsitzende Lisa BicknellÖffentlichkeitsarbeit des AStA. „Ich habe auf dem ganzen Unigelände keinen Flyer für die Vollversammlung gesehen! Kein Wunder, dass das niemand mitbekommt“, kritisiert sie gegenüber LeOn. Die Studenten wurden zwar per E-Mail über die Vollversammlung informiert, Jung hält dieses Instrument jedoch für wenig effektiv. „Viele benutzen ihren Uniaccount überhaupt nicht!“.

Bicknell kann die Anschuldigungen der Opposition nicht nachvollziehen. „Wir geben schon unser Bestes. Es darf aber nicht vergessen werden, dass wir das alles ehrenamtlich machen“. Eine professionellere Öffentlichkeitsarbeit sei zwar wünschenswert, aber einfach nicht zu stemmen. „Die PR ist schon so gut wie möglich - wir können aber nicht mit Lautsprechern den ganzen Campus auf und ab laufen und rufen: Hey wir haben Vollversammlung!“

Inter I wird wahrscheinlich renoviert

Und eigentlich müssten die Themen viele Studenten locken. Viele Studenten leben in Wohnheimen des Studierendenwerks und nun ist geplant, einige von ihnen zu sanieren. Der AStA hat Nicole Gotthardt, ein studentisches Mitglied aus dem Verwaltungsrat des Studierendenwerks, geladen, damit sie über die neusten Entwicklungen bei den Sanierungsplänen fürs Inter I und II berichtet. Bis auf Inter I und II sind alle Wohnheime im Besitz des Mainzer Studierendenwerks. Die beiden Inter-Wohnheime auf dem Campus gehören aber noch dem Land. Ein Plan sie in den Besitz des Studierendenwerks zu überführen ist bislang gescheitert.

Mit dem Besitzerwechsel sollten die Wohnheime auch saniert werden. Einen entNicole Gotthardt, Mitglied des Verwaltungsrats des Studierendenwerkssprechenden Plan hatten die studentischen Vertreter im Verwaltungsrat vorgestellt. Das Land lehnte dieses Vorhaben jedoch ab. Es sei keine Gefahr im Verzug, eine Renovierung nicht nötig, so Gotthard. Der Zustand der Inter-Wohnheime ist aber berüchtigt. Um das Inter II ist eine Plane gespannt, weil Teile der Fassade herunterkommen könnten. „Anscheinend sollen die Studenten so lange in den Wohnheimen wohnen, bis sie auseinanderfallen“, bemerkt Gotthard ironisch. Mittlerweile sei das Land dazu bereit, Inter I zu sanieren. Ein entsprechendes Gutachten wird erstellt. Es orientiert sich an dem Plan der Studenten. Höchstwahrscheinlich bedeutet dies für die Bewohner von Inter I, dass sie zum 01. Oktober ihre Sachen packen müssen. Das Studierendenwerk sei aber bemüht, dass alle Studenten, die ausziehen müssten, in anderen Wohnheimen unterkommen könnten, so Gotthardt.

Keine StuPa-Wahl im Sommer

Ein weiteres wichtiges Thema war die Wahl zum Studierendenparlament. StuPa-Präsident Benjamin Fröhlich-Rodrigues, 29, verkündete, dass die geplante Wahl in diesem Semester nicht stattfinden könne. Die geänderte Wahlordnung sei bisher noch nicht vom zuständigen Ministerium genehmigt worden.

Grund für eine neue Wahlordnung war eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Mainz gegen die letzte Stupa-Wahl. Die Kläger hatten unter anderem moniert, dass die Wahlkreise unterschiedlich groß zugeschnitten waren. So war es in einigen Wahlbezirken leichter, ein Direktmandat zu erhalten als in anderen. Außerdem waren die Studenten des Studierdenkolleg nach der alten Wahlordnung in gar keinen Wahlkreis eingeteilt, aber eindeutig stimmberechtigt.StuPa-Präsident Benjamin Fröhlich-Rodrigues

Vor Gericht konnte ein Kompromiss erzielt werden. Die Wahl würde nicht für ungültig erklärt, wenn eine neue Wahlordnung ausgearbeitet würde. Da dieser Forderung nachgekommen wurde, setzte das Gericht die Klage aus. „Das Problem mit der Wahlordnung hätte schon vor der Klage auffallen müssen“, räumt Fröhlich-Rodrigues ein. Eine Neufassung der Wahlordnung muss aber dem Wissenschaftsministerium zur Prüfung vorgelegt werden. Die Prüfung ist aber noch nicht abgeschlossen, wodurch eine Wahl im Sommersemester nicht mehr fristgerecht stattfinden kann. Eine Wahl nach alter Wahlordnung sei möglich, „politisch aber nicht zu verantworten“, meint Fröhlich-Rodrigues. „Das Gericht hat die letzte StuPa-Wahl nur nicht für ungültig erklärt, weil wir versichert haben, dass wir erst mit einer neuen Wahlordnung wieder wählen werden“.

Die nächste Wahl wird damit erst im Wintersemester 2008/2009 abgehalten werden können. Dadurch verlängert sich die Legislatur des 58. Studierendenparlaments um eine halbes Jahr. Auch die Amtszeit der politischen AStA-Referenten verlängert sich um diesen Zeitraum. Das sorgt für Kritik. Vor allem von Seiten der Opposition. „Die Amtszeit eines Referenten verlängert sich um 50 Prozent. Mir fehlt da die Legitimation“, meint ALF-Vorsitzende Vera Jung.  StuPa-Präsident Fröhlich-Rodrigues sieht die Verlängerung der Amtszeit gelassen. Sowohl nach der neuen als auch nach der alten Satzung sei eine längere Amtszeit im Ausnahmefall möglich.

Der blaue Planet…?

Juni 19, 2008 by benkash

Wasser gilt als Quell allen Lebens. In unseren Breiten zudem als fast selbstverständliche Ressource. Es ist überall frei zugänglich, billig und wird zumeist ohne größere Bedenken großzügig konsumiert. Die hiesige „solide“ Wasserversorgung gilt in vielen Teilen der Welt allerdings nicht als selbstverständlich. In der, im Rahmen des Studium Generale an der Uni Mainz stattfindenden, Vortragsreihe zum Thema „Wasser: Molekül, Lebensstoff und Menschheitsproblem“ referierte Prof. Dr. A. Bronstert zu diesem Thema.

Die Trockenregionen dieser Erde nehmen stetig zu...

Die Trockenregionen der Erde nehmen stetig zu...

Engländer trinken am meisten…Wasser!

Aus dieser ungleichen Verteilung folgt natürlich auch eine ungleiche Wassernutzung. Am schlechtesten ist die Versorgung auf dem afrikanischen Land. Während ein Afrikaner täglich im Durchschnitt 47 Liter Wasser verbraucht, beansprucht ein Amerikaner pro Tag 578 Liter. Ein Sechstel der Weltbevölkerung hat gar keinen Zugang zu sauberem Wasser.

Die Klimaänderung als elementarer Faktor

Das Klima gilt als wichtigster Einflussfaktor für die Wasserverfügbarkeit auf der Erde, stellt es doch den „Motor“ für den globalen Wassertransport dar. Aber auch hinsichtlich der regionalen Temperaturen und insbesondere Temperaturschwankungen wird die Bedeutung klimatischer Vorgänge erkennbar. Man denke in diesem Zusammenhang an die intensive Berichterstattung der letzten Jahre und der damit einhergehenden dramatischen Bilder riesiger ins Polarmeer abstürzender prähistorischer Eismassen.

Weitere deutliche Zeugnisse der klimatischen Einflussnahme werden jedoch auch im lokalen Rahmen sichtbar: So zum Beispiel der Rhein im Winter, der vor 200 Jahren in bestimmten Gebieten noch komplett mit einer Eisschicht bedeckt war. Generell werden Eisaufbrüche in nordischen Flussgebieten zunehmend früher verzeichnet.

Andere Einflussfaktoren

Aber auch andere Einflüsse, welche auf den Menschen zurückzuführen sind, beeinflussen die Wassernutzung maßgeblich: Landwirtschaft und Industrie. Diese beiden Sektoren stellen den größten Verbrauch von Wasser mit zusammengenommen 87 Prozent.

Mit den, im Laufe der letzten 200 Jahren, entstandenen technischen Innovationen und einer wachsenden und zunehmend konsumierenden Weltbevölkerung ist das Leistungspotential unserer Erde also – besonders in Bezug zu den verfügbaren Ressourcen – erschöpft. Es kann längst nicht mehr von einer nachhaltigen Entwicklung gesprochen werden. Das beste Beispiel hierfür findet sich im Yemen: Hier wird mithilfe immer leistungsfähiger Pumpen Tiefengrundwasser zur Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen gefördert, was aufgrund der starken Verdunstungsrate und der schlechten Bewässerungssysteme extrem ineffizient genutzt wird. Die Folge: Der Pegel des unwiederbringlichen Grundwassers fällt jährlich um fünf Meter ab.

Ausblick

Schlußendlich lässt sich sagen, dass nicht Effekte des Klimawandels, sondern vor allem das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum und deren steigende Anforderungen auf der Erde die Ausgewogenheit und Verfügbarkeit des Wassers bedrohen. Dies wird anhand der Tatsache deutlich, dass Schätzungen zufolge im Jahr 2025 mehr als drei Milliarden Menschen unter Wassermangel zu leiden haben werden.

Der blaue Planet...wie lange noch?

Der blaue Planet...wie lange noch?

Noch wichtiger ist aber ein verantwortungsvoller Umgang mit dem flüssigen Gut, auch in den gesegneten Gebieten dieser Erde – bedrohen territoriale Konflikte aufgrund von Ressourcensicherung, und seien sie noch so weit entfernt von der westlichen Welt, doch mindestens im globalpolitischen Sinne, auch uns und erfordern von jedem von uns einen bewussten Verbrauch des kostbaren Gutes Wasser.

Kommentar: Ein Tornado namens JOGU-StINe oder viel Wirbel um nichts?

Juni 19, 2008 by simonejaeger

Ab dem 1. Februar 2009 soll JOGU-StINe, das neue Internetportal für Studierende und Lehrende, an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingeführt werden. Momentan befindet sich das Portal noch in der Entwicklungsphase. Das hält JOGU-StINe jedoch nicht davon ab, viel zu versprechen. Können diese Versprechen eingehalten werden oder entpuppen sie sich im internationalen Vergleich doch eher als Versprecher?

Werbeflyer für JOGU-StINe in der InfoboxTest eins, zwei, drei…
Die Testphase hat begonnen: Seit dem 9. Juni 2008 können alle Interessierten einen ersten Blick mit ein paar Klicks verbinden und das neue Internetportal der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vor seiner offiziellen Einführung am 1. Februar 2009 testen. In der Infobox neben dem ReWi gibt es noch bis Mitte Juli 2008 die Gelegenheit, JOGU-StINe – das JOhannes GUtenberg StudienInformationsNetz – bei einem Schluck Kaffee zur Freude seiner Gründer zu bewundern oder vor dem Bildschirm zu kritisieren.

Die Funktionen von JOGU-StINe basieren auf dem Programm „CampusNet”, das aktuell bereits von der Hamburger Universität verwendet wird. Das, woran zurzeit in Mainz viele kluge Köpfe arbeiten, ist die Ausgestaltung der Weboberfläche von JOGU-StINe. Bis zur Fertigstellung des Portals haben seine IT-affinen „Modellierer“ in den Bereichen Inhalt und Grafik alle Hände voll zu tun: Die Inhalte müssen vervollständigt werden. Das heißt, die Prüfungsordnungen aller Fachbereiche müssen im System abgebildet, Kurse und Module angelegt werden. Das Design muss noch übersichtlicher aufbereitet werden, wovon die Farben, lesbare Schaltflächen und weitere Teile des Layouts von JOGU-StINe betroffen sind. Der kleine Wirbelsturm namens JOGU-StINe ist demnach noch in seiner Wachstumsphase. Das ist ja legitim – doch sind dies auch die Versprechungen, welche vor der Endversion von JOGU-StINe auf dem Campus und darüber hinaus kursieren?   

Der Umbruch schlechthin? Ein erster Eindruck von JOGU-StINe am Bildschirm.
Der Trommelwirbel um das neue Internetportal war unglaublich groß – er kam schon einem Tornado gleich: Aus den unterschiedlichsten Richtungen und im Sinne eines Lobgesangs vorab wurde für JOGU-StINe geworben. Dement-sprechend wurden auch die Erwartungen hoch gesteckt. Doch der erste Kontakt mit dem neuen Portal ruft bei vielen Studierenden entweder Ernüchterung oder gar Enttäuschung hervor. Sätze wie „Bei den ganzen Ankündigungen habe ich da aber mehr erwartet.“ oder „Das Layout ist echt bedürftig – kann sich die Uni nichts Anderes leisten?“ ertönen von frustrierten Gesichtern vor den Bildschirmen in der Infobox. Der Beginn einer neuen Ära ist zumindest zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Sicht.

Was JOGU-StINe an Neuerungen anpreist, ist bekannt: Anmeldung zu Lehrveranstaltungen, Zugriff auf Lehrmaterialien, Erstellung eines Stundenplans, Anmeldung zu Prüfungen, Bewerbung, Übersicht über erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen, Antragstellung auf Fachwechsel oder Beurlaubung und Verfügbarkeit von Studienbescheinigungen – alles online, versteht sich. Wer bislang nicht gerade mit Scheuklappen studiert hat, wird erkennen, dass dies kaum Innovationen sind. Vielmehr werden einzelne Portale wie das UnivIS aufgelöst und Funktionen von Reader Plus oder Ilias verschoben beziehungsweise durch JOGU-StINe ersetzt. Das Einzige, was neu ist, sind die Leistungsübersicht, die Antragstellung und die Studienbescheinigungen zum Ausdrucken. Na wenigstens etwas: Diese Neuerungen können sich sehen lassen und sorgen dafür, das JOGU-StINe im Zuge der Kritik nicht ganz den Boden unter den Füßen verliert - zumindest hier in Mainz. Wie sieht es außerhalb aus?

Hochmut kommt vor dem Fall
Zu diesem Fall führt ein einfacher Blick über den Tellerrand. Schaut man sich eine renommierte US-amerikanische Universität wie die University of California in Los Angeles (UCLA) an, so fällt auf, dass diese auch ein Internetportal besitzt: URSA. Dieses Internetportal ist lediglich für Studenten der Universität bestimmt und bietet um so viele Längen mehr an Funktionen als das Mainzer Portal JOGU-StINe, dass einem die Tränen kommen können. Mit URSA sind die Studenten anhand ihres UCLA-spezifischen E-Mail-Benutzernamens und ihres Passworts in der Lage, neben den Funktionen, die JOGU-StINe bietet, den Registrierungsstatus für Anmeldungen sowie Noten einzusehen, sich fertige Scheine per Post zuschicken zu lassen, benötigte Bücher direkt im Uniportal zu kaufen, die Studierendenidentifikationskarte zu bestellen, Wohnunterkünfte zu organisieren, Parkplätze zu buchen, Krankenversicherungen abzuschließen, Fördermöglichkeiten und Stipendien zu beantragen und sämtliche Informationen rund ums Thema Campusleben einzusehen.
Das Internetportal URSA für Studierende an der UCLA.
Was JOGU-StINe dagegen als absoluten Fortschritt proklamiert, ist bei URSA nur ein Teil von vielen weiteren Möglichkeiten, die Studierende an der UCLA online wahrnehmen können. Das soll nicht heißen, dass JOGU-StINe gar keine Verbesserungen für die Mainzer Universität mit sich bringt. Es ist lediglich zu bemängeln, dass diese großen Versprechen in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Veränderungen im Frühjahr 2009 stehen. Dazu kommt noch, dass JOGU-StINe im internationalen Vergleich eher schlecht abschneidet. URSA stellt JOGU-StINe in mehr als nur einer Anwendung deutlich erkennbar in den Schatten.

Vom Tornado zur Brise
Da kann man sich nur fragen, ob der angekündigte Tornado seine Kreise überhaupt in Mainz ziehen wird, wenn er über See schon zur Brise abflacht. Der Beginn einer neuen Ära kann vielleicht in Mainz gefeiert werden – und das auch nur mit zwei zugedrückten Augen. Doch im internationalen Vergleich – also: über den Tellerrand hinaus – kann JOGU-StINe mit Sicherheit noch keine Preise abstauben. Denn hier liegt es meilenweit hinter anderen universitären Internetportalen wie dem URSA der University of California in Los Angeles. Dabei sollte Letzteres doch Maßstäbe setzten. Schließlich befinden wir uns in einem Zeitalter, in dem Globalisierung, internationale Standards und Austausch ganz weit oben auf der Themenagenda der Universitäten stehen. Ein Austauschsemester in Mainz würde zumindest den Studierenden der UCLA beim Anblick von JOGU-StINe ein Lächeln entlocken – und zwar in Kombination mit einem schüttelnden Kopf vor Erstaunen über die inhaltlich erschreckend einfach gestrickte und grafisch noch völlig unausgereifte Oberfläche des Portals.

Geschützt: Protokoll vom 13.06.2008

Juni 13, 2008 by gulletsplitter

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„Zwei-Klassen-Mediengesellschaft“ oder Verlust der Meinungsvielfalt?

Juni 13, 2008 by lenabassermann

 

von Lena Bassermann

Die Öffentlich-rechtlichen: Mehr Freiheiten zur Sicherung der Grundversorgung und Qualität
In der deutschen Medienlandschaft wird dieser Tage heftig gestritten. Für Diskussionsstoff sorgen der Entwurf zur 12. Änderung des Rundfunkstaatsvertrages im Generellen und die Online-Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im Besonderen. Wie das bei Streitigkeiten bekanntlich so ist, gibt es zwei herausragende Positionen. Da sind zum einen die, die der ARD und dem ZDF viele Freiräume eingestehen wollen. Ihr großes Argument ist, dass die öffentlich-rechtlichen Anbieter ihrem Grundversorgungsauftrag nachkommen müssen. Grundversorgen mit Information, Bildung und Unterhaltung sollen sie die ganze Gesellschaft. Um das zu leisten sei in einer zunehmend konvergenten Medienlandschaft ein umfangreiches Internetangebot unverzichtbar – vor allem um die jüngere Zielgruppe zu erreichen. Genau das gelingt mit dem reinen Rundfunkangebot nämlich kaum noch.

Die Öffentlich-rechtlichen: Bangen um die jungen Zuschauer
Soll das belegt werden, bedarf es keiner großen Argumentationslinien, vielmehr lässt man am besten die Zahlen sprechen: Mehr als 90 Prozent der 14-29 Jährigen informieren sich regelmäßig im Internet. Bei einem Blick auf die Alterspyramide der öffentlich-rechtlichen Anstalten wird nachvollziehbar, was ARD und ZDF befürchten.  Der durchschnittliche ARD-Zuschauer ist 59 Jahre alt, der Durchschnitts-ZDF-Seher gar 61 – nah dran also am Mittel des Renteneintrittsalters (im Jahr 2006 lag das bei 63,3 Jahren). Sämtliche Versuche, das Programm krampfhaft zu verjüngen sind bislang kläglich gescheitert. Werde nun der Handlungsspielraum im Internet eingeschränkt, untergrabe das die Akzeptanz von ARD und ZDF bei jungen Menschen noch mehr. Außerdem seien die Angebote von ARD und ZDF ein Garant für Qualität. Die Befürchtung hier: Die Vielfalt des Internetangebots den privaten Anbietern zu überlassen führe zu einem Qualitätsverfall.

Politiker fürchten „Zwei-Klassen-Mediengesellschaft“
Schwer ist es nicht zu erraten, wer diese Position unterstützt. An prominenter Stelle zu nennen ist vor allen der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und SPD-Chef Kurt Beck. Der hat nämlich noch weitere Ämter inne. Als Verwaltungsratsvorsitzender des ZDF und Vorsitzender der Rundfunkkommission verwundert sein Engagement für einen Ausbau des dualen Systems auf den Online-Bereich nur wenig. Unterstützt wird das becksche Lager von sämtlichen Lobbygruppen und Regierungsmitgliedern. Sie sprechen gar von einer „Zwei-Klassen-Medienlandschaft“, wenn das öffentlich-rechtliche Angebot im Internet eingeschränkt würde, dem kommerziellen Rundfunk jedoch alles erlaubt sei.

Die Privaten: Wettbewerbsnachteile und Verstoß gegen die Grundidee der „Freien Presse“
An dieser Stelle kommt die Gegenseite ins Spiel. Gebildet wird sie - grob umrissen – von Oppositionsparteien, Interessensverbänden der IT- und Medienbranche, Verlegerverbänden und Privatsendern. Sie argumentieren vor allem mit der Gebührenfinanzierung. Durch diese seien die öffentlich-rechtlichen Anbieter nämlich komfortabel versorgt und müssten sich keine Gedanken ums Geld verdienen machen – ganz im Gegensatz zu den privaten Anbietern. Die fürchten ein Anwachsen der Meinungsmacht von ARD und ZDF und das kollidiere mit den Grundideen der freien Presse in Deutschland – die bewusst nicht den strengen Reglementierungen des Rundfunks unterworfen ist. ARD und ZDF sollen auf elektronische Presse verzichten, denn damit würden sie direkt mit den Angeboten der freien Presse in Konkurrenz treten und das bringe Wettbewerbsnachteile für die Verlage mit sich. Die Verlage verfügten schließlich nicht über GEZ-Gebühren, denn eine gebührenfinanzierte Presse gibt es schließlich nicht – und das mit Grund, nämlich der Sicherung der Meinungsfreiheit- und Vielfalt. Die parteiliche Besetzung der Rundfunkräte ist ein weiter Punkt, ebenso wie das Fehlen einer klaren Definition von „elektronischer Presse“. Hinzu kommt noch die Debatte um das EU-Wettbewerbsrecht.

Noch viele Fragen offen
Eine Menge offener Fragen also, von denen wohl zuerst klar festgelegt werden muss, wo die Grenzen des Handlungsspielraums der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbieter sind. Am Donnerstag haben die Ministerpräsidenten vorläufig enge Grenzen für ARD und ZDF gesetzt. Die endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus – bis dahin zeigen sich die Öffentlich-rechtlichen optimistisch, diese Grenzen ausdehnen zu können.